English Woman's Journal - Final-Chaos beim Afrika-Cup: "War beschämend"

Final-Chaos beim Afrika-Cup: "War beschämend"


Final-Chaos beim Afrika-Cup: "War beschämend"
Final-Chaos beim Afrika-Cup: "War beschämend" / Foto: Paul ELLIS - SID

Nach einem chaotischen Finale um den Afrika-Cup hat Marokkos Trainer Walid Regragui harte Kritik geübt. "Das Bild, das wir vom afrikanischen Fußball abgegeben haben, war eher beschämend. Ein Spiel mehr als zehn Minuten lang unterbrechen zu müssen, während die ganze Welt zuschaut, ist nicht sehr stilvoll", sagte Regragui.

Textgröße ändern:

Der Triumph des Senegal um Bayern-Profi Nicolas Jackson und Topstar Sadio Mané durch ein 1:0 (0:0) nach Verlängerung gegen Gastgeber Marokko war überschattet von einem Skandal. Nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff unmittelbar vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte das Team aus dem Senegal den Platz aus Protest verlassen. Sogar ein Abbruch des Finales schien möglich, nachdem auch auf den Tribünen in Rabat Chaos ausgebrochen war. Senegals Fans wollten auf den Platz stürmen, Sicherheitskräfte verhinderten dies.

Mané konnte sein Team schließlich zu einer Rückkehr auf den Platz bewegen. "Es wäre wirklich traurig und bedauerlich gewesen, ein Finale so enden zu sehen. Es ist unmöglich, der Welt ein solches Bild zu vermitteln", sagte der frühere Münchner. Er hätte "lieber verloren, als so ein Ende zu erleben. Das hat mich dazu bewegt, den Jungs zu sagen, sie sollen auf den Platz zurückkehren und unseren Fußball spielen."

Den Strafstoß verschoss Marokkos Brahim Díaz. In der Verlängerung wurde Pape Gueye (94.) mit einem Traumtor zum gefeierten Helden des Senegal, der den Afrika-Cup zum zweiten Mal nach 2022 gewann.

Nach dem Finale stand Mané erneut im Mittelpunkt. Der 33-Jährige kündigte an, seine Länderspielkarriere nach der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zu beenden. "Wenn man Sadio Mané heißt, gehört diese Entscheidung nicht mehr nur ihm. Da steht ein Volk hinter ihm, das ihn gerne weitermachen sehen würde. Ich denke, diese Entscheidung hat er im Affekt getroffen. Das Land ist nicht einverstanden", sagte Nationaltrainer Pape Thiaw.

K.R.Jones--EWJ

Empfohlen

Australien gewährt iranischen Fußballerinnen Asyl

Australien gewährt den fünf iranischen Fußballspielerinnen, die vor einem Spiel in dem Land nicht die iranische Nationalhymne gesungen hatten, Asyl. "Ich habe ihre humanitären Visa gestern Abend genehmigt", sagte Australiens Innenminister Tony Burke am Dienstag vor Journalisten. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die australische Regierung öffentlich dazu aufgefordert, den Spielerinnen Asyl zu gewähren. Den Frauen könnten bei einer Rückkehr in den Iran Repressalien drohen.

Irans Fußballerinnen erhalten Asyl in Australien

Fünf Spielerinnen der iranischen Fußball-Nationalmannschaft, denen in ihrer Heimat Verfolgung droht, werden in Australien Asyl erhalten. Dies teilte der australische Innenminister Tony Burke am Dienstag (Ortszeit) mit. Die betreffenden Spielerinnen seien "von der australischen Polizei an einen sicheren Ort gebracht" worden, sagte Burke, "ich habe gestern Abend ihre Anträge auf humanitäre Visa unterzeichnet".

Wahl nach Machtkampf: Kreuzwieser soll TSG beruhigen

Nach Monaten des Machtkampfs will die TSG Hoffenheim unter der Führung von André Kreuzwieser zur Ruhe kommen. Der 45 Jahre alte Unternehmer wurde bei der Mitgliederversammlung am Montagabend in der Sinsheimer Arena mit großer Mehrheit zum Ersten Vorsitzenden beim Mutterverein des Fußball-Bundesligisten gewählt.

Kompany: "Ohne Angst" in die heiße Phase

Trainer Vincent Kompany vom Fußball-Rekordmeister Bayern München geht angriffslustig in die entscheidende Saisonphase. "Wir sind jetzt in einer Phase, wo diese Tunnelvision perfekt passt", sagte der Belgier vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Atalanta Bergamo am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video): "Ohne Angst, nur mit Blick auf die Möglichkeiten, voll unsere Chance nutzen".

Textgröße ändern: