English Woman's Journal - Los Angeles: Stadionpersonal droht mit Streik wegen ICE

Los Angeles: Stadionpersonal droht mit Streik wegen ICE


Los Angeles: Stadionpersonal droht mit Streik wegen ICE
Los Angeles: Stadionpersonal droht mit Streik wegen ICE / Foto: Frederic J. BROWN - AFP

Aufgrund der anhaltenden Sorge vor Razzien der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE im Umfeld der Fußball-WM hat eine Gewerkschaft aus Los Angeles ihre Streikandrohung unterstrichen. Beschäftigte des SoFi Stadium kündigten bei einer Protestkundgebung am Montag (Ortszeit) vor der Arena an, dass sie die Arbeit einstellen wollen, sollten ICE-Agenten bei den Partien im kalifornischen Spielort eingesetzt werden.

Textgröße ändern:

Die Gewerkschaft "Unite Here Local 11", die über 30.000 Beschäftigte in Hotels, Flughäfen und Sportarenen vertritt, darunter rund 2000 Beschäftige der WM-Arena in Los Angeles, fordert bundesweite Garantien, dass ICE bei keinem der acht WM-Spiele in Los Angeles zum Einsatz kommen wird. Medienberichten zufolge hatte die Gewerkschaft zuletzt in dieser Frage bereits eine formelle Beschwerde gegen den Weltverband FIFA und weitere Organisationen bei der unabhängigen US-Bundesbehörde National Labor Relations Board (NLRB) eingereicht.

Die Präsenz von ICE schaffe ein "Klima der Angst", lautete einer der Vorwürfe der Gewerkschaft. "ICE sollte bei diesen Spielen keine Rolle spielen", sagte Isaac Martinez, angestellt als Stadionkoch, bei der Kundgebung: "Wir wollen nicht in Angst zur Arbeit kommen oder Angst haben, auf dem Heimweg festgenommen zu werden. Wenn wir keine Einigung erzielen, sind meine Kollegen und ich bereit zu streiken."

Zudem wurden knapp einen Monat vor dem Turnier (11. Juni bis 19. Juli) Bedenken geäußert hinsichtlich des Akkreditierungsverfahrens der FIFA, das von den Beschäftigten verlangt, vor dem Turnier persönliche Daten einzureichen. "Wir fordern die FIFA auf, unsere Informationen nicht an ICE-Behörden, ausländische Staaten oder Geheimdienste weiterzugeben", sagte die Stadionangestellte Yolanda Fierro.

ICE-Direktor Todd Lyons hatte im Februar erklärt, dass seine Behörde während des Turniers eine Schlüsselrolle für die Sicherheit spielen werde. In der Öffentlichkeit wachsen seitdem Bedenken, dass ICE auch rund um die WM-Spiele aktiv werden könnte. Bei Einsätzen von ICE-Agenten wurden zu Beginn des Jahres in Minneapolis zwei Menschen erschossen.

In der Heimstätte der NFL-Teams Los Angeles Chargers und Rams im Vorort Inglewood sollen acht WM-Spiele stattfinden, unter anderem das Eröffnungsspiel des US-Teams gegen Paraguay (13. Juni).

L.MacDonald--EWJ

Empfohlen

Tour: Philipsen siegt - Engelhardts Flucht nicht belohnt

Der bislang so bitterlich enttäuschende belgische Sprintstar Jasper Philipsen hat seinen ersten Etappensieg bei der 113. Tour de France gefeiert, für die deutschen Radprofis erfüllte sich am Tag nach dem Drama um Florian Lipowitz der Traum vom ersten Tageserfolg seit fünf Jahren dagegen nicht. Während Philipsen im Spurt einer großen Gruppe nach 174,7 km in Voiron triumphierte, kam der deutsche Meister Felix Engelhardt bei einem mutigen Fluchtversuch nicht durch.

Ausfall bis Ende September: Torhüter Seimen fehlt Stuttgart

Der VfB Stuttgart muss ohne seinen neuen Stammtorhüter Dennis Seimen in die Saison der Fußball-Bundesliga starten. Wie der Champions-League-Teilnehmer am Mittwoch mitteilte, steht der 20-Jährige aufgrund einer Muskelverletzung bis mindestens Ende September nicht zur Verfügung. Seimen verletzte sich an der Oberschenkelrückseite. Auch Offensivspieler Justin Diehl zog sich eine Verletzung zu (Oberschenkelvorderseite) und fällt ebenso aus.

Hainer: "Menschenfänger" Klopp eine gute Lösung

Herbert Hainer hat sich als erster Vertreter des FC Bayern zur Personalie des designierten Bundestrainers Jürgen Klopp geäußert - und das erwartete Engagement rundum begrüßt. "Es braucht jetzt Motivation, Aufbruch, Stimmung. Wir haben ja gute Fußballer und das muss alles geordnet werden. Und ich glaube, dass Jürgen Klopp absolut der Richtige ist", sagte Hainer am Mittwoch in München.

Ecker-Rosendahl und Henkel würdigen Trainer Osenberg

Für Leichtathletik-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl (79) war ihr verstorbener Trainer Gerd Osenberg weit mehr als ein versierter Übungsleiter. "Er konnte sehr gut auf den einzelnen Menschen eingehen – so, dass es einem Spaß gemacht hat, Leistungssport zu machen", sagte die zweimalige Goldmedaillengewinnerin von München 1972 im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Textgröße ändern: