English Woman's Journal - Studie: Luftverschmutzung tötet jährlich 1200 Kinder und Jugendliche in Europa

Studie: Luftverschmutzung tötet jährlich 1200 Kinder und Jugendliche in Europa


Studie: Luftverschmutzung tötet jährlich 1200 Kinder und Jugendliche in Europa
Studie: Luftverschmutzung tötet jährlich 1200 Kinder und Jugendliche in Europa / Foto: NIKOLAY DOYCHINOV - AFP/Archiv

Luftverschmutzung führt in Europa laut einer Untersuchung jährlich zum vorzeitigen Tod von 1200 Kindern und Jugendlichen. Wie es am Montag in dem Bericht der europäischen Umweltagentur (EUA) hieß, stellen Schadstoffe in der Luft nicht nur für die Gesundheit von Erwachsenen, sondern auch für die von Kindern das größte Umweltrisiko dar und reduzieren ihre Lebenserwartung drastisch. Für ihren Bericht wertete die EUA Daten aus den 27 EU-Mitgliedsstaaten und drei weiteren europäischen Ländern aus.

Textgröße ändern:

Eine schlechte Luftqualität führe zum frühzeitigen Tod von jährlich mehr als 1200 Heranwachsenden unter 18 Jahren und erhöhe "signifikant das Krankheitsrisiko im späteren Leben", schreibt die EUA in ihrem Bericht. "Trotz der Fortschritte der vergangenen Jahre liegt das Niveau vieler Schadstoffe in der Luft über den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, vor allem in Zentral- und Osteuropa, sowie in Italien", betont die EU-Behörde.

Mehrere Länder, darunter Großbritannien und die Ukraine, nahmen nicht an der EUA-Studie teil. Die europaweite Bilanz könnte daher noch schlechter ausfallen.

Die EUA-Studie konzentriert sich erstmals auf die Untersuchung von Minderjährigen. Aus einem im November veröffentlichten Bericht ging bereits hervor, dass 2020 in den Ländern der Umweltagentur, darunter die 27 EU-Länder, die Türkei, Norwegen, die Schweiz, Island und Liechtenstein, mindestens 238.000 Menschen aller Altersgruppen vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung starben.

Zwar sei der Anteil von Kindern und Jugendlichen, die von einer schlechten Luftqualität beeinträchtigt seien, im Vergleich zur Gesamtbevölkerung "relativ gering", erklärte die EUA. Ein früher Tod bedeute aber "den Verlust einer möglichen Zukunft", zudem seien chronische Krankheiten in der Kindheit und im späteren Leben "eine enorme Last".

Die Umweltagentur empfiehlt, sich bei der Verbesserung der Luftqualität auf die Umgebung von Schulen und Kindergärten, Sporteinrichtungen und öffentlichen Verkehrsmitteln zu konzentrieren. Sie weist zudem darauf hin, dass Luftverschmutzung schon einen Einfluss auf ungeborene Kinder haben und zu Frühgeburten oder einem geringen Geburtsgewicht führen kann. Nach der Geburt erhöht schlechte Luft laut der EUA das Risiko verschiedener gesundheitlicher Probleme, darunter Asthma und andere Atemwegserkrankungen.

K.R.Jones--EWJ

Empfohlen

Mehr Eisbrecher und Unterseekabel: EU stellt neue Arktisstrategie vor

Die EU hat eine neue Arktisstrategie vorgestellt, um ihre Präsenz in der geopolitisch wichtigen Region zu stärken. Souveränität, territoriale Integrität und die der Stabilität in der Region zugrundeliegenden Regeln könnten "nicht länger als selbstverständlich gelten", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Vorstellung der Strategie am Dienstag in Straßburg. Daher "müssen wir handeln und unsere strategische Haltung ändern", fügte sie hinzu.

Biologin warnt vor technischen Eingriffen in komplexe Ökosysteme

Die Biologin und Gärtnerin Anne-Christine Schmidt bewertet gentechnische Ansätze im Naturschutz kritisch. Sie fordert, ökologische Zusammenhänge und mögliche Folgewirkungen stärker zu berücksichtigen.

RNZ-Leser halten die Farben des Herbstes im Neckar-Odenwald-Kreis fest

Eine Leserfoto-Auswahl zeigt herbstliche Motive aus der Region Mosbach und die besondere Farbenvielfalt des Oktobers.

Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht strebt der Weltklimarat (IPCC) eine rasche Einigung an. Einen Konsens zu erzielen, sei "entscheidend", sagte der Chef des Weltklimarats, Jim Skea, am Montag. Das Gremium der Vereinten Nationen ist die maßgebliche Instanz für Klimawissenschaft.

Textgröße ändern: