English Woman's Journal - Hoeneß schimpft: DFB stellt sich vor Dingert

Hoeneß schimpft: DFB stellt sich vor Dingert


Hoeneß schimpft: DFB stellt sich vor Dingert
Hoeneß schimpft: DFB stellt sich vor Dingert / Foto: Frank Hoermann - IMAGO/Sven Simon/SID

Die scharfe Kritik von Uli Hoeneß an Schiedsrichter Christian Dingert hat beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) für Unverständnis gesorgt. Der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters Bayern München hatte der Bild zufolge nach dem 1:1 (0:1) bei Bayer Leverkusen geschimpft: "Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe."

Textgröße ändern:

Der DFB ließ die drastischen Worte des 74-Jährigen so nicht stehen. "Das können wir nicht bestätigen", konterte Alexander Feuerherdt, Leiter Kommunikation und Medienarbeit der DFB Schiri GmbH, in der AZ: "Vor allem die spielrelevanten Entscheidungen waren korrekt oder zumindest vertretbar - mit Ausnahme der Gelb-Roten Karte, wie Schiedsrichter Christian Dingert ja auch selbst eingeräumt hat."

Feuerherdt mutmaßte: "Vielleicht hat es die Meinung von Uli Hoeneß beeinflusst, dass die Mehrheit dieser spielrelevanten Entscheidungen gegen den FC Bayern getroffen wurde. Aber wir sprechen hier ja keineswegs von skandalträchtigen Fehlern."

Dingert hatte bei der Partie am Samstagnachmittag immer wieder im Fokus gestanden. Der Schiedsrichter verweigerte zwei Bayern-Treffern jeweils wegen Handspiels die Anerkennung, dazu schickte er Nicolas Jackson nach einem groben Foul mit Rot vom Feld. Luis Díaz sah in der Schlussphase Gelb-Rot aufgrund einer vermeintlichen Schwalbe.

Der Platzverweis gegen den Kolumbianer sei eine "wichtige Fehlentscheidung, mit der wir nicht zufrieden sind", kritisierte Bayerns Trainer Vincent Kompany im Anschluss. Dingert räumte den Fehler bei Sky ein. "Wenn ich jetzt die Bilder sehe, ist es kein Elfmeter. Gelb-Rot ist sehr hart, das würde ich jetzt nicht mehr so geben", sagte er.

Es habe sich "so angefühlt, als ob so alles, was 50:50 war, gegen uns war", sagte Sportvorstand Max Eberl, nachdem er mit Dingert das Gespräch gesucht hatte. "Für ihn war klar, dass das eine Schwalbe war, aber er hat jetzt die Bilder gesehen und gesagt, es war keine Gelb-Rote Karte. Sehr ehrenvoll, es hat uns in dem Fall nichts genutzt."

Ch.Anderson--EWJ

Empfohlen

Klopp öffnet vielen Spielern die Tür

Jürgen Klopp erwartet von seinen Nationalspielern volle Einsatzbereitschaft. "Wer Gas gibt, wird mit mir viel Spaß haben", sagte der neue Fußball-Bundestrainer bei seiner Vorstellung am Freitag in Frankfurt/Main.

De la Fuente über argentinische Aggressionen: "Inakzeptabel"

Spaniens Weltmeistertrainer Luis de la Fuente hat das Verhalten mehrerer argentinischer Spieler und von Teilen des Trainerstaffs nach dem WM-Finale als "inakzeptabel" bezeichnet. "In dem Moment habe ich es gar nicht mitbekommen. Ich habe gefeiert und meine Mitspieler umarmt", sagte de la Fuente im spanischen Fernsehen: "Aber auf jeden Fall ist das unerträglich, inakzeptabel, das darf nicht sein."

"Messias oder bloße Kosmetik?" Klopps erste PK unter Beobachtung

Jürgen Klopps erster Auftritt als Fußball-Bundestrainer hat auch im Ausland mächtig Interesse hervorgerufen. In der Schweiz und Österreich tickerten mehrere Medien die Pressekonferenz am Freitagvormittag in Frankfurt am Main live, auch in Klopps früherer Wahlheimat England schaute die Presse ganz genau hin. Für die meiste Aufregung sorgte Klopps Ansage: "Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg!"

Klopp warnt die Medien: "Dann bin ich weg!"

Der neue Fußball-Bundestrainer Jürgen Klopp hat bei seiner Vorstellung gleich eine deutliche Warnung an die Medien gesendet. "Wenn ihr euch daneben benehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg, um es klar zu sagen", betonte der 59-Jährige am Freitag auf dem Frankfurter DFB-Campus.

Textgröße ändern: