English Woman's Journal - Olympia-Bewerbung: Auch ohne Hamburg geht's in nächste Phase

Olympia-Bewerbung: Auch ohne Hamburg geht's in nächste Phase


Olympia-Bewerbung: Auch ohne Hamburg geht's in nächste Phase
Olympia-Bewerbung: Auch ohne Hamburg geht's in nächste Phase / Foto: Frank May - Team D/picture alliance/SID

Frust bei den Triebfedern der Hamburger Olympia-Bewerbung um Bürgermeister Peter Tschentscher, Jubel und Genugtuung bei NOlympia - und der DOSB blickt gleich nach vorn: Nachdem Hamburg wie schon 2015 am Nein seiner Bevölkerung gescheitert ist, muss der Deutsche Olympische Sportbund im Casting des nationalen Bewerbers beim Internationalen Olympischen Komitee nun "nur" noch aus dem Trio München, Köln/Rhein-Ruhr und Berlin den Top-Kandidaten finden.

Textgröße ändern:

"Wir müssen uns ab dem 4. Juni genau anschauen: Was sind die Angebote, die uns gemacht werden", sagte der DOSB-Vorstandsvorsitzende Otto Fricke dem NDR. Bis zu diesem Tag, dem kommenden Donnerstag bis 23.59 Uhr, müssen die verbliebenen drei Bewerber ihre finalen Konzepte vorlegen, die dann von einer Evaluierungskommission mit Vertretern aus organisiertem Sport und Politik - letztere vertreten durch Sportministerin Christiane Schenderlein - bewertet wird. Dieses Gremium soll den DOSB-Delegierten vor der entscheidenden Mitgliederversammlung am 26. September in Baden-Baden eine Empfehlung an die Hand geben. Dass diese Empfehlung nun nicht mehr Hamburg heißen kann, wurde beim DOSB halbwegs gelassen hingenommen.

So verwies der frühere Bundestagsabgeordnete Fricke (60), der in Hamburg laut Umfragen ein "Zustimmungspotenzial von 60 Prozent" erwartet hatte, auf die Bilanz von "19 positiven Ergebnissen" bei Referenden (17 NRW-Kommunen plus Kiel sowie München) gegenüber diesem einen negativen Votum. Das Nein aus Hamburg sei Teil des demokratischen Prozesses, die Aussichten auf den Zuschlag durch das IOC für 2036, 2040 oder 2044 sieht Fricke als "recht gut an".

Auch Thomas Weikert wertete das Hamburger Ergebnis nicht als Rückschritt: Es ändere "nichts an der Tatsache, dass die Menschen bundesweit mehrheitlich für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland sind", sagte der DOSB-Präsident.

Die Unterstützung der Bevölkerung ist bei der Entscheidung tatsächlich ein wichtiger Faktor - neben einigen anderen wie internationale Strahlkraft oder Infrastruktur. Bei der öffentlichen Rückendeckung schlägt das Pendel klar Richtung München und NRW, die ihre Referenden jeweils mit Zwei-Drittel-Mehrheiten gewannen. Berlin führte keine Bürgerbefragung durch, dies wird bei aller Unterstützung durch die Politik in der Hauptstadt als Malus angesehen. Der DOSB geht davon aus, dass das IOC die Spiele 2036 frühestens im kommenden Jahr vergeben wird.

D.Findlay--EWJ

Empfohlen

Ausfall bis Ende September: Torhüter Seimen fehlt Stuttgart

Der VfB Stuttgart muss ohne seinen neuen Stammtorhüter Dennis Seimen in die Saison der Fußball-Bundesliga starten. Wie der Champions-League-Teilnehmer am Mittwoch mitteilte, steht der 20-Jährige aufgrund einer Muskelverletzung bis mindestens Ende September nicht zur Verfügung. Seimen verletzte sich an der Oberschenkelrückseite. Auch Offensivspieler Justin Diehl zog sich eine Verletzung zu (Oberschenkelvorderseite) und fällt ebenso aus.

Hainer: "Menschenfänger" Klopp eine gute Lösung

Herbert Hainer hat sich als erster Vertreter des FC Bayern zur Personalie des designierten Bundestrainers Jürgen Klopp geäußert - und das erwartete Engagement rundum begrüßt. "Es braucht jetzt Motivation, Aufbruch, Stimmung. Wir haben ja gute Fußballer und das muss alles geordnet werden. Und ich glaube, dass Jürgen Klopp absolut der Richtige ist", sagte Hainer am Mittwoch in München.

Ecker-Rosendahl und Henkel würdigen Trainer Osenberg

Für Leichtathletik-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl (79) war ihr verstorbener Trainer Gerd Osenberg weit mehr als ein versierter Übungsleiter. "Er konnte sehr gut auf den einzelnen Menschen eingehen – so, dass es einem Spaß gemacht hat, Leistungssport zu machen", sagte die zweimalige Goldmedaillengewinnerin von München 1972 im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Lipowitz bereits operiert: "Er ist mega enttäuscht"

Radprofi Florian Lipowitz ist nach seinem schweren Sturz bei der Tour de France bereits operiert worden und wird voraussichtlich noch bis Donnerstag im Krankenhaus in Frankreich behandelt. Dies teilte Ralph Denk, Teamchef von Red Bull-Bora-hansgrohe, am Mittwoch vor dem Start der 17. Etappe in Chambéry am Mannschaftsbus mit.

Textgröße ändern: