English Woman's Journal - Eishockey-WM: Underdog Norwegen schnappt Kanada Bronze weg

Eishockey-WM: Underdog Norwegen schnappt Kanada Bronze weg


Eishockey-WM: Underdog Norwegen schnappt Kanada Bronze weg
Eishockey-WM: Underdog Norwegen schnappt Kanada Bronze weg / Foto: Fabrice COFFRINI - SID

Rekordchampion Kanada ist zum dritten Mal in Folge bei einer Eishockey-Weltmeisterschaft leer ausgegangen - während Außenseiter Norwegen seine erste Medaille überhaupt bejubelt. Im Spiel um Platz drei bei der WM in der Schweiz siegten die Nordeuropäer völlig überraschend nach Verlängerung mit 3:2 (1:0, 1:0, 0:2, 1:0) gegen das mit zig NHL-Stars wie Sidney Crosby und Macklin Celebrini gespickte Eishockey-Mutterland. Das goldene Tor in der vierten Minute der Verlängerung erzielte Noah Steen.

Textgröße ändern:

Die Norweger krönten ein sensationelles Turnier. Zunächst setzten sie sich in der stark besetzten Gruppe B vor großen Eishockeynationen wie Tschechien, Schweden oder der Slowakei als Zweiter hinter Kanada durch, im Viertelfinale folgte im Duell der Überraschungsteams ein 2:0 gegen Lettland. Im Halbfinale waren die Nordeuropäer dann gegen eine furios aufspielende Schweiz (0:6) chancenlos - im Duell um Bronze mit Kanada sah das aber ganz anders aus.

Mathias Pettersen (7.) und Stian Solberg (33.) trafen für die Norweger gegen schwache Kanadier, die nach ihrem Siegeszug bis ins Halbfinale am Samstag von Finnland (2:4) unsanft gestoppt worden waren. Mit einem späten Doppelpack brachte Robert Thomas (59., 60.) Kanada noch in die Verlängerung, mit dem Trostpreis Bronze wurde es aber nichts mehr. Kanadas letzte WM-Medaille bleibt das Gold von 2023, bei ihrem 28. Titel besiegte Team Canada damals die deutsche Mannschaft in Tampere (5:2).

Norwegens beste Platzierung bei einer WM war bislang Rang vier aus dem Jahr 1951, das Team mit DEL-Torhüter Henrik Haukeland (Straubing Tigers) gewann erst zum dritten Mal in seiner Länderspielgeschichte gegen Kanada.

Die Schweiz, unterlegener WM-Finalist 2024 und 2025, will sich in Zürich am Abend (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaTV) gegen den Olympia-Dritten Finnland ihren ersehnten ersten WM-Titel holen. Das deutsche Team war wie im vergangenen Jahr in der Gruppenphase ausgeschieden, im kommenden Jahr ist Deutschland WM-Gastgeber.

Ch.Thomson--EWJ

Empfohlen

"Neuer Impuls": Kreis nicht mehr Eishockey-Bundestrainer

Neuer Bundestrainer für die Heim-WM im nächsten Jahr: Nach der verpatzten Weltmeisterschaft haben sich der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und Harold Kreis (67) "einvernehmlich" getrennt. Der eigentlich bis 2027 laufende Vertrag des Deutsch-Kanadiers werde "mit sofortiger Wirkung" beendet, wie es in einer Mitteilung am Freitag hieß. Nun soll ein unbelasteter Bundestrainer das DEB-Team auf das Turnier in Deutschland im nächsten Jahr vorbereiten, ein Nachfolger steht aber noch nicht fest.

WM: Menschenrechtler befürchten "Klima der Angst"

Kurz vor dem Start der Fußball-WM haben Menschenrechtsorganisationen vor einem "Klima der Angst" gewarnt - und weiter Druck auf die FIFA ausgeübt. Der Weltverband verspreche "das größte und inklusivste Turnier" der Geschichte, sagte Andrea Florence von der Sport and Rights Alliance in einer Medienrunde: Weniger als eine Woche vor dem Auftaktspiel der WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) sehe die Realität vor Ort aber "völlig anders" aus.

Williams schlägt auch in Berlin auf

Nach ihrer aufsehenerregenden Comeback-Ankündigung hat Serena Williams nun auch für das WTA-Turnier in Berlin zugesagt. Beim Rasenevent in der Hauptstadt (15. bis 21. Juni 2026) wird Williams wie kommende Wochen im Londoner Queen's Club im Doppel an den Start gehen.

Umfrage: Mehrheit glaubt nicht an deutschen WM-Titel

Eine große Mehrheit der Deutschen traut der Fußball-Nationalmannschaft nicht den Titel bei der Weltmeisterschaft zu. Das geht aus einer Umfrage des ZDF-Politbarometers hervor. Demnach zweifeln 72 Prozent der Befragten an einem Triumph des DFB-Teams bei dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada. Nur 15 Prozent glauben an einen Sieg.

Textgröße ändern: