English Woman's Journal - "Empörend": Ukraine verurteilt Russen-Teilnahme an Paralympics

"Empörend": Ukraine verurteilt Russen-Teilnahme an Paralympics


"Empörend": Ukraine verurteilt Russen-Teilnahme an Paralympics
"Empörend": Ukraine verurteilt Russen-Teilnahme an Paralympics / Foto: ANATOLII STEPANOV - SID

Der ukrainische Sportminister Matwiy Bidny hat die Zulassung sechs russischer und vier belarussischer Athleten unter eigener Flagge für die Paralympischen Winterspiele aufs Schärfste verurteilt. "Die Entscheidung der Organisatoren der Paralympics, Mördern und ihren Komplizen die Teilnahme an den Paralympischen Spielen unter nationaler Flagge zu gestatten, ist sowohl enttäuschend als auch empörend", schrieb Bidny am Mittwochmorgen in den Sozialen Medien.

Textgröße ändern:

Aus seiner Sicht hätten die Flaggen von Russland und Belarus "keinen Platz bei internationalen Sportveranstaltungen, die für Fairness, Integrität und Respekt stehen", führte der 46-Jährige aus. Denn dies seien "Flaggen von Regimes, die den Sport zu einem Instrument des Krieges, der Lügen und der Verachtung gemacht haben". In Russland sei "der paralympische Sport zu einer Stütze für diejenigen geworden, die Putin in die Ukraine geschickt hat, um zu töten – und die mit Verletzungen und Behinderungen aus der Ukraine zurückgekehrt sind".

Das Nationale Paralympische Komitee Russlands (RPC) erhielt bei der Vergabe sogenannter Bipartite-Plätze Wildcards in den Bereichen Alpin, Langlauf und Snowboard für die Spiele (6. bis 15. März). Bei den Wettbewerben werden unter anderem der dreifache Paralympics-Sieger Alexei Bugajew, die zweifache Weltmeisterin Warwara Woronchichina oder der mehrfache Weltmeister Iwan Golubkow antreten.

Sowohl die Visa als auch die Kleidung in Nationalfarben seien bereits offiziell genehmigt, erklärte der RPC-Vorsitzende Pawel Roschkow. Er erwarte eine "würdige" Vertretung des Landes. Die Zahl der Startplätze sei allerdings "katastrophal wenig", sagte Langlauf-Trainerin Irina Gromowa: "Natürlich ist es toll, dass es eine Flagge und eine Hymne geben wird, aber die Tatsache, dass wir so wenige sind, erschwert die Aufgabe."

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) kritisierte die Zulassung zum wiederholten Male, auch die Athletinnen und Athleten sehen dies kritisch. "Ich finde es so heftig den Ukrainerinnen gegenüber", sagte Johanna Recktenwald dem SID. Es habe sich "nichts geändert", führte Deutschlands Para Sportlerin des Jahres aus: "Deshalb verstehen wir nicht, wieso sie jetzt wieder starten dürfen mit Flagge, Hymne und allem."

Es sei schon bei den Weltcups zuletzt "ganz schwierig" gewesen, wie man sich gegenüber den russischen Konkurrenten verhalte, sagte Langläufer Marco Maier. Er finde es "nicht fair gegenüber allen anderen und vor allem der Ukraine". Bidny sagte, es sei "noch nicht zu spät, zur Vernunft zu kommen und die Staatssymbole von Mördern bei internationalen Wettkämpfen zu verbieten". Er rief den Entscheidern zu: "Zeigen Sie Mut!"

F.McKenzie--EWJ

Empfohlen

Nagelsmann-Aussagen für Goretzka kein "Freifahrtschein"

Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka sieht die Aussagen von Julian Nagelsmann zu seiner möglicherweise tragenden Rolle bei der WM im kommenden Sommer nicht als "Freifahrtschein". Für ihn seien die warmen Worte des Bundestrainers vielmehr "eine Motivation", sagte der 31-Jährige nach seiner guten Leistung beim 4:1 (2:0) des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach.

Aicher patzt im Kugel-Kampf: Statt Gejagte jetzt Jägerin

Emma Aicher knallte verärgert ihren Stock gegen die Werbebande: Im Kampf um die Kristallkugeln im Weltcup hat die zweifache Olympia-Zweite einen unerwarteten Dämpfer erlitten. Bei der zweiten Abfahrt im italienischen Val di Fassa kam sie diesmal nur auf den zwölften Rang und verlor damit wertvolle Punkte mit Blick auf den Sieg in der Disziplinwertung.

Goldener Auftakt: Forster triumphiert in der Abfahrt

Fahnenträgerin Anna-Lena Forster hat bei den Paralympischen Winterspielen nach einem Hundertstelkrimi für einen goldenen Blitzstart gesorgt. Die Monoskifahrerin gewann am ersten Tag der Wettbewerbe die Abfahrt der sitzenden Startklasse in Cortina d'Ampezzo und bescherte dem Team D einen perfekten Auftakt.

"Schlechteste Autos": Norris und Verstappen zerlegen Formel 1

Lando Norris und Max Verstappen haben kurz vor dem ersten Grand Prix des Jahres erneut heftige Kritik an den neuen Motoren der Formel 1 geübt. "Wir sind von den besten Autos in der Geschichte zu den vielleicht schlechtesten gekommen, was die Fahrbarkeit angeht", sagte Weltmeister Norris am Samstag nach dem Qualifying beim Saisonauftakt in Australien: "Wir müssen jetzt damit leben und das Beste daraus machen."

Textgröße ändern: