Tour-Sturz: Lipowitz erleidet Schlüsselbeinbruch
Der deutsche Radprofi Florian Lipowitz hat bei seinem schweren Sturz im Einzelzeitfahren der Tour de France einen Schlüsselbeinbruch erlitten. Das teilte sein Team Red Bull-Bora-hansgrohe am Dienstagabend mit, nachdem Lipowitz im Anschluss an die 16. Etappe ins Krankenhaus gebracht worden war. Über die Ausfallzeit von Lipowitz gab es vorerst keine konkreten Angaben.
Der Vorjahresdritte war im Einzelzeitfahren in einer Rechtskurve zu Fall gekommen und rauschte bei hoher Geschwindigkeit in eine Absperrung. Der 25-Jährige konnte aufstehen und lief zu einem Krankenwagen, dabei hielt er sich die rechte Schulter. Sein belgischer Teamkollege Remco Evenepoel gewann wenig später die Etappe.
Laut Teamchef Ralph Denk handelte es sich um einen klassischen Rennunfall. Lipowitz sei bereits vor der Unfallkurve am Limit gefahren. "In der entscheidenden Kurve war er letztlich viel zu schnell und ist sie zu optimistisch angegangen. Ich sehe hier keine Schuld bei jemand anderem", sagte Denk im teameigenen Podcast: "Das war ein Rennunfall im Eifer des Gefechts. Wenn es um etwas geht, muss man Risiken eingehen – in diesem Fall hat er ein Stück weit zu viel riskiert."
Lipowitz war als Fünfter der Gesamtwertung in den 26,1 km langen Kampf gegen die Uhr gestartet. Der Unfall ereignete sich im Schlussdrittel der Etappe. Lipowitz lag dabei auf Augenhöhe mit den Podest-Rivalen Isaac Del Toro (UAE Emirates-XRG) und Paul Seixas (Decathlon CMA CGM). "Für Florian tut es mir massiv leid. Aber auch für Remco ist es schade. Wirkliche Etappensieg-Stimmung ist bei uns nicht da", sagte Denk.
Lipowitz war der Durchbruch bei der Tour 2025 gelungen. Damals beendete er die Frankreich-Rundfahrt auf dem Podium, zudem gewann er das Weiße Trikot des besten Jungprofis.
R.Mcintosh--EWJ