English Woman's Journal - Schweizer Goldtraum geplatzt: Dritte WM-Finalpleite in Folge

Schweizer Goldtraum geplatzt: Dritte WM-Finalpleite in Folge


Schweizer Goldtraum geplatzt: Dritte WM-Finalpleite in Folge
Schweizer Goldtraum geplatzt: Dritte WM-Finalpleite in Folge / Foto: JESPER ZERMAN - picture-alliance/BILDBYRÅN/SID

Die Schweizer Eishockey-Seriensieger sind auch bei ihrer Heim-WM im Finale in einem Overtime-Krimi gescheitert. Nach neun Erfolgen in Zürich zerschellte der Traum vom ersten Weltmeistertitel im Endspiel mit 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:1) nach Verlängerung an der kompromisslosen Defensive Finnlands. Das Team um NHL-Star Roman Josi verlor damit nicht nur das erste Turnierspiel, sondern auch sein drittes WM-Finale nacheinander - und wie im Vorjahr gegen die USA nach torloser regulärer Spielzeit.

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Konsta Helenius (71.) erzielte das Tor für die Finnen, die sich WM-Gold zum fünften Mal sicherten. Die Eidgenossen konnten unter ihrem neuen Chefcoach Jan Cadieux die Erfolgsgeschichte des wegen des Skandals um ein gefälschtes Corona-Impfzertifikat entlassenen Patrick Fischer nicht vollenden. In der perfekten Vorrunden hatten die Gastgeber den Olympiadritten noch mit 4:2 geschlagen.

Die erste Torchance in der Partie, die der DEL-Schiedsrichter André Schrader an der Seite des Schweden Tobias Björk leitete, hatten die aggressiv startenden Finnen: Verteidiger Olli Määttä scheiterte an Torhüter Leonardo Genoni (4.). Erst im ersten Powerplay kamen die Schweizer mit Timo Meier erstmals gefährlich vors Tor (11.). Zuerst jubelten die Finnen, aber zu früh: Anton Lundell schlug den Puck aus der Luft ins Tor, doch Schrader und Co. entschieden nach Videobeweis auf hohen Stock (14.).

Das zweite Drittel begannen die Gastgeber mit fünf gegen drei - dank strittiger Entscheidung der Schiedsrichter. Doch Josi und Co. brachten in doppelter Überzahl keine hochkarätige Chance zustande. Die starke finnische Defensive ließ wenig zu. Erst gegen Ende des Mittelabschnitts kamen die Schweizer besser ins Spiel, die beste Möglichkeit vergab Pius Suter (36.).

Im dritten Drittel hatte Josi das Siegtor auf dem Schläger, doch Torhüter Justus Annunen kratzte den Puck von der Linie (53.). Erst die Overtime brachte die Entscheidung.

Zuvor hatte sensationell Norwegen seine erste WM-Medaille gewonnen. Das Team um den überragenden DEL-Torhüter Henrik Haukeland besiegte im kleinen Finale um Bronze den Rekordweltmeister Kanada mit Superstar Sidney Crosby mit 3:2 nach Verlängerung.

"Ich weiß gar nicht, was ich fühlen soll. Mir fehlen die Worte", sagte Siegtorschütze Noah Steen. Der ehemalige DEL-Stürmer Andreas Martinsen assistierte: "Hätte uns irgendjemand gesagt, unser letztes Spiel wäre um Bronze und ginge in die Verlängerung, hätten wir es genommen."

Im Halbfinale waren die Norweger beim 0:6 gegen die Schweiz noch chancenlos gewesen. Bei der kanadischen NHL-Auswahl, die nominell die meisten Stars aufbot, saß die Enttäuschung nach dem 2:4 gegen Finnland tief - sie fliegt zum dritten Mal in Folge medaillenlos von einer WM nach Hause.

Ch.Reilly--EWJ

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