English Woman's Journal - Gidsel entzaubert: Berlin verliert Königsklassen-Finale erneut

Gidsel entzaubert: Berlin verliert Königsklassen-Finale erneut


Gidsel entzaubert: Berlin verliert Königsklassen-Finale erneut
Gidsel entzaubert: Berlin verliert Königsklassen-Finale erneut / Foto: RONNY HARTMANN - SID

Die Füchse Berlin haben den Sprung auf Europas Handball-Thron erneut verpasst. Beim Final Four in Köln unterlag das Team um den lange glücklosen Welthandballer Mathias Gidsel im Endspiel gegen dem Rekordsieger FC Barcelona 34:37 (16:20) und wartet weiter auf seinen ersten Champions-League-Titel in der Vereinsgeschichte. Im Vorjahr waren die Füchse im Endspiel gescheitert, auch im zweiten Anlauf bleibt der letzte fehlende Titel des Trophäenkabinetts unerreicht.

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Vor mehr als 20.000 Fans in der Lanxess Arena erlaubte sich Berlin in der Offensive zu viele Fehler und fand hinten kaum Mittel gegen das Starensemble Barcelonas. Insbesondere Torhüter Emil Nielsen stoppte Gidsel und die Berliner Angriffe immer wieder mit 14 Paraden. Der Rekordsieger, der seit 54 Spielen in Serie ungeschlagen ist, sammelte seinen 13. Titel in der Königsklasse. Erstmals im 2010 eingeführten Modus verlor ein deutsches Team ein internationales Endspiel.

Im Halbfinale am Samstag hatte Berlin sich beim SC Magdeburg für die Finalniederlage im Vorjahr revanchiert und den Titelverteidiger mit 40:35 (19:17) aus dem Weg geräumt. "Gewonnen ist noch gar nichts", mahnte Geschäftsführer Bob Hanning. Nun sollte der letzte Schritt gelingen. "Es sind nur noch 60 Minuten zu spielen in dieser Saison, aber das sind die allerwichtigsten."

Beide Teams stimmten sich auf ein enges Duell ein. Barcelonas Dika Mem, der ab der Saison 2027/28 für Berlin auflaufen wird, erwartete "ein hartes Spiel" gegen "eine der besten Mannschaften der Welt".

Nachdem das Publikum mit einer Lasershow und Cover-Klängen zu "The Show must Go on" eingeheizt wurde, erwischte Barcelona den besseren Start. Ausgerechnet vorne tat sich Berlin schwer. Gidsel scheiterte dreimal, die Katalanen zogen auf drei Tore davon (6:9/11.). Entscheidend in der Anfangsphase: Barcelonas Torhüter Nielsen mit sechs Paraden (50 Prozent Fangquote) bis zur 15. Minute.

In seiner ersten Auszeit (18.) forderte Füchse-Trainer Nicolej Krickau mehr Breite und: "Keine Zweifel vorne, geht einfach durch." Es gelang kaum. Gidsel leistete sich mehrere Abspielfehler, Barcelona erhöhte auf einen Fünf-Tore-Vorsprung (9:14/22.). Erstmals traf Gidsel in der 25. Minute, mit der Halbzeitsirene traf er zum 16:20.

Es sei "ein Spiel auf ganz, ganz hohem Niveau", sagte DHB-Sportvorstand Ingo Meckes bei Dyn: "Aber ich denke nicht, dass es schon vorentschieden ist."

Mut machte der Auftakt in die zweite Hälfte. Berlin stoppte die ersten beiden Angriffe und verkürzte auf 18:20 (33.). Doch dann drehte Nielsen erneut auf, Barcelona baute seine Führung wieder aus (19:25/38.).

Nach einer Roten Karte gegen Ludovic Fabregas (46.) wachte Berlin wieder auf. Gidsel verkürzte auf 30:32 (53.). Kurz danach sah auch Füchse-Kapitän Max Darj Rot. Beide des Feldes verwiesenen Spieler hatten ihren Gegnern von hinten in den Wurfarm gegriffen. Die Aufholjagd gelang Berlin nicht mehr.

L.McKay--EWJ

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