English Woman's Journal - Ökostromproduktion legt um neun Prozent zu - Anteil steigt auf 46 Prozent

Ökostromproduktion legt um neun Prozent zu - Anteil steigt auf 46 Prozent


Ökostromproduktion legt um neun Prozent zu - Anteil steigt auf 46 Prozent
Ökostromproduktion legt um neun Prozent zu - Anteil steigt auf 46 Prozent / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Die Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen in Deutschland hat im laufenden Jahr um neun Prozent im Vergleich zu 2021 zugenommen. Nach vorläufigen Daten seien rund 256 Terawattstunden Ökostrom produziert worden, erklärte das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau am Montag. Auch weil der Stromverbrauch rückläufig war, werde der Ökostromanteil voraussichtlich deutlich von 41 auf 46 Prozent ansteigen.

Textgröße ändern:

Dennoch bleibt die Produktion hinter dem im Erneuerbaren-Energien-Gesetz festgelegte Ziel zurück, das 269 Terawattstunden vorsieht. Um 2030 die avisierten 80 Prozent des deutschen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen zu decken, muss sich die grüne Stromerzeugung nach Angaben des UBA noch mehr als verdoppeln.

Die wichtigsten erneuerbaren Stromquellen waren auch in diesem Jahr Photovoltaik und Windenergie: Die Stromerzeugung aus Solaranlagen stieg laut UBA wegen des Anlagenzuwachses im Vorjahr, aber auch wegen des sehr sonnigen Wetters um 23 Prozent auf 61 Terawattstunden deutlich an.

Aus Windenergie wurden 128 Terawattstunden erzeugt, davon 103 an Land und rund 25 aus Anlagen auf See. Dies waren zwar zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, der Spitzenwert aus dem Jahr 2020 wurde jedoch nicht erreicht. Das UBA beklagte hier "wenig Dynamik" im Anlagenzubau.

Für Wärmezwecke wurden 2022 mehr als 200 Terawattstunden erneuerbare Energien verbraucht - rund ein Prozent mehr als im Vorjahr. Den Angaben zufolge wurde 13 Prozent mehr Umweltwärme und oberflächennahe Geothermie mittels Wärmepumpen genutzt. Wegen des sonnigen Wetters stieg auch die Wärmeerzeugung aus Solarthermieanlagen um elf Prozent deutlich an.

Zusätzlich dürfte laut Umweltbundesamt auch ein verstärkter Einsatz von Holz als Ersatz für Erdgas zum Wachstum der erneuerbaren Wärme beigetragen haben. Im Verkehr wurde 15 Prozent mehr erneuerbarer Strom eingesetzt. Bei Biokraftstoffe gab es hingegen kaum Veränderung zum Vorjahr.

Zwar seien die Ausbauziele für Photovoltaik und Windenergie an Land aus dem EEG 2021 erreicht worden, erklärte der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner. "Allerdings kann das Erreichen dieser ersten, eher mäßig ambitionierten Zwischenschritte nicht als großer Erfolg gewertet werden." Er begrüßte, dass die Ziele inzwischen "deutlich" angehoben worden seien. Besonders die Windenergie an Land müsse nun rasch ausgebaut werden.

N.M.Shaw--EWJ

Empfohlen

Bericht: Bundesumweltministerium streicht zeitliches Ziel für Atommüllendlager

Das Bundesumweltministerium nennt kein zeitliches Ziel mehr für die Entscheidung über das geplante Atommüllendlager. Das geht aus einem Referentenentwurf hervor, der dem Deutschlandfunk am Mittwoch vorlag. Darin ist das ursprüngliche Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen. Dieses habe sich als nicht realistisch erwiesen, heißt es zur Begrünung. Eine gesetzliche Frist sei nicht mit den Anforderungen an das Auswahlverfahren für den bestmöglichen Standort kompatibel.

Stadtbäume können im Sommer mehr CO2 aufnehmen als Autos ausstoßen

Stadtbäume können im Sommer mehr Kohlendioxid aufnehmen, als Autos ausstoßen. Das fanden Forscher bei Tests in München heraus, wie die Technische Universität (TU) München am Dienstag berichtete. Im Jahresdurchschnitt können etwa zwei Prozent der städtischen Emissionen des Treibhausgases durch die Vegetation kompensiert werden. Stadtbäume erzielen dabei die größte Wirkung, Grasflächen hingegen setzen oft unter dem Strich mehr CO2 in die Atmosphäre frei, als sie aufnehmen.

Indien und Kanada unterzeichnen Vereinbarung über Seltene Erden und Uran

Indien und Kanada haben eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet, unter anderem über die Zusammenarbeit in den Bereichen Seltene Erden und Uran. Der kanadische Premierminister Mark Carney traf am Montag in Neu Delhi seinen indischen Kollegen Narendra Modi. Bei dieser Gelegenheit unterzeichnete Abkommen decken auch den Technologiesektor und die Förderung erneuerbarer Energien ab.

Protest gegen Atomgeschäfte mit Russland: Greenpeace blockiert Frachter in Frankreich

Bei einer Protestaktion gegen französische Atomgeschäfte mit Russland sind vier Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace in Frankreich in Polizeigewahrsam genommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Dünkirchen am Montag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, handelt es sich bei den Aktivisten um drei Frauen und einen Mann aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Die Behörden leiteten demnach ein Ermittlungsverfahren ein.

Textgröße ändern: