English Woman's Journal - Trotz großer Show: Wawrinkas Abschiedsreise endet

Trotz großer Show: Wawrinkas Abschiedsreise endet


Trotz großer Show: Wawrinkas Abschiedsreise endet
Trotz großer Show: Wawrinkas Abschiedsreise endet / Foto: PAUL CROCK - SID

Stan Wawrinka holte alles aus seinem 40 Jahre alten Körper heraus, er schlug seine malerische Rückhand noch einige Male unwiderstehlich über das Netz - doch es reichte nicht: Die spektakuläre Abschiedstour des Publikumslieblings bei den Australian Open ist beendet. Wawrinka verlangte dem Weltranglistenneunten Taylor Fritz beim 6:7 (5:7), 6:2, 4:6, 4:6 in der dritten Runde aber alles ab.

Textgröße ändern:

Die elektrisierten Fans in der John Cain Arena in Melbourne verabschiedeten den dreimaligen Grand-Slam-Sieger aus der Schweiz mit stehenden Ovationen. "Die Atmosphäre war unglaublich. Danke, dass ihr immer dabei seid", sagte Wawrinka, der auf der Leinwand noch mit einem Video geehrt wurde und ein paar Tränen verdrückte.

"Ich bin traurig zu gehen, aber es war eine fantastische Reise", führte Wawrinka im Anschluss aus. Dann schnappte er sich kurzerhand zwei kühle Dosen Bier und stieß zum Abschied mit Turnierdirektor Craig Tiley an.

Auch Fritz fand nach der Partie warme Worte: "Ich kann dem Publikum keinen Vorwurf machen, Stan anzufeuern. Es ist fantastisch, was er hier draußen abliefert. Ich habe so viel Respekt für seine Leidenschaft", sagte der US-Amerikaner, der es im Achtelfinale am Montag mit dem Weltranglistenfünften Lorenzo Musetti aus Italien zu tun bekommt.

Wawrinka, bekannt für seine formvollendete einhändige Rückhand, war sich seiner Außenseiterrolle von Beginn an klar bewusst gewesen. Er versuchte, das begeisterte Publikum ins Spiel zu bringen. Nach gelungenen Aktionen ließ er sich feiern und feuerte die Zuschauer zusätzlich an. Fritz ließ sich davon aber nur zeitweise beeindrucken - in den entscheidenden Momenten war er zur Stelle.

Im Dezember hatte Wawrinka angekündigt, in seine letzte Saison zu gehen. Der 40-Jährige ist überall geschätzt und hat sich mit seinen drei Grand-Slam-Siegen in der Hochphase der Superstars Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic in die Geschichtsbücher eingetragen. In seiner langen Laufbahn seit 2002 holte er auch Olympia-Gold 2008 im Doppel und den Davis Cup 2014 jeweils an der Seite von Roger Federer. Den letzten seiner 16 Titel gewann er 2017 in Genf.

L.Scott--EWJ

Empfohlen

Irans Fußballerinnen erhalten Asyl in Australien

Fünf Spielerinnen der iranischen Fußball-Nationalmannschaft, denen in ihrer Heimat Verfolgung droht, werden in Australien Asyl erhalten. Dies teilte der australische Innenminister Tony Burke am Dienstag (Ortszeit) mit. Die betreffenden Spielerinnen seien "von der australischen Polizei an einen sicheren Ort gebracht" worden, sagte Burke, "ich habe gestern Abend ihre Anträge auf humanitäre Visa unterzeichnet".

Wahl nach Machtkampf: Kreuzwieser soll TSG beruhigen

Nach Monaten des Machtkampfs will die TSG Hoffenheim unter der Führung von André Kreuzwieser zur Ruhe kommen. Der 45 Jahre alte Unternehmer wurde bei der Mitgliederversammlung am Montagabend in der Sinsheimer Arena mit großer Mehrheit zum Ersten Vorsitzenden beim Mutterverein des Fußball-Bundesligisten gewählt.

Kompany: "Ohne Angst" in die heiße Phase

Trainer Vincent Kompany vom Fußball-Rekordmeister Bayern München geht angriffslustig in die entscheidende Saisonphase. "Wir sind jetzt in einer Phase, wo diese Tunnelvision perfekt passt", sagte der Belgier vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Atalanta Bergamo am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video): "Ohne Angst, nur mit Blick auf die Möglichkeiten, voll unsere Chance nutzen".

Paris-Nizza: Kanter gewinnt zweite Etappe

Ungläubig fasste Max Kanter sich an den Helm: Der deutsche Radprofi hat am Montag die zweite Etappe von Paris-Nizza gewonnen und damit seinen ersten WorldTour-Sieg überhaupt gefeiert. Der 28-jährige Cottbuser vom Team Astana triumphierte auf den 187 Kilometern von Épône nach Montargis knapp vor dem Neuseeländer Laurence Pithie und dem Belgier Jasper Stuyven. Die Gesamtwertung führt weiterhin US-Auftaktsieger Luke Lamperti gleichauf mit Vito Braet aus Belgien an. Lamperti kam zu Wochenbeginn als Fünfter ins Ziel.

Textgröße ändern: