English Woman's Journal - Bayern setzen "Duftmarken" - und haben "noch was vor"

Bayern setzen "Duftmarken" - und haben "noch was vor"


Bayern setzen "Duftmarken" - und haben "noch was vor"
Bayern setzen "Duftmarken" - und haben "noch was vor" / Foto: Alexandra BEIER - SID

Alles hat noch nicht geklappt - aber schon beängstigend viel. Doch nach dem Traumstart in die 64. Bundesliga-Saison wollte beim FC Bayern niemand was von verfrühten Glückwünschen zur möglichen 36. deutschen Meisterschaft wissen. "Wenn wir heute schon zufrieden wären, dann wäre Vincent nicht zufrieden, dass wir zufrieden sind", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen mit Blick auf den ewig ehrgeizigen Trainer Kompany und betonte: "Wir haben noch ein bisschen was vor!"

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Das erklärte Ziel ist das Triple - das 2:1 im Franz-Beckenbauer-Supercup in Dortmund und jetzt das 5:1 (1:0) gegen den VfB Stuttgart waren gleich zu Beginn zwei "Duftmarken" gegen direkte Konkurrenten, wie Max Eberl frohlockte. Aber, betonte der Sportvorstand: "Das fällt uns nicht in den Schoß!"

Es gelte, fortwährend hart zu arbeiten, denn: "Wir wollen weitermachen!" Am Mittwoch im Pokal in Osnabrück, dann gegen Schalke 04, schließlich in der Champions League mit den Krachern gegen Vorjahresfinalist FC Arsenal, bei Manchester United oder im Finalstadion bei Atlético Madrid schon in der Ligaphase.

"Wir pushen weiter, alle miteinander, dass wir besser werden und dass wir gefühlt jedes Spiel gewinnen", versprach Konrad Laimer bei Sky. Für die Liga mag sich das wie eine Drohung anhören. Ist die Langeweile im Titelkampf programmiert? "Also ich", meinte Dreesen verschmitzt, "finde das naturgemäß nicht langweilig. Wir sind dafür da, guten Fußball zu spielen, der hoffentlich erfolgreich ist." Das scheint auch in dieser Saison wieder eindrucksvoll zu gelingen - auch wenn Torgarant Harry Kane wie am Freitagabend mal nicht trifft.

Zumal die beiden teuren Zugänge Nathaniel Brown und Ismael Saibari (mit zwei Vorlagen) auch gegen den VfB ihre Klasse zeigten. Vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp, der am Sonntag bei "Kaffee und Kuchen" sowie "vielleicht einer Leberkässemmel" (Eberl) an der Säbener Straße erwartet wird, gefielen aber auch Nationalspieler wie Joshua Kimmich oder Aleksandar Pavlovic, und wie (fast) immer Wirbelwind Michael Olise.

"Perfekt ist es nie, war es auch heute nicht, aber es war schon beeindruckend", sagte Trainer Vincent Kompany, der auch noch den genesenen Lennart Karl wieder zur Verfügung hat, und ergänzte: "Es ist in der DNA dieser Mannschaft, dass sie immer mehr Tore schießen wollen, ohne Angst."

Kimmich wollte da nicht widersprechen, teils war ihm die Vorstellung aber zu "wild", wie er bekannte. "Wir haben wieder ein Gegentor bekommen, wieder nach einer Flanke, daran müssen wir arbeiten", betonte er nach dem "Schritt in die richtige Richtung". Aber: "Trotzdem glaube ich, dass wir noch ein Stück von unserem besten Level entfernt sind." Die nächste Drohung.

L.MacDonald--EWJ

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