English Woman's Journal - Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen für Klimaschutz zu Verzicht bereit

Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen für Klimaschutz zu Verzicht bereit


Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen für Klimaschutz zu Verzicht bereit
Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen für Klimaschutz zu Verzicht bereit / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Zwei von drei Deutschen sind zu einem persönlichen Verzicht für den Klimaschutz bereit. Insgesamt 68 Prozent würden sich dafür einschränken, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der "Welt am Sonntag" ergab. Fast jeder fünfte Befragte (19 Prozent) lehnt einen Verzicht zugunsten des Klimas generell ab. Weitere 13 Prozent wollten sich nicht äußern.

Textgröße ändern:

Am größten ist laut Umfrage die Bereitschaft zu Einschnitten beim Fliegen und Heizen. 43 Prozent würden sich darauf einlassen, seltener zu fliegen. 40 Prozent würden weniger heizen. Deutlich geringere Einschränkungen wollen die Deutschen allerdings bei Essgewohnheiten hinnehmen. Lediglich 27 Prozent geben an, gegebenenfalls ihre Ernährung umzustellen. Am geringsten ist die Bereitschaft zum Verzicht beim Auto - nur 13 Prozent der Befragten würden den eigenen Pkw abschaffen.

Die Bundesregierung plant zum Klimaschutz weitreichende Maßnahmen, die tief in das Leben der Menschen einschneiden – bis hin zum jüngst beschlossenen Verbot zum Einbau von Öl- und Gasheizungen. Deutschland soll bis zum Jahr 2045 klimaneutral werden. Der Bedarf soll dann ausschließlich durch erneuerbare Energiequellen wie Fotovoltaik, Wind- und Wasserkraft gedeckt werden.

Dass dies überhaupt gelingen kann, davon ist eine Mehrheit jedoch noch nicht überzeugt. 21 Prozent halten dies "auf keinen Fall" für umsetzbar. Weitere 30 Prozent schätzen, ein vollständiger Umstieg sei "eher nicht" möglich. Überzeugt, dass eine Energiewende umfassend funktionieren wird, sind nur 14 Prozent der Bürger, 24 Prozent können sich dies immerhin "eher" vorstellen. Zwischen dem 14. und 17. April befragte Yougov 2021 Menschen.

S.Smith--EWJ

Empfohlen

Reiche gehen Lockerungen der EU-Regeln für Gas- und Ölimporte nicht weit genug

Die von der EU-Kommission geplanten Lockerungen der europäischen Regeln für Gas- und Ölimporte gehen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) noch nicht weit genug. "Die jetzt vorgeschlagene Lösung überzeugt nicht", erklärte Reiche am Dienstag in Berlin. Sie kritisierte, dass die EU an den rechtlichen Vorgaben der sogenannten Methanverordnung festhalten und lediglich auf Bußgelder bei Verstößen zunächst verzichten wolle.

Great Barrier Reef: Wissenschaftler warnen vor "Kollaps des Ökosystems"

Dem Great Barrier Reef in Australien drohen nach Einschätzung von Wissenschaftlern unter dem Einfluss des diesjährigen Klimaphänomens El Niño eine extreme und weitflächige Korallenbleiche und ein "Kollaps des Ökosystems". Der "extreme El Niño" stelle ein erhebliches Problem dar, warnte am Dienstag Morgan Pratchett, Meeresschutz-Experte von der James Cook University in Queensland, bei dem Internationalen Korallenriff-Symposium im neuseeländischen Auckland.

Bundespräsident Steinmeier empfängt aserbaidschanischen Präsidenten Alijew

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag seinen Amtskollegen aus Aserbaidschan, Ilham Alijew, zu einem Gespräch empfangen. Anschließend will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Alijew über Energie- und Rohstofffragen und den Friedensprozess mit Armenien beraten. Geplant ist auch die Unterzeichnung eines Vertrags, dessen Inhalt noch bekanntgegeben werden soll. Alijew sollte gegen Mittag vor dem Kanzleramt mit militärischen Ehren begrüßt werden.

Waldbrände im Amazonas-Regenwald 2025 auf tiefstem Stand seit Jahrzehnten

Die Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet sind 2025 auf ein historisches Tief zurückgegangen. Insgesamt brannten gut drei Millionen Hektar ab, die bislang kleinste Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen 1983, wie das Überwachungsnetzwerk MapBiomas am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr waren knapp 16 Millionen Hektar abgebrannt, das war der bisherige Höchststand.

Textgröße ändern: