English Woman's Journal - Happy End mit Verspätung: Walter holt erneut Bronze

Happy End mit Verspätung: Walter holt erneut Bronze


Happy End mit Verspätung: Walter holt erneut Bronze
Happy End mit Verspätung: Walter holt erneut Bronze / Foto: Laci Perenyi - IMAGO/SID

Leonie Maria Walter hat sich nach einem erneuten Drama ihre dritte Bronzemedaille bei den Paralympics in Norditalien gesichert. In der Klasse der Sehbehinderten hatte die 22-Jährige ein technisches Problem beim ersten Schießen - und rückte erst nach dem Rennen durch eine Zeitgutschrift aufs Podest. "Ich glaube, dass es an der Sonne lag. Ich hatte keinen klaren Ton", sagte Walter in der ARD: "Durch die Spiegelung vom Schnee auf die Scheibe, ist der Infrarotstrahl gestört worden. Wenn ich keinen klaren Ton habe, kann ich auch nicht treffen".

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Walter wechselte den Stand und räumte dort alle Scheiben ab. Schließlich lief sie als Fünfte ins Ziel, rückte aber dank einer Zeitgutschrift von 51 Sekunden auf Rang drei vor. Nach Protest des tschechischen Teams, dessen Athletin Simona Bubenickova als Dritte ins Ziel gelaufen war, stand das Ergebnis erst mehr als anderthalb Stunden nach dem Zieleinlauf offiziell fest. Schließlich erhielten sowohl Walter als auch Bubenickova Bronze. "Eine vernünftige Entscheidung", sagte Bundestrainer Ralf Rombach.

Letztlich fehlten Walter nach der Zeitgutschrift sogar nur noch 21,1 Sekunden auf Siegerin Carina Edlingerova und 11,2 Sekunden zur zweitplatzierten Chinesin Wang Yue. Es war nach jeweils Bronze im Biathlon-Sprint sowie im Langlauf über 10 km Walters dritte Medaille in Norditalien. Schon im Langlauf-Sprint hatte sie ein Drama erlebt, als sie nach ihrem zweiten Platz wegen eines Technikfehlers von Guide Christian Krasman disqualifiziert wurde.

Das Problem habe es am Schießstand von Tesero bereits beim Testwettkampf im Vorwinter gegeben, erzählte Walter: "Ich habe mich schon sehr geärgert, weil man nicht so genau weiß, wo man danach liegt. Es hat es auf jeden Fall nicht leichter gemacht." Es sei danach "schwierig für den Kopf, nochmal sauber zu schießen und Gas zu geben, weil man denkt, dass man jetzt hinten liegt", sagte Krasman. Deshalb sei das letztliche Happy End "superkrass".

Für Walter ist es insgesamt ihre siebte Paralympics-Medaille. Johanna Recktenwald kam im selben Rennen mit ihrem Aushilfs-Guide Adrian Schuler nach einem Schießfehler auf Rang fünf, direkt dahinter landete Linn Kazmaier mit Guide Florian Baumann auf Rang sechs. Bei den Männern holte Lennart Volkert mit Begleitläufer Nils Kolb als Vierter sein bestes Ergebnis bei Paralympics, 38 Sekunden fehlten zu Bronze.

N.Macleod--EWJ

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