English Woman's Journal - Alles in eigener Hand: Union träumt von der K.o.-Runde

Alles in eigener Hand: Union träumt von der K.o.-Runde


Alles in eigener Hand: Union träumt von der K.o.-Runde
Alles in eigener Hand: Union träumt von der K.o.-Runde / Foto: STEFANIE LOOS - SID

Der Traum lebt, das Weiterkommen ist plötzlich ganz nah: Union Berlin hat den erstmaligen Einzug in die K.o.-Runde der Europa League in der eigenen Hand. Der Bundesliga-Spitzenreiter rang am Donnerstagabend Sporting Braga mit 1:0 (0:0) nieder und sicherte sich mit dem dritten Sieg in Serie ein Endspiel bei Tabellenführer Union Saint-Gilloise.

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Robin Knoche schoss die mit zwei Niederlagen gestartete Mannschaft von Trainer Urs Fischer per Handelfmeter nach Videobeweis (68.) zum dringend benötigten Erfolg. Mit einem Sieg in Brüssel am finalen Spieltag würde Union als Zweiter definitiv die Zwischenrunde erreichen, dort könnten die Berliner auch auf Champions-League-Absteiger FC Barcelona treffen. Saint-Gilloise steht bereits als Gruppensieger fest.

Die Unioner Fanszene unterstrich die Bedeutung des Spiels mit einer gigantischen Choreografie, die fast das gesamte Stadion einhüllte. Sie dachte mit einem riesigen Banner an die "goldenen Zwanziger" zurück, als der Klub um die Berliner Meisterschaft spielte und erstmals der legendäre Schlachtruf "Eisern Union" wie "Donnerhall" ertönte.

Das Fischer-Team suchte umgehend den Weg nach vorn. Mit ihren bekannten Tugenden Leidenschaft, Zusammenhalt und Wille drängte Union die Gäste zunächst an den eigenen Strafraum. Die technisch versierten Portugiesen konnten sich aber aus der Umklammerung elegant befreien, immer wieder überbrückten sie ansehnlich das Mittelfeld. Der erste Sturmlauf des Bundesligisten endete.

Große Chancen sprangen auf beiden Seiten erstmal nicht heraus. Nach einer Ecke setzte Morten Thorsby seinen Kopfball links vorbei (30.), zehn Minuten später köpfte der aufgerückte Kapitän Christopher Trimmel aus fünf Metern über das Tor. Braga, das das Hinspiel mit 1:0 gewonnen hatte, versuchte es oft aus der Distanz.

Union kam stürmisch aus der Kabine. Die spielerischen Lösungen fehlten aber weiterhin, und so waren lange Bälle das häufig gewählte Mittel, um die portugiesische Abwehr zu überspielen. Angefeuert von ihren Anhängern, die wegen der Ausschreitungen von Malmö in Brüssel fehlen werden, wurden die Aktionen der Berliner aber hektischer.

Nach einer Flanke von Janik Haberer sprang dann Bragas Fabiano der Ball an die Hand. Nach minutenlanger Kommunikation mit dem Videoassistenten schaute sich Schiedsrichter Craig Pawson die Szene dann selbst an - und entschied auf Strafstoß. Knoche, der im vorläufigen WM-Aufgebot von Bundestrainer Hansi Flick stehen soll, blieb eiskalt. Braga antwortete mit wütenden Angriffen.

St.Ch.Russell--EWJ

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