English Woman's Journal - Wolfsburg trennt sich von Bauer und Christiansen - Hecking im Anflug

Wolfsburg trennt sich von Bauer und Christiansen - Hecking im Anflug


Wolfsburg trennt sich von Bauer und Christiansen - Hecking im Anflug
Wolfsburg trennt sich von Bauer und Christiansen - Hecking im Anflug / Foto: THOMAS KIENZLE - SID

Der kriselnde Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat sich von Trainer Daniel Bauer und Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen getrennt. Dies verkündeten die Wölfe am Tag nach der 1:2 (1:1)-Heimniederlage gegen den Hamburger SV am Samstag. Als Nachfolger für Bauer soll Medienberichten zufolge Ex-Coach Dieter Hecking bereitstehen, der VfL kündigte eine zeitnahe Bekanntgabe an.

Textgröße ändern:

"Diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen", sagte Sportdirektor Pirmin Schwegler zur Trennung von Bauer: "Wir haben gehofft, die Wende gemeinsam hinzubekommen. In der Analyse der Gesamtsituation sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir der Mannschaft einen neuen Impuls geben müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen."

Unter dem vorherigen U19-Trainer Bauer, der erst im November das Amt von Paul Simonis übernommen hatte, kassierten die Wölfe in 15 Spielen neun Niederlagen. Seit acht Partien wartet der VfL auf einen Sieg, es ist die schlechteste Saison in der Vereinsgeschichte seit dem Aufstieg 1997. Als Tabellen-17. droht der erstmalige Abstieg aus der Bundesliga.

Der sportliche Negativtrend kostete auch Christiansen den Job. "Als Geschäftsführer Sport hat er den personellen Umbruch im Frauenfußball gemeinsam mit unserer sportlichen Leitung erfolgreich gemeistert. Bei den Männern fehlten leider die sportlichen Ergebnisse", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Sebastian Rudolph: "Deswegen haben wir entschieden, die Zusammenarbeit mit ihm zu beenden."

Die Lage bei den Niedersachsen ist kritisch. Am Samstag entlud sich der Frust der Fans in Gesängen ("Wir haben die Schnauze voll") und im Zünden von Pyrotechnik. Auch die Mannschaft wurde beschimpft. Kapitän Maximilian Arnold sprach von "Frustration pur".

Bauer hatte bereits nach der 0:4-Niederlage beim VfB Stuttgart in der Vorwoche von internen Schwierigkeiten gesprochen. "Fakt ist, dass wir viele Strukturen ändern müssen, dass die Atmosphäre, die Kultur innerhalb des Klubs aktuell auch nicht bundesligatauglich ist", hatte der Coach erklärt.

Nun soll wohl Hecking folgen, er arbeitete bereits von 2013 bis 2016 in Wolfsburg. Unter dem Trainerroutinier gewannen die Autostädter den DFB-Pokal und Supercup. Im September des vergangenen Jahres war Hecking beim Zweitligisten VfL Bochum entlassen worden. Auch beim Revierklub war der 61-Jährige als "Feuerwehrmann" installiert worden, den Klassenerhalt in der Bundesliga schaffte Hecking allerdings nicht.

P.Mitchell--EWJ

Empfohlen

Milan gewinnt Derby - Joker Füllkrug unauffällig

Niclas Füllkrug hat sein erstes Mailänder Derby gewonnen, dabei aber keine Argumente für eine WM-Nominierung sammeln können. Beim 1:0 (1:0)-Heimsieg der AC Mailand gegen den Stadtrivalen Inter wurde der Stürmer erneut erst in der Schlussphase eingewechselt. Als Joker ab der 73. Minute konnte der frühere Bremer und Dortmunder in einer zerfahrenen Schlussphase kaum Akzente setzen.

Nach langer Überzahl: Werder siegt bei Union

Werder Bremen hat im Kampf um den Klassenerhalt den nächsten Befreiungsschlag gelandet und Union Berlin in den Abstiegsstrudel der Fußball-Bundesliga gezogen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune verdiente sich zum Abschluss des 25. Spieltags nach über 75-minütiger Überzahl ein wichtiges 4:1 (2:1) in Berlin und verließ nach dem zweiten Sieg nacheinander den Relegationsplatz.

3. Liga: Duisburg hält Kontakt zur Tabellenspitze

Der MSV Duisburg hat im engen Aufstiegsrennen der 3. Fußball-Liga aufgeholt. Vor heimischer Kulisse setzte sich das Team von Trainer Dietmar Hirsch mit 4:2 (1:1) gegen den 1. FC Saarbrücken durch, nach zuletzt zwei Unentschieden in Folge halten die drittplatzierten Meidericher mit nun 51 Punkten den Kontakt zu den direkten Aufstiegsplätzen.

Kein Sieger am Millerntor: Frankfurt auswärts weiter blass

Viel Ballbesitz, wenig Ertrag: Eintracht Frankfurt bekommt seine Auswärtsschwäche in der Bundesliga auch unter Trainer Albert Riera nicht in den Griff. Gegen den Abstiegskandidaten FC St. Pauli kam der Favorit nach einer unkreativen Leistung nicht über 0:0 hinaus - und war dabei auch noch im Aluminium-Glück.

Textgröße ändern: