English Woman's Journal - FIFA-Machtkampf: Europäische Topligen gegen Infantino

FIFA-Machtkampf: Europäische Topligen gegen Infantino


FIFA-Machtkampf: Europäische Topligen gegen Infantino
FIFA-Machtkampf: Europäische Topligen gegen Infantino / Foto: ANTHONY ANEX - picture-alliance/KEYSTONE/SID

Die europäischen Topligen inklusive der Fußball-Bundesliga stellen sich im Machtkampf beim Weltverband FIFA offenbar geschlossen gegen Präsident Gianni Infantino. Nach Angaben des Chefs der European Leagues, Claudius Schäfer, sind alle 53 Mitgliedsligen aus 34 Ländern - darunter die "Großen Fünf" aus Deutschland, England, Spanien, Italien und Frankreich - "voll auf einer Linie".

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Laut Schäfer hat sein Schweizer Landsmann Infantino "keine Zukunft" bei der FIFA. "Wir sind äußerst besorgt über seine Führung. Wir stellen seine Eignung infrage, weiterhin Präsident zu sein", sagte Schäfer bei The Athletic: "Hier in der Schweiz haben wir einen genauen Blick auf die FIFA, und es scheint, dass der Einfluss des Präsidenten von Jahr zu Jahr gewachsen ist. Wichtige Entscheidungen werden getroffen, ohne sinnvolle Rücksprache mit den Beteiligten, die davon betroffen sein werden."

Infantino, der im März des kommenden Jahres für eine vierte Amtszeit kandidieren will, ist durch seinen inzwischen verworfenen WM-Investorenplan massiv unter Druck geraten. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) verweigert dem Schweizer die Unterstützung, forciert seinen Rückzug und droht mit einem Boykott von FIFA-Turnieren. Auch die Kontinentalverbände aus Asien sowie Nord- und Mittelamerika haben den Ton verschärft. Einzelne nationale Verbände aus den Konföderationen - insbesondere aus Asien - haben Infantino dennoch Unterstützung zugesagt. Ein möglicher Gegenkandidat für die Wahl beim Kongress hat sich bislang nicht aus der Deckung gewagt.

Schäfer zeigte sich mit Blick auf einen aussichtsreichen Gegenkandidaten zuversichtlich. Nach der Wahl müssten "die Rolle und die Aufgaben des FIFA-Präsidenten neu definiert werden", äußerte der Chef der Schweizer Liga: "Wir wollen nie wieder einen Präsidenten, der so mächtig ist wie dieser."

R.Sutherland--EWJ

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