English Woman's Journal - Uefa und zwei weitere Fußballdachverbände erhöhen mit Brief Druck auf Infantino

Uefa und zwei weitere Fußballdachverbände erhöhen mit Brief Druck auf Infantino


Uefa und zwei weitere Fußballdachverbände erhöhen mit Brief Druck auf Infantino
Uefa und zwei weitere Fußballdachverbände erhöhen mit Brief Druck auf Infantino / Foto: David SALAZAR - AFP/Archiv

Mit einem gemeinsamen öffentlichen Brief haben die Fußballdachverbände der Regionen Europa, Nord- und Mittelamerika und Asien den Druck auf den Chef des Weltverbands Fifa, Gianni Infantino, erhöht. Der Fußball gehöre "keinem Einzelnen", erklärten die Präsidenten der Uefa, der Concacaf und der ACF in dem am Montag verbreiteten Schreiben "an die Fußballfamilie". Infantino nannten sie dabei nicht namentlich.

Textgröße ändern:

Infantino steht seit seinem Plan, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft und anderen Turnieren an Investoren zu veräußern, massiv unter Druck. Zwar verzichtete Infantino jüngst angesichts eines Sturms der Entrüstung auf das Vorhaben. Dennoch entzog der europäische Fußballverband Uefa dem Fifa-Chef offiziell das Vertrauen.

Die Fifa verteidigte Infantino am Wochenende in einer Erklärung und und warf Kritikern Desinformation vor. Bereits nach einer Krisensitzung in Marokko hatte die Fifa-Spitze Infantino am Mittwoch volle Rückendeckung gegeben. Infantino sei der "einzige Amtsträger, der von den 211 Fifa-Mitgliedsverbänden gewählt wurde". Die Fifa werde "keinerlei Angriffe auf ihre Integrität dulden" und "alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihren Ruf zu verteidigen".

Die Präsidenten von Uefa, Concacaf und ACF, Aleksander Ceferin, Victor Montagliani und Salman bin Ibrahim Al Chalifa, erklärten nun, die Fifa stelle die Vorgänge als "Kommunikationsversagen" dar, dabei handele es sich um ein "Versagen des Urteilsvermögens". Es gebe einen "grundlegenden Vertrauensbruch gegenüber den Institutionen, denen die Fifa eigentlich zu dienen hat".

Weiter kritisierten die Präsidenten von Uefa, Concacaf und ACF: "Es herrscht Schweigen, wo es Verantwortlichkeit geben sollte, Distanz, wo Transparenz herrschen müsste. Das sind nicht die Eigenschaften, die der Fußball in seiner Führung verdient." Sie fügten hinzu: "Wenn Vertrauen durch Täuschung gebrochen wird, wenn ein Einzelner sich über das Kollektiv stellt, das ihm die Macht anvertraut hat", dann werde die Pflicht des "Dienstes an der Fußballfamilie" aufgegeben.

Infantinos Investoren-Plan, der den derzeitigen Tumult im Weltfußball ausgelöst hatte, sah die Gründung einer kommerziellen Tochtergesellschaft namens Fifa Forward Enterprise (FFE) vor. Sie sollte Wettbewerbe wie die Weltmeisterschaft und die Klub-WM vermarkten. Private Investoren hätten bis zu 20 Prozent der Anteile übernehmen können.

Auf Grundlage einer Bewertung von 20 Milliarden Dollar (17,3 Milliarden Euro) wollte die Fifa bis zu 4,2 Milliarden Dollar einnehmen. Infantino stellte zugleich allen 221 Fifa-Mitgliedern eine Einmalzahlung in Höhe von 20 Millionen Dollar und weitere Fördermittel in Aussicht.

Nach Bekanntwerden dieser Pläne brach ein Sturm der Entrüstung los, es war unter anderem von einem "Ausverkauf" der Seele des Fußballs die Rede. Die Uefa und andere Kontinentalverbände drohten mit einem WM-Boykott.

A.Wallace--EWJ

Empfohlen

Kimmich: Fans sollen "stolz auf Deutschland sein"

Joshua Kimmich will beim Neustart der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp die nach drei WM-Pleiten in Serie enttäuschten Fans zurückgewinnen. "Wir werden alles dafür tun, den Menschen wieder Freude zu bereiten", versprach der DFB-Kapitän bei RTL/Sky und betonte: "Es soll wieder das Gefühl entstehen, mit der Nationalmannschaft mitzufiebern und sich mit ihr identifizieren zu können. Wir wollen den Menschen einen Grund geben, stolz auf Deutschland zu sein."

DLRG: 101 Badetote allein im Juni - im Sommer mehr Badetote als im Vorjahr

In den Sommermonaten hat es in Deutschland zwölf Badetote mehr gegeben als im Sommer 2025. Wie die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) am Mittwoch in Bad Nenndorf mitteilte, ertranken zwischen Ende Mai und dem Ende der Sommerferien 248 Menschen. Besonders viele Tote gab es demnach im Juni, als 101 Menschen ertranken. Lediglich im Juni 2003 hatte es demnach mehr Badetote gegeben.

Bayern-Frauen nach Dämpfer enttäuscht, aber "stolz"

Die Fußballerinnen des FC Bayern fühlen sich trotz des Dämpfers zum Auftakt bereit für die schwere Ligaphase der Champions League. "Wir wissen, was auf uns zukommt", sagte Nationalspielerin Klara Bühl nach dem 2:2 (2:1) gegen den englischen Double-Gewinner Manchestery City: "Wir haben aber heute gezeigt, zu was wir fähig sind."

Klopp-Debüt: ter Stegen zurück, Kimmich zentral - Treus Chance?

15 mögliche Debütanten - und keiner in der Startelf? Jürgen Klopp setzt bei seinem Einstand als 13. Bundestrainer in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes vor allem auf bewährtes Personal. Mindestens einer der zahlreichen Neulinge in seinem XXL-Aufgebot darf sich allerdings wohl berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen: Der Freiburger Philipp Treu gilt vor dem Nations-League-Spiel am Donnerstag (20.45 Uhr/RTL) in Amsterdam gegen die Niederlande als heißer Kandidat für die rechte Abwehrseite.

Textgröße ändern: