English Woman's Journal - Dominant, ratlos, dominant: Zverev im Halbfinale von München

Dominant, ratlos, dominant: Zverev im Halbfinale von München


Dominant, ratlos, dominant: Zverev im Halbfinale von München
Dominant, ratlos, dominant: Zverev im Halbfinale von München / Foto: Steffie Wunderl - picture-alliance/SID

Alexander Zverev jammerte, blickte ratlos in seine Box - doch am Ende huschte ein zufriedenes Lächeln über sein Gesicht. Trotz einer stark schwankenden Leistung hat der Titelverteidiger beim ATP-Turnier in München das Halbfinale erreicht. Nach einem 5:7, 6:0, 6:2 gegen den unbequemen Argentinier Francisco Cerúndolo trifft der topgesetzte Hamburger am Samstag auf Flavio Cobolli aus Italien: Der 16. der Weltrangliste ist beim MTTC Iphitos an Nummer vier gesetzt.

Textgröße ändern:

Im Viertelfinale hatte bei Sonnenschein zunächst alles nach einer klaren Angelegenheit für Zverev ausgesehen. Nach einem Blitzstart im ersten Satz schlug er bereits zum 5:1 auf, verlor dann aber den Faden. Cerúndolo, im ATP-Ranking auf Position 19 geführt, nutzte dabei die Fehler von Zverev konsequent aus. Nach dem ersten Satz ging der Weltranglistendritte dann aber sehr entschlossen zu Werke, dominierte den zweiten Durchgang, zeigte sich nerven- und kampfstark im dritten - und wurde nach x:xx Stunden vom Publikum bejubelt.

Zverev war bewusst gewesen, dass er es gegen Cerúndolo nicht so leicht haben würde wie im Achtelfinale gegen den Kanadier Gabriel Diallo (6:1, 6:2). Von sieben Matches gegen den Argentinier hatte er die vergangenen vier gewonnen - allerdings fanden diese vier Duelle jeweils auf einem Hartplatz statt. Bei den ersten drei Matches war auf Sand gespielt worden, die deutsche Nummer eins verlor alle drei.

Im achten Duell der beiden spielte Zverev zunächst sehr konzentriert, ließ seinen Gegner aber nach dem 4:1 im ersten Satz und bei eigenem Aufschlag durch eigene Unsicherheiten zurück ins Match kommen. Der 28-Jährige diskutierte mit seiner Box, rief unter anderem ein wenig ratlos: "Was ist das?!" Cerúndolo nutzte die Schwächephase nervenstark aus riss mit seinem dritten Break nach 56 Minuten den ersten Satz an sich.

Danach trat Zverev erneut wie verwandelt auf. Im zweiten Satz dominierte er beinahe nach Belieben - erst im dritten Durchgang wurde es wieder ein wenig anstrengender. Erneut aber gelang Zverev zum 3:1 ein frühes Break, ein Vorsprung, den er entschlossen verteidigte. Nach einem weiteren Break zum 5:2 war ihm der Sieg endgültig sicher.

L.Paterson--EWJ

Empfohlen

"Lokomotive" Carapaz stampft an Pogacars Sorgentag zum Bergsieg

Richard Carapaz breitete vor der Traumkulisse der Alpen-Dreitausender die Arme aus, dank sank er völlig erschöpft und überglücklich auf seinem Lenker zusammen. Der Kletterkünstler aus Ecuador hat die Probleme beim offenbar kränkelnden UAE-Team von Superstar Tadej Pogacar genutzt und in seiner unnachahmlichen Art bei der Tour de France den Auftakt der Alpen-Trilogie gewonnen.

Trainersuche in Italien: Auch Ancelotti im Visier

Das Warten auf einen neuen Trainer der italienischen Fußball-Nationalmannschaft geht weiter. Die neuen Verantwortlichen des Verbandes FIGC wollten sich am Donnerstag nach einer gemeinsamen Sitzung mit Vertretern der Liga nicht zu konkreten Äußerungen verleiten lassen. "Ideal wäre es, innerhalb einer Woche einen Trainer zu ernennen, aber noch wichtiger ist es, auf die Person zu warten, die wir wirklich wollen", sagte Italiens Fußball-Ikone Paolo Maldini, der neue Technische Direktor der FIGC.

Kitzbühel: Hanfmann zieht ins Halbfinale ein

Yannick Hanfmann ist beim ATP-Turnier in Kitzbühel mit einer starken Vorstellung in die Runde der letzten vier eingezogen. Der 34 Jahre alte Karlsruher setzt sich im Viertelfinale mit 6:3, 6:1 gegen den Argentinier Sebastián Baez durch, das Turnier in den Tiroler Alpen erweist sich damit weiterhin als gutes Pflaster für den Routinier.

"Fall Balogun": Norwegen will Beschwerde einreichen

Norwegens Fußball-Chefin Lise Klaveness hat eine formelle Beschwerde des Norwegischen Fußballverbands (NFF) gegen die FIFA im "Fall Balogun" angekündigt. Es sei "sehr wichtig, dass wir offen darüber kommunizieren", erklärte die Verbandspräsidentin in einem am Donnerstag veröffentlichen Interview mit der britischen Zeitung The Times: "Wir alle wissen, dass dieses Urteil von außen beeinflusst wurde und nicht auf einem ordnungsgemäßen Verfahren beruhte."

Textgröße ändern: