English Woman's Journal - Olympia-Traum für Geiger wohl geplatzt - Prevc siegt weiter

Olympia-Traum für Geiger wohl geplatzt - Prevc siegt weiter


Olympia-Traum für Geiger wohl geplatzt - Prevc siegt weiter
Olympia-Traum für Geiger wohl geplatzt - Prevc siegt weiter / Foto: KERSTIN JOENSSON - AFP

Für Skispringer Karl Geiger ist der Traum von einer dritten Olympia-Teilnahme wohl geplatzt. Beim erneuten Sieg des Slowenen Domen Prevc landete der Oberstdorfer im japanischen Sapporo zwar auf dem 14. Rang und erfüllte mit seinem besten Saisonergebnis zumindest die halbe Norm. Für eine Nominierung kam das aber zu spät.

Textgröße ändern:

"Auch wenn die Olympianorm am Ende knapp verpasst wurde, fühlt sich dieses Resultat wichtig an. Es zeigt mir, dass die Arbeit der letzten Wochen nicht umsonst war und dass ich auf dem richtigen Weg bin", schrieb Geiger bei Instagram.

Der 32-Jährige flog auf der Olympiaschanze von 1972 zweimal auf 128,0 m, einen Tag zuvor war er im zweiten Durchgang noch vom zwölften auf den 27. Platz abgestürzt. Er habe sich mit dem Patzer "selbst eine Chance genommen. Das tut weh, gerade in einer Phase, in der es um so viel geht."

Bester Deutscher war am Sonntag erneut Philipp Raimund auf Rang neun. Luca Roth (46.) und Ben Bayer (47.) schafften es nicht in die Punkte.

Der Tournee-Sechste Felix Hoffmann hatte ebenso wie Andreas Wellinger und Pius Paschke auf die Reise nach Japan verzichtet. Alle drei haben wie Raimund die Olympia-Norm (einmal Top 8 oder zweimal Top 15) erfüllt, der Qualifikationszeitraum endete am Sonntagabend. Bundestrainer Stefan Horngacher wird aller Voraussicht nach nur vier Springer mit zu den Spielen nehmen. Geiger bleibt maximal die Rolle als Ersatzmann, die aber bislang nicht vorgesehen ist.

Erneut nicht zu stoppen war Vierschanzentournee-Gewinner Prevc, der Slowene holte mit Sprüngen auf 137,5 und 136,5 m seinen schon neunten Saisonsieg vor Lokalmatador Ryoyu Kobayashi (Japan) und dem Österreicher Daniel Tschofenig. Am Samstag hatten die Japaner Naoki Nakamura und Ren Nikaido die Plätze hinter Prevc belegt. Im Gesamtweltcup liegt der Seriensieger nun mit 1414 Punkten vor Kobayashi (947), Raimund (670) ist nur noch Siebter.

Seinen Traum von der neunten Olympia-Teilnahme begraben muss indes Oldie Noriaki Kasai (53). Der Japaner scheiterte als 56. in der Qualifikation und wird sich den Rekord weiter mit Eisschnellläuferin Claudia Pechstein teilen, die ebenfalls bei acht Winterspielen am Start war.

Weiter geht es für Raimund und Co. schon am Donnerstag, wenn im heimischen Oberstdorf die Qualifikation für die Skiflug-WM ansteht.

N.M.Shaw--EWJ

Empfohlen

Kompany über Musiala: "Werden das ganz ruhig angehen"

Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany hat bei Zauberfuß Jamal Musiala (22) einmal mehr um Geduld gebeten. "Wir sind in dieser Phase noch ganz flexibel. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir nur drei Tage weiter sind als gegen Leipzig. Und deswegen werden wir das ganz ruhig angehen", sagte Kompany vor dem Champions-League-Spiel gegen den belgischen Meister Union Saint-Gilloise am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN).

Kronplatz: Dürr bei Brignone-Comeback abgeschlagen

Skirennläuferin Lena Dürr hat die Spitzenplätze beim umjubelten Comeback von Italiens Idol Federica Brignone verpasst. Die 34 Jahre alte Münchnerin kam beim vierten Saisonerfolg der Österreicherin Julia Scheib beim Weltcup-Riesenslalom am Kronplatz nur auf Platz 21. Brignone wurde starke Sechste, Fabiana Dorigo fuhr als 25. zum zweiten Mal in diesem Winter in die Punkteränge.

Bundesliga: Längere Nachspielzeit bringt mehr Nettospielzeit

Die zu Saisonbeginn eingeführte längere Nachspielzeit in den Partien der Fußball-Bundesliga hat zu einer gestiegenen Nettospielzeit geführt. Mit Stand vom 18. Spieltag rollt der Ball im Schnitt 58:29 Minuten pro Begegnung, in der Vorsaison waren es 57:31 Minuten. Die Zahlen präsentierte Schiedsrichterboss Knut Kircher am Dienstag in Frankfurt/Main.

DOSB mit Rekordaufgebot zu Olympia

Eishockeystar Leon Draisaitl, Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß und die Dauersieger im Eiskanal führen das Winter-Rekordaufgebot des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für die Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo an. 183 Athletinnen und Athleten (85 Frauen und 98 Männer) umfasst das Team D bei den Wettbewerben in Norditalien, die am 6. Februar im San-Siro-Stadion eröffnet werden (bis 22. Februar). Vor vier Jahren in Peking gehörten 148 Sportlerinnen und Sportler zum deutschen Team, der bisherige Rekord datiert von 2006 in Turin (161).

Textgröße ändern: