English Woman's Journal - Umfrage: Große Mehrheit in Deutschland für globales Abkommen gegen Plastikmüll

Umfrage: Große Mehrheit in Deutschland für globales Abkommen gegen Plastikmüll


Umfrage: Große Mehrheit in Deutschland für globales Abkommen gegen Plastikmüll
Umfrage: Große Mehrheit in Deutschland für globales Abkommen gegen Plastikmüll

Fast 90 Prozent der Menschen in Deutschland befürworten nach einer Umfrage im Auftrag von Umweltschutzorganisationen ein globales Abkommen gegen Plastikverschmutzung. Für einen solchen Vertrag sprachen sich demnach 86 Prozent der Befragten aus, teilte der WWF am Dienstag in Hamburg mit. Er sieht sich durch das Ergebnisse der Befragung in seiner Forderung nach einem internationalen Abkommen gegen Plastikvermüllung bestätigt.

Textgröße ändern:

Laut Umfrageergebnis wollen nach WWF-Angaben ebenfalls 86 Prozent der Menschen in Deutschland, dass Hersteller und Einzelhändler für eine Reduzierung und Wiederverwendung von Verpackungen aus Kunststoff verantwortlich gemacht werden. Befragt wurden demnach durch das Marktforschungsinstitut Ipsos im August und September vergangenen Jahres 20.500 Menschen in 28 Ländern, darunter auch in Deutschland.

In Auftrag gegeben wurde die Umfrage von der Plastic Free Foundation, mit der der WWF bei der Veröffentlichung kooperiert. Die Umweltschutzorganisation fordert ein rechtsverbindliches internationales Abkommen, um eine Zunahme der weltweiten Plastikverschmutzung bis 2030 zu stoppen. In einem vor rund zwei Wochen veröffentlichten Bericht hatte die Organisation vor einem exponentiellen Anstieg des Eintrags von Kunststoffmüll gewarnt.

Die Entwicklung sei unumkehrbar und ökologisch extrem bedrohlich, betonte der WWF dazu. Er richtet seine Forderung nach der Aufnahme von Verhandlungen über ein Abkommen zur Plastikmüllbegrenzung an die UN-Mitgliedstaaten im Vorfeld eines UN-Umweltgipfels Ende Februar.

Ch.Anderson--EWJ

Empfohlen

EU-Lebensmittelaufsicht senkt Grenzwert für Ewigkeitschemikalie TFA deutlich ab

Die EU-Lebensmittelbehörde Efsa hat den Grenzwert für die tägliche Aufnahme der Ewigkeitschemikalie TFA (Trifluoressigsäure) deutlich abgesenkt. Neue Studien hätten ergeben, dass TFA ein für den Stoffwechsel wichtiges Hormon beeinflusst, erklärte die Behörde mit Sitz in Mailand am Mittwoch. TFA gelangt vor allem über den Pestizideinsatz in Grundwasser, Böden und Ackerpflanzen und auf diesem Weg in den menschlichen Körper.

Reiche gehen Lockerungen der EU-Regeln für Gas- und Ölimporte nicht weit genug

Die von der EU-Kommission geplanten Lockerungen der europäischen Regeln für Gas- und Ölimporte gehen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) noch nicht weit genug. "Die jetzt vorgeschlagene Lösung überzeugt nicht", erklärte Reiche am Dienstag in Berlin. Sie kritisierte, dass die EU an den rechtlichen Vorgaben der sogenannten Methanverordnung festhalten und lediglich auf Bußgelder bei Verstößen zunächst verzichten wolle.

Great Barrier Reef: Wissenschaftler warnen vor "Kollaps des Ökosystems"

Dem Great Barrier Reef in Australien drohen nach Einschätzung von Wissenschaftlern unter dem Einfluss des diesjährigen Klimaphänomens El Niño eine extreme und weitflächige Korallenbleiche und ein "Kollaps des Ökosystems". Der "extreme El Niño" stelle ein erhebliches Problem dar, warnte am Dienstag Morgan Pratchett, Meeresschutz-Experte von der James Cook University in Queensland, bei dem Internationalen Korallenriff-Symposium im neuseeländischen Auckland.

Bundespräsident Steinmeier empfängt aserbaidschanischen Präsidenten Alijew

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag seinen Amtskollegen aus Aserbaidschan, Ilham Alijew, zu einem Gespräch empfangen. Anschließend will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Alijew über Energie- und Rohstofffragen und den Friedensprozess mit Armenien beraten. Geplant ist auch die Unterzeichnung eines Vertrags, dessen Inhalt noch bekanntgegeben werden soll. Alijew sollte gegen Mittag vor dem Kanzleramt mit militärischen Ehren begrüßt werden.

Textgröße ändern: