English Woman's Journal - Sieg in Überzahl: Messi und Co. mit Mühe ins Halbfinale

Sieg in Überzahl: Messi und Co. mit Mühe ins Halbfinale


Sieg in Überzahl: Messi und Co. mit Mühe ins Halbfinale
Sieg in Überzahl: Messi und Co. mit Mühe ins Halbfinale / Foto: Thomas COEX - SID

Fußball-König Lionel Messi kommt der nächsten Krönung nach einem zähen Ringen immer näher. Der Superstar und seine Argentinier besiegten die Schweiz im Viertelfinale von Kansas City mit 3:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung und stehen bei der Mission Titelverteidigung nun in der Runde der letzten vier. Julian Alvarez erlöste mit einem Traumtor in der 110. Minute seinen Kapitän, Zehntausende Argentinier im Stadion und ein ganzes Land. Der eingewechselte Lautaro Martinez setzte den Schlusspunkt (120.+1).

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Es war ein hartes Stück Arbeit gegen wackere Eidgenossen, die ab der 72. Minute nach Gelb-Rot für Breel Embolo in Unterzahl spielten: Argentinien trat alles andere als überzeugend auf und benötigt im Halbfinale gegen England dringend eine Steigerung.

Alexis Mac Allister hatte den Weltmeister zunächst nach einem Eckball von Messi per Kopf in Führung gebracht (10.). Danach ließen es die Argentinier aber immer ruhiger angehen, sie wurden schludrig und wurden von den zunehmend mutigeren Schweizern prompt bestraft: Dan Ndoye erzielte den verdienten Ausgleich (67.). Fünf Minuten später flog Embolo nach VAR-Intervention für eine klare Schwalbe vom Platz. Der aufgebrachte Angreifer war in Tränen aufgelöst.

WM-Rekordtorjäger Messi blieb erstmals nach neun WM-Spielen in Serie ohne eigenen Treffer - bei dieser Endrunde hat er bislang acht erzielt. Mit seiner punktgenauen Hereingabe verbuchte er aber seinen zehnten Scorerpunkt im laufenden Turnier. Trotz eines weitgehend unspektakulären Auftritts gegen die Schweiz lassen Messi und Co. das Land von WM-Titel Nummer vier nach 1978, 1986 und 2022 träumen.

Im Halbfinale am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in Atlanta kommt es aber erst mal zum Giganten-Duell gegen England. Dann will Argentinien als einziges verbliebenes nicht-europäisches Team seine stolze Serie verteidigen: Alle ihre fünf bisherigen WM-Halbfinals haben die Südamerikaner gewonnen. Zugleich werden wieder Erinnerungen wach an das WM-Viertelfinale 1986, als Argentinien auf dem Weg zum Titel England 2:1 besiegte: Dank der "Hand Gottes" und eines Super-Solos von Diego Maradona.

Die Schweiz verlässt die WM-Bühne derweil erhobenen Hauptes. Auch wenn es mit der historischen ersten Halbfinal-Teilnahme nichts wurde: Mit dem Erreichen der Runde der letzten acht gelang den Eidgenossen beim Turnier in Nordamerika der größte WM-Erfolg seit 72 Jahren. Gegen Argentinien fehlte es aber an Kreativität und Präzision im Angriffsspiel, schon im Achtelfinale gegen Kolumbien war die "Nati" in den 120 Minuten ohne Treffer geblieben.

Die Schweizer begannen tatsächlich druckvoll, schnürten den Gegner in den Anfangsminuten in die eigene Hälfte ein - und erhielten beim ersten Angriff der Argentinier dann doch die kalte Dusche. Ein Eckball Messis landete punktgenau bei Mac Allister, der das Leder aus fünf Metern ins Tor wuchtete und das Arrowhead Stadium erstmals vibrieren ließ.

Die Südamerikaner schalteten fortan in den Verwaltungsmodus. Messi gönnte sich seine typischen Messi-Pausen und auch sonst passierte nicht viel. Ohne den Freiburger Shootingstar Johan Manzambi (Knieprellung), mit drei Treffern und zwei Torvorlagen bislang gefährlichster Angreifer der Schweizer, fehlte es an lange an Tempo und Torgefahr - obwohl Argentinien in der Abwehr bisweilen arg schludrig zu Werke ging.

Nach einer guten Stunde aber häuften sich die Chancen für die Schweizer - der Ausgleich fiel beinahe zwangsläufig, auch der gute Torhüter Emiliano Martínez konnte in dieser Szene nicht mehr ausrichten. Für die Schweiz wäre in dieser Phase mehr drin gewesen - Embolo erwies seiner Mannschaft aber einen Bärendienst - was zunehmend zu einem Powerplay der Argentinier führte.

P.Smid--EWJ

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