English Woman's Journal - Lionel Messi weint: War es sein letzter Tango?

Lionel Messi weint: War es sein letzter Tango?


Lionel Messi weint: War es sein letzter Tango?
Lionel Messi weint: War es sein letzter Tango? / Foto: PAUL ELLIS - SID

Lionel Messi weinte. Er trug die Silbermedaille um den Hals, blickte zu den argentinischen Fans auf der Tribüne und ließ seinen Emotionen freien Lauf. Es sah aus wie ein Abschied für immer, aber keiner, den er sich erträumt hatte. Messi (39) wollte noch einmal Weltmeister werden, sein Lebenswerk krönen, doch in diesem Finale gegen Spanien (0:1 n.V.) war er abgemeldet. Erst trug er sein Schicksal mit Fassung, dann brach es aus ihm heraus.

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"Abseits seiner Teamkollegen, die Hände in die Hüften gestemmt, wird ihm die Realität bewusst: Dies war sein letzter Tango", schrieb die Tageszeitung Clarín. Messi selbst äußerte sich zunächst nicht. Auch Trainer Lionel Scaloni konnte nach dem Spiel noch nicht zur Aufklärung beitragen. "Ich habe nicht mit Leo gesprochen", sagte er. Es sei aber "kristallklar, dass er so lange spielt, wie er es möchte. Ich hoffe, dass jeder auf ihn stolz ist und darauf, was er erreicht hat. Er ist der beste Fußballer der Geschichte. Was er während dieser WM geleistet hat, ist unglaublich."

Messi hatte bereits mit einem emotionalen Post bei Instagram am Vorabend des Spiels die Spekulationen angeheizt. "Danke an jeden meiner Mitspieler, an das Trainerteam und an alle Menschen, die jeden Tag dafür arbeiten, dass diese Nationalmannschaft eine Familie bleibt", schrieb der Kapitän der Albiceleste. Dazu veröffentlichte Messi ein Bild des gesamten Teams, auf dem alle Spieler, Betreuer, der Trainerstab und alle, "die zum Erfolg beitragen", zu sehen sind. Er schrieb: "Ganz egal, was im Finale passiert – dieses Team hat bereits Geschichte geschrieben, die wir niemals vergessen werden und die niemand auslöschen kann."

Hinter dem achtmaligen FIFA-Weltfußballer liegt ein herausragendes Turnier. Messi war an zwölf der 19 Tore Argentiniens beteiligt. Auch wenn er teilweise nur noch spazierte, führte er den Titelverteidiger so wieder ins Endspiel. Für ihn war es das dritte nach 2014 (0:1 n.V. gegen Deutschland) und 2022 (4:2 i.E. gegen Frankreich). Damit zog er mit dem Brasilianer Cafú gleich, ein zweiter WM-Titel blieb ihm jedoch verwehrt.

Sollte Messi tatsächlich seine Nationalmannschaftskarriere beenden (bei seinem Klub Inter Miami hat er noch Vertrag bis Ende 2028), würde er einige WM-Rekorde hinterlassen. Er hält die Bestmarken für die meisten Teilnahmen an Endrunden (6, geteilt mit Cristiano Ronaldo und Guillermo Ochoa), die meisten Spiele (34) und die meisten Siege (23 bis zum Finale). Zudem ist er seit Sonntag der älteste Feldspieler in einem WM-Finale. In der "ewigen" Torjägerliste liegt er auf Platz zwei (21 Tore) hinter dem Franzosen Kylian Mbappé (22).

P.Mitchell--EWJ

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