English Woman's Journal - Gündogan: "Man hat nie Feierabend vom Druck"

Gündogan: "Man hat nie Feierabend vom Druck"


Gündogan: "Man hat nie Feierabend vom Druck"
Gündogan: "Man hat nie Feierabend vom Druck" / Foto: OZAN KOSE - SID

Ilkay Gündogan sieht Spitzenfußballer von der Öffentlichkeit mitunter falsch beurteilt. "Viele glauben, dass Erfolg und Geld wie ein Schutzschild wirken, dass man keine Sorgen mehr hat, sobald man 'es geschafft' hat", sagte der frühere DFB-Kapitän der FAZ und betonte: "Aber der größte Irrtum ist, dass man als Profi aufhört, ein Mensch mit Zweifeln zu sein."

Textgröße ändern:

Fußballer würden "oft nur noch als 'Maschine' wahrgenommen, die am Spieltag funktionieren muss", klagte Gündogan und erklärte: "Man hat eigentlich nie wirklich Feierabend von diesem Druck; er schwingt immer im Hintergrund mit, egal wo man ist. Man muss erst lernen, sich den Kern seiner eigenen Persönlichkeit zu bewahren, damit man nicht nur über seine Leistung definiert wird."

Überhaupt sieht der 35 Jahre alte Mittelfeldspieler von Galatasaray eine "immer stärker werdende Brutalität des ganzen Geschäfts. Von Zero to Hero und umgekehrt wird gefühlt von Jahr zu Jahr extremer. Damit steigen die mentalen Herausforderungen, vor allem für junge Spieler und deren Umfelder."

Einen "guten Spieler" erkennt Gündogan "an seinem ersten Kontakt und seiner Orientierung im Raum, noch bevor der Ball ihn erreicht. Ein guter Spieler spielt nicht nur den Ball, er spielt mit der Zeit und dem Raum." Und der beste ist, natürlich: Lionel Messi. "Er entzieht sich jeder taktischen Logik. Man kann ihn 80 Minuten lang kontrollieren, und in den restlichen zehn zerstört er das gesamte taktische Konstrukt." Einen wie Messi, meinte Gündogan, werde es wohl "auf Jahrzehnte hinaus nicht mehr geben".

D.Findlay--EWJ

Empfohlen

Vor Bergamo: Bayern bangen um Neuer

Fußball-Rekordmeister Bayern München bangt vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Atalanta Bergamo um Kapitän Manuel Neuer. "Er hat ein bisschen was gespürt an der Wade. Das ist natürlich sehr kurzfristig bis zum nächsten Spiel", sagte Trainer Vincent Kompany bei Sky nach dem 4:1 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach, bei dem Neuer zur Halbzeit ausgewechselt worden war.

Mihambo beim ISTAF Indoor Zweite - Ogunleye auf Rang drei

Weitsprung-Star Malaika Mihambo hat ihren sechsten Sieg beim Berliner ISTAF Indoor nur knapp verpasst. Die Olympiasiegerin von Tokio belegte mit 6,57 Metern Rang zwei und stellte damit ihre eigene Hallen-Saisonbestleistung ein, die sie erst vor einer Woche bei den deutschen Meisterschaften in Dortmund aufgestellt hatte. An ihren Meetingrekord von 7,07 Metern kam die 32-Jährige diesmal nicht heran.

Kein Kane, kein Problem: Bayern schlagen Gladbach

Es geht auch ohne Harry Kane: Der FC Bayern ist in Abwesenheit seines verletzten Starstürmers mit einem Sieg in heiße März-Wochen gestartet. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany zementierte beim völlig ungefährdeten 4:1 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach seine Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga und feierte eine gelungene Generalprobe für das Champions-League-Duell mit Atalanta Bergamo.

Indian Wells: Ausgeruhter Zverev souverän in Runde drei

Nach seinem Turniersieg im Doppel ist Alexander Zverev beim ersten Masters des Jahres in Indian Wells souverän in die dritte Runde eingezogen. Bei seinem späteren Turniereinstieg dank eines Freiloses in Runde eins setzte sich der deutsche Tennis-Star gegen den Italiener Matteo Berrettini mit 6:3, 6:4 durch.

Textgröße ändern: