English Woman's Journal - Nach geplatzter Fusion: Frauen auf Kurs Richtung Männermodell

Nach geplatzter Fusion: Frauen auf Kurs Richtung Männermodell


Nach geplatzter Fusion: Frauen auf Kurs Richtung Männermodell
Nach geplatzter Fusion: Frauen auf Kurs Richtung Männermodell / Foto: ALEXANDRA BEIER - SID

Nach der gescheiterten Gründung einer gemeinsamen Tochtergesellschaft steuern der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Ligaverband der Frauen-Bundesliga (FBL) endgültig auf eine zweigleisige Verbandsstruktur wie im Männerbereich zu. "Wir werden eine andere Art Partnerschaft mit dem DFB suchen, wir wollen den Frauenfußball entwickeln", sagte Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen von Meister Bayern München bei Blickpunkt Sport im BR.

Textgröße ändern:

Die von Dreesen angesprochene "andere Partnerschaft" deutet auf einen Grundlagenvertrag hin, wie er seit einem Vierteljahrhundert im Männerbereich die Zusammenarbeit zwischen dem DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) regelt. Zuletzt gab es bereits Stimmen aus der Frauen-Bundesliga, die sogar den Anschluss der erst im Dezember 2025 aus der Taufe gehobenen FBL an die DFL als Zukunftsmodell favorisieren.

"Die Klubs sind das Fundament und die Geschwindigkeit und die Perspektive des deutschen Frauenfußballs im Leistungssport. Das heißt, wir als Klubs sind diejenigen, die die Spielerinnen entwickeln, die sie ausbilden und mit denen wir hoffentlich auch die EM 2029 gewinnen", sagte Dreesen: "Und der DFB soll und ist herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen. Und da müssen wir jetzt eine gemeinsame Basis finden und die werden wir hoffentlich auch finden."

Eigentlich wollten der DFB und die FBL ein Joint Venture gründen. So sollte die Professionalisierung der Bundesliga vorangetrieben werden, um international nicht den Anschluss zu verpassen. Aufgrund des anhaltenden Streits mit DFB um Entscheidungsbefugnisse hat die FBL diesem Vorhaben vergangene Woche erneut eine Absage erteilt.

D.Findlay--EWJ

Empfohlen

Ricken bestätigt: Brandt verlässt BVB im Sommer

Fußball-Nationalspieler Julian Brandt wird Borussia Dortmund im Sommer ablösefrei verlassen. Das teilte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nach dem 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Köln am Samstag mit. "Wir haben Gespräche geführt, und man hat sich geeinigt, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird", sagte Ricken bei Sky. Brandt (29) spielt seit 2019 beim BVB.

In Überzahl: BVB vergrößert Kölns Abstiegsängste

Borussia Dortmund hat den befürchteten Spannungsabfall vermieden und die Abstiegssorgen des 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga vergrößert. Nach den jüngst verspielten Titelchancen in Champions League und Meisterschaft siegte das Team von Trainer Niko Kovac in Überzahl 2:1 (1:0) und festigte den zweiten Tabellenrang. Auf Platz fünf hat der BVB weiterhin acht Punkte Vorsprung.

Torhungrige DFB-Frauen dominieren Klassiker in Norwegen

Schöne Tore, starke Paraden: Die deutschen Fußballerinnen haben ihren ersten Härtetest auf dem Weg zum WM-Ticket mit Bravour bestanden. Den Klassiker auf Kunstrasen in Norwegen gewann das spielfreudige Team von Bundestrainer Christian Wück verdient mit 4:0 (3:0) und machte mit sechs Punkten einen großen Schritt Richtung Endrunde 2027 in Brasilien.

Pleite gegen HSV: Bauer droht das Aus in Wolfsburg

Trainer Daniel Bauer steht nach dem nächsten Rückschlag mit dem VfL Wolfsburg vor dem Aus. Gegen den Hamburger SV verlor der schwer kriselnde Fußball-Bundesligist am Samstag trotz Führung mit 1:2 (1:1). Während der VfL in der Tabelle weiterhin auf Abstiegsrang 17 feststeckt, muss Bauer nach nur knapp vier Monaten im Amt die Ablösung fürchten.

Textgröße ändern: