English Woman's Journal - Keine Medaille: Geiger platzt bei Oftebros Triumph

Keine Medaille: Geiger platzt bei Oftebros Triumph


Keine Medaille: Geiger platzt bei Oftebros Triumph
Keine Medaille: Geiger platzt bei Oftebros Triumph / Foto: Javier SORIANO - SID

Der zweimalige Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger hat bei den Winterspielen von Mailand und Cortina eine Medaille im Wettbewerb von der Normalschanze deutlich verpasst. Der Oberstdorfer musste sich beim Sieg des Norwegers Jens Luraas Oftebro unter den Augen von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry mit Rang zehn begnügen. Geigers Traum von einem erneuten Einzel-Coup wie vor vier Jahren in Peking platzte in der Schlussrunde. Bester Deutscher war Johannes Rydzek auf Platz acht.

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Während Geiger an einem Anstieg im Finale die Luft ausging, setzte sich Oftebro in einem packenden Finale mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Österreicher Johannes Lamparter durch. Bronze ging an den Finnen Eero Hirvonen (+2,5 Sekunden). Rydzek lag 1:09,4 Minuten zurück, Geiger kassierte 1:52, Julian Schmid als 14. gar 2:56 Minuten Rückstand.

Geiger war nach einem Sprung auf 98,0 m als Siebter mit nur 29 Sekunden Rückstand auf den führenden Esten Kristjan Ilves in den schweren Langlauf über 10 km gegangen. Der norwegische Topläufer Oftebro startete direkt vor ihm. Rydzek und Schmid lagen auf den Plätzen zwölf und 13 eine knappe Viertelminute hinter Geiger. Nach 5 km schloss die Favoritengruppe um Geiger zu Ilves auf.

In der letzten Runde ging dann aber auf einmal gar nichts mehr bei Geiger, der am Vortag im Abschlusstraining wegen Knieproblemen vorsichtshalber auf Sprünge verzichtet hatte. Am Wettkampftag sprang er dann weitgehend beschwerdefrei.

2022 in Peking hatte Geiger in einem packenden Rennen von Platz elf aus nach dem Springen Gold im Einzel von der Normalschanze geholt. Der kleine Bakken ist bei Olympia eine deutsche Domäne: In Georg Hettich (2006), Eric Frenzel (2014, 2018) und Geiger waren zuletzt vier von fünf Siegern DSV-Athleten. Vor 2002, als ausschließlich von der kleinen Schanze gesprungen wurde, holten Georg Thoma (1960), Franz Keller (1964) sowie DDR-Athlet Ulrich Wehling (1972, 1976, 1980) Gold.

Für die Kombinierer war es der Start in wegweisende Winterspiele, in die sie mit reduzierten Starterfeldern gehen müssen. Die Kombiniererinnen sind gar nicht erst dabei. Für Olympia 2030 ist die Traditions-Sportart, die seit der Premiere 1924 in Chamonix dabei ist, nicht gesetzt. Das IOC will die Wettbewerbe in Val di Fiemme genau beobachten, um auch auf dieser Grundlage über die Zukunft der Kombination zu entscheiden. Erfreulich: Trotz Schmuddelwetters waren am Mittwochmorgen erstaunlich viele Fans in das Skisprung-Stadion von Predazzo gekommen.

K.McMillan--EWJ

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