English Woman's Journal - Greenpeace-Aktivisten entern Frachter mit Shell-Plattform an Bord

Greenpeace-Aktivisten entern Frachter mit Shell-Plattform an Bord


Greenpeace-Aktivisten entern Frachter mit Shell-Plattform an Bord
Greenpeace-Aktivisten entern Frachter mit Shell-Plattform an Bord / Foto: Paul ELLIS - AFP

Greenpeace-Aktivisten haben am Dienstag einen Frachter mit einer Bohrplattform für den Ölriesen Shell an Bord geentert. Vier Aktivisten von Greenpeace International aus Argentinien, der Türkei, Großbritannien und den USA gingen am Dienstag an Bord des Schiffs "White Marlin" nördlich der Kanarischen Inseln im Atlantik, wie die Umweltschutzorganisation mitteilte. Ziel der Aktion sei es, auf Klimaschäden durch fossile Brennstoffe hinzuweisen, für die Shell und andere Konzerne endlich "zahlen" müssten, erklärte Yeb Sano, geschäftsführender Direktor von Greenpeace Südostasien.

Textgröße ändern:

Das Schiff transportiert die Bohrplattform im Auftrag des britisch-niederländischen Ölunternehmens Shell zum Öl- und Gasfeld Penguins in der Nähe der schottischen Shetland-Inseln in der Nordsee.

Der "friedliche Protest" ziele darauf ab, "auf die weltweite Klimazerstörung hinzuweisen, die von Shell und der gesamten Industrie für fossile Brennstoffe verursacht wird, die noch keinen Cent für die von ihnen verursachten (...) Schäden gezahlt haben", erklärte die Gruppe.

Die Aktivisten näherten sich der "White Marlin" mit drei Booten vom Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" aus und kletterten mit Hilfe eines Seils an Bord. Sie blieben an Bord und "besetzen jetzt die Ladung des Schiffes, eine Öl- und Gasplattform von Shell", erklärte Greenpeace. Die Aktivisten hätten Vorräte für mehrere Tage dabei.

Der Südostasien-Direktor von Greenpeace Sano sagte, Shell müsse "die Bohrungen einstellen und anfangen zu zahlen". Die Organisation ergreife "heute Maßnahmen, weil die Förderung fossiler Brennstoffe durch Shell für Tod, Zerstörung und Vertreibung auf der ganzen Welt sorgt und diejenigen Menschen am stärksten trifft, die am wenigsten für die Klimakrise verantwortlich sind."

Ch.Anderson--EWJ

Empfohlen

Reiche gehen Lockerungen der EU-Regeln für Gas- und Ölimporte nicht weit genug

Die von der EU-Kommission geplanten Lockerungen der europäischen Regeln für Gas- und Ölimporte gehen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) noch nicht weit genug. "Die jetzt vorgeschlagene Lösung überzeugt nicht", erklärte Reiche am Dienstag in Berlin. Sie kritisierte, dass die EU an den rechtlichen Vorgaben der sogenannten Methanverordnung festhalten und lediglich auf Bußgelder bei Verstößen zunächst verzichten wolle.

Great Barrier Reef: Wissenschaftler warnen vor "Kollaps des Ökosystems"

Dem Great Barrier Reef in Australien drohen nach Einschätzung von Wissenschaftlern unter dem Einfluss des diesjährigen Klimaphänomens El Niño eine extreme und weitflächige Korallenbleiche und ein "Kollaps des Ökosystems". Der "extreme El Niño" stelle ein erhebliches Problem dar, warnte am Dienstag Morgan Pratchett, Meeresschutz-Experte von der James Cook University in Queensland, bei dem Internationalen Korallenriff-Symposium im neuseeländischen Auckland.

Bundespräsident Steinmeier empfängt aserbaidschanischen Präsidenten Alijew

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag seinen Amtskollegen aus Aserbaidschan, Ilham Alijew, zu einem Gespräch empfangen. Anschließend will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Alijew über Energie- und Rohstofffragen und den Friedensprozess mit Armenien beraten. Geplant ist auch die Unterzeichnung eines Vertrags, dessen Inhalt noch bekanntgegeben werden soll. Alijew sollte gegen Mittag vor dem Kanzleramt mit militärischen Ehren begrüßt werden.

Waldbrände im Amazonas-Regenwald 2025 auf tiefstem Stand seit Jahrzehnten

Die Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet sind 2025 auf ein historisches Tief zurückgegangen. Insgesamt brannten gut drei Millionen Hektar ab, die bislang kleinste Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen 1983, wie das Überwachungsnetzwerk MapBiomas am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr waren knapp 16 Millionen Hektar abgebrannt, das war der bisherige Höchststand.

Textgröße ändern: