Ruder-EM: Achter hofft auf Medaille, Zeidler auf Gold
Die große Gold-Hoffnung heißt Oliver Zeidler, im Fokus steht aber auch der Deutschland-Achter: Nach sechs Jahren ohne Sieg bei einer großen Regatta will das deutsche Flaggschiff bei der am Freitag beginnenden Ruder-EM zumindest wieder eine Medaille. Vor den Wettkämpfen im italienischen Varese hat der Achter daher noch einmal eine Umbesetzung vorgenommen.
Neu im Boot ist Frederik Breuer, der die Position des Schlagmanns übernimmt. "Die ersten Weltcups sind nicht ganz so verlaufen, wie wir uns das erhofft hatten. Mit Freddy bekommen wir einen Typ dazu, der physisch stark ist und internationale Erfahrung mitbringt", sagt Bundestrainerin Sabine Tschäge.
Bei den Weltcups in Sevilla und Luzern war der Achter zuletzt jeweils auf Platz vier gelandet. Von einem Sieg war das Großboot dabei weit entfernt - so wie bei großen Events schon länger. Seit dem EM-Gold 2020 wartet der Achter vergeblich auf einen Titel, auch bei den Europameisterschaften vor einen Jahr war mehr als Rang vier nicht drin gewesen.
Mehr ausrechnen darf sich Olympiasieger Zeidler, der in diese Saison sowohl in Sevilla als auch Luzern im Einer siegte. Der 30-Jährige kann in Varese seinen vierten EM-Titel nach 2019, 2021 und 2024 holen, vor einem Jahr in Plowdiw hatte er mit Blick auf sein Studium auf einen Start verzichtet.
In Bulgarien hatte vor einem Jahr der Frauen-Doppelvierer mit Silber für die einzige deutsche Medaille in den olympischen Bootsklassen gesorgt. Höhepunkt des Ruder-Jahres 2026 sind die Weltmeisterschaften in Amsterdam (24. bis 30. August).
N.M.Shaw--EWJ