English Woman's Journal - "Unbewusste Zuckung": Videoreferee Evans verteidigt Handgeste

"Unbewusste Zuckung": Videoreferee Evans verteidigt Handgeste


"Unbewusste Zuckung": Videoreferee Evans verteidigt Handgeste
"Unbewusste Zuckung": Videoreferee Evans verteidigt Handgeste / Foto: ALEXANDER HASSENSTEIN - SID

Der australische Videoschiedsrichter Shaun Evans hat sich nach seiner ungewöhnlichen Handgeste im Vorfeld des Deutschland-Spiels bei der Fußball-WM verteidigt - und ist vom Weltverband FIFA entlastet worden. "Ich möchte klarstellen, dass ich keineswegs absichtlich eine Handbewegung oder ein Symbol gemacht habe, um eine Botschaft, eine Zugehörigkeit, ein Spiel oder eine Weltanschauung jeglicher Art zu vermitteln", sagte der 38-Jährige mehreren Medienberichten zufolge.

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"Die einzige Erklärung, die ich dafür anbieten kann, ist, dass es sich bei der Bewegung um ein unwillkürliches, unbewusstes Zucken handelte und mir in diesem Moment gar nicht bewusst war, dass ich dies getan hatte", sagte Evans. "Bilder, die später während des Spiels aufgenommen wurden, zeigten, dass ich diese Bewegung viele Male wiederholte, während ich einen Stift zwischen den Fingern hielt."

Während der Übertragung des WM-Spiels zwischen dem DFB-Team und Curacao (7:1) in Houston war Evans im Videoraum in Dallas gezeigt worden. In der Sequenz, die einige Sekunden dauerte, formte er mit dem Daumen und Zeigefinger einen Kreis und streckte die übrigen Finger aus. In Sozialen Netzwerken wurde danach spekuliert, ob Evans ein Zeichen gemacht habe, das von rechtsextremen Gruppen als Symbol für "White Power" verwendet wird.

Die FIFA erklärte nach Prüfung des Sachverhalts, sie habe "keine Beweise für Verstöße gegen den FIFA-Disziplinarkodex" gefunden. "Die Berichterstattung über diesen Vorfall spiegelt einfach nicht wider, wer ich bin", sagte Evans: "Natürlich verstehe ich, wie die Geste interpretiert wurde, und das bedauere ich. Ich möchte jedoch ganz klar und kategorisch sagen, dass ich das vorgeschlagene Handzeichen nicht wissentlich oder absichtlich gemacht habe."

Das Antidiskriminierungsnetzwerk Football Against Racism in Europe (FARE) hatte zuvor Konsquenzen gefordert. "Ein weltweites Fernsehpublikum sollte nicht damit konfrontiert werden, dass rechtsextreme Personen Neonazi-Symbole verwenden. Es ist klar, dass dieser Offizielle bei dieser Weltmeisterschaft keine weitere Rolle mehr spielen sollte", hieß es in einer Stellungnahme.

Ch.Anderson--EWJ

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