English Woman's Journal - Eishockey-WM: Revanche für Kanada, Schweiz bezwingt Angstgegner

Eishockey-WM: Revanche für Kanada, Schweiz bezwingt Angstgegner


Eishockey-WM: Revanche für Kanada, Schweiz bezwingt Angstgegner
Eishockey-WM: Revanche für Kanada, Schweiz bezwingt Angstgegner / Foto: FABRICE COFFRINI - SID

Kanada feiert eine kleine Revanche, die Schweiz träumt weiter vom Heimtriumph: Der Rekordchampion und der Gastgeber sind bei der Eishockey-WM ins Halbfinale eingezogen. Die Kanadier schalteten den Erzrivalen und Titelverteidiger USA in der Wiederauflage des Olympia-Endspiels von Mailand mit 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) aus, die Schweizer rangen im Viertelfinale ihren Angstgegner Schweden mit 3:1 (1:1, 2:0, 0:0) nieder.

Textgröße ändern:

Toptalent Macklin Celebrini (19.), Dylan Holloway (30.), Connor Brown (59.) und Superstar Sidney Crosby (59.) führten Kanada in Fribourg in die Vorschlussrunde, vor 95 Tagen hatten die Ahornblätter im Endspiel der Winterspiele gegen das US-Team noch dramatisch mit 1:2 nach Verlängerung verloren. Jet Greaves parierte alle 34 Schüsse des Weltmeisters.

In Zürich brachte Linus Karlsson (7.) die Schweden in Führung. Nachdem ein Powerplay-Treffer der "Tre Kronor" nach Videobeweis aberkannt worden war, glich NHL-Star Roman Josi (14.) aus. Denis Malgin (33.) und Calvin Thürkauf (37.) schossen die Schweizer, die vor der Partie von Tennis-Ikone Roger Federer in der Kabine eingeheizt worden waren, zum Sieg und zum Ende der Negativserie von acht WM-Pleiten nacheinander gegen Schweden.

Norwegen schreibt derweil weiter ein Eishockey-Märchen: Der Außenseiter bezwang Lettland mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) und erreichte zum ersten Mal ein WM-Halbfinale. Tinus Koblar (28.) und Noah Steen (60.) erzielten die Treffer für die Skandinavier, die die Gruppe B sensationell auf Platz zwei beendet hatten. Der Straubinger DEL-Torhüter Henrik Haukeland war in 34 Versuchen nicht zu bezwingen.

Finnland setzte sich mit 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) gegen Tschechien durch. Sakari Manninen (8.), Anton Lundell (15.), Konsta Helenius (22.) und Lenni Hameenaho (56.) trafen für den Olympia-Dritten, Filip Hronek (31.) für den Weltmeister von 2024.

Im Halbfinale am Samstag treffen die Finnen auf Kanada, die Schweiz bekommt es mit Norwegen zu tun.

Die US-Amerikaner verpassen damit die erfolgreiche Titelverteidigung. Der ersatzgeschwächte Titelverteidiger, der in der Schweiz in Matthew Tkachuk nur auf einen Goldmedaillengewinner setzen konnte, hatte bereits in der Vorrunde große Probleme und die Gruppe A knapp vor Deutschland auf Platz vier abgeschlossen, wodurch es bereits früh im Turnier zum Duell der Erzrivalen kam.

B.Jamieson--EWJ

Empfohlen

St. Pauli holt Rapp als Blessin-Nachfolger

Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli hat Marcel Rapp als neuen Trainer verpflichtet. Einen Tag nach der Trennung von Alexander Blessin präsentierten die Hamburger den 47-Jährigen als Nachfolger. Über Rapps Vertragslaufzeit machten die Kiezkicker am Freitag keine Angaben.

"Neuer Impuls": Kreis nicht mehr Eishockey-Bundestrainer

Neuer Bundestrainer für die Heim-WM im nächsten Jahr: Nach der verpatzten Weltmeisterschaft haben sich der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und Harold Kreis (67) "einvernehmlich" getrennt. Der eigentlich bis 2027 laufende Vertrag des Deutsch-Kanadiers werde "mit sofortiger Wirkung" beendet, wie es in einer Mitteilung am Freitag hieß. Nun soll ein unbelasteter Bundestrainer das DEB-Team auf das Turnier in Deutschland im nächsten Jahr vorbereiten, ein Nachfolger steht aber noch nicht fest.

WM: Menschenrechtler befürchten "Klima der Angst"

Kurz vor dem Start der Fußball-WM haben Menschenrechtsorganisationen vor einem "Klima der Angst" gewarnt - und weiter Druck auf die FIFA ausgeübt. Der Weltverband verspreche "das größte und inklusivste Turnier" der Geschichte, sagte Andrea Florence von der Sport and Rights Alliance in einer Medienrunde: Weniger als eine Woche vor dem Auftaktspiel der WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) sehe die Realität vor Ort aber "völlig anders" aus.

Williams schlägt auch in Berlin auf

Nach ihrer aufsehenerregenden Comeback-Ankündigung hat Serena Williams nun auch für das WTA-Turnier in Berlin zugesagt. Beim Rasenevent in der Hauptstadt (15. bis 21. Juni 2026) wird Williams wie kommende Wochen im Londoner Queen's Club im Doppel an den Start gehen.

Textgröße ändern: