English Woman's Journal - Preuß über Staffel-Drama: "Nicht schön und tut weh"

Preuß über Staffel-Drama: "Nicht schön und tut weh"


Preuß über Staffel-Drama: "Nicht schön und tut weh"
Preuß über Staffel-Drama: "Nicht schön und tut weh" / Foto: FRANCK FIFE - SID

Biathletin Franziska Preuß hat sich über 24 Stunden nach ihrem erneuten Drama am Schießstand erstmals zu Wort gemeldet. "Gestern war natürlich kein schöner Tag. Gerade bei einer Staffel ist das immer besonders hart", sagte Deutschlands Sportlerin des Jahres am Donnerstag: "Mir tut es wahnsinnig leid für die anderen drei Mädels und auch für das ganze Team."

Textgröße ändern:

Preuß war in der Staffel als zweite Läuferin ihres Teams gelaufen. In Führung liegend handelte sie der deutschen Mannschaft beim Stehendschießen eine Strafrunde ein. Deutschland fiel zurück, am Ende blieb nur Platz vier. Im Anschluss war Preuß untröstlich, wortlos ging sie nach dem Rennen ins Hotel.

Entsprechend sei "die Stimmung natürlich nicht besonders gut" gewesen, sagte Preuß, "und man braucht auch einfach ein bisschen Zeit, um das zu verdauen. Vor allem, weil ich den ganzen Winter schon mit solchen Situationen kämpfe."

Man probiere "jedes Mal wieder etwas Neues, baut sich wieder auf, und trotzdem ist es dann oft wie ein Blackout, sobald ich auf der Matte stehe", meinte Preuß, die bereits in allen anderen Rennen zuvor am Schießstand gepatzt hatte: "Das ist natürlich nicht schön und tut weh."

Sie versuche nun vor dem abschließenden Massenstart am Samstag (14.15 Uhr/ARD und Eurosport), dass das letzte Rennen ihrer Karriere sein könnte, "nochmal den Kopf frei zu bekommen", was bei den Winterspielen in Antholz "nicht ganz so einfach" sei, "weil es wenig Möglichkeiten gibt, sich abzulenken". Aber sie "versuche alles, damit ich am Samstag wieder mit einem Lächeln am Start stehe und einfach die Freude am Biathlon wieder spüre".

A.Wallace--EWJ

Empfohlen

Gratz überzeugt beim Auftaktsieg von Braathen

Nach Emma Aicher ist auch ihrem Mannschaftskollegen Fabian Gratz ein erfolgreicher Start in den Ski-Weltcup gelungen. Beim tückischen Riesenslalom auf dem Rettenbachglatscher in Sölden fuhr der 29-Jährige bei widrigen und wechselnden Verhältnissen zwar nicht auf das Podest, bestätigte mit Rang sechs und dem damit zweitbesten Resultat seiner Karriere aber seine Zugehörigkeit zur Weltklasse.

Trotz Ukraine-Krieges: Russland richtet Gewichtheben-WM aus

Trotz des fortwährenden Angriffskrieges in der Ukraine wird Russland 2030 die Weltmeisterschaften im Gewichtheben austragen. Der Weltverband IWF teilte am Sonntag mit, dass die Wettkämpfe in Moskau stattfinden werden. Der IWF ist der erste olympische Fachverband, der Russland seit 2022 wieder die Ausrichtung eines sportlichen Weltereignisses überträgt.

FC Bayern: Dreesen würdigt Kane

Die Wahlzettel sind bereits ausgewertet, doch vor der offiziellen Verkündung des Gewinners des Ballon d'Or hat Bayern Münchens Klubchef Jan-Christian Dreesen trotzdem noch einmal ein Loblied auf Harry Kane gesungen. Kane stelle "Jahr für Jahr neue Rekorde auf, aber seine 73 Tore für den FC Bayern und die englische Nationalmannschaft sprechen diesmal eine ganz besondere Sprache", sagte Dreesen im Interview mit Münchner Merkur/tz. Verliehen wird die Auszeichnung am Montagabend in London.

Ärger mit Fahrradboten: Petros verpasst Frankfurt-Sieg

Deutschlands Marathon-Star Amanal Petros hat nach einem Scharmützel mit einem Essenslieferanten kurz vor dem Ziel den möglichen Sieg beim Frankfurt-Marathon verpasst. In Führung liegend geriet der Europameister mit dem Boten, der mit seinem Fahrrad auf der Ideallinie gehalten hatte, kurz aneinander und aus dem Rhythmus.

Textgröße ändern: