English Woman's Journal - Super-G: Franzoni düpiert Favoriten in Wengen

Super-G: Franzoni düpiert Favoriten in Wengen


Super-G: Franzoni düpiert Favoriten in Wengen
Super-G: Franzoni düpiert Favoriten in Wengen / Foto: Fabrice COFFRINI - SID

Der junge Italiener Giovanni Franzoni hat den Favoriten ein Schnippchen geschlagen und den Super-G im Schweizer Wengen gewonnen. Der 24-Jährige setzte sich am Lauberhorn vor dem Überraschungszweiten Stefan Babinsky aus Österreich (+0,35 Sekunden) und dem Schweizer Abfahrtsweltmeister Franjo von Allmen (+0,37) durch.

Textgröße ändern:

Die deutsche Hoffnung Simon Jocher (+2,84) kam nach einer verschlafenen Fahrt nicht unter die besten 20, Romed Baumann (+4,50) erlebte in seinem 100. Super-G im Weltcup ein Debakel und verpasste die Top 30.

Für Franzoni war es im 60. Weltcup-Rennen der erste Sieg. Ein unbeschriebenes Blatt ist er aber nicht: Mitte Dezember stand er als Dritter beim Super-G von Gröden erstmals auf dem "Stockerl", dreimal war er Junioren-Weltmeister, 2021 im Super-G.

Jetzt schloss er Frieden mit der kniffligen Strecke vor dem gewaltigen Panorama der Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau. 2023 stürzte er dort schwer, eine Muskelverletzung im Oberschenkel beendete seine Saison vorzeitig. "Seltsam", sagte er, "vor drei Jahren hatte ich den schweren Unfall in der Canadian Corner. Jetzt Erster zu sein, ist wunderbar."

Weltmeister Marco Odermatt, der Vierter (+0,53) wurde, zog im Ziel den Hut vor Franzoni. "Ich habe deine Fahrt oben gesehen, das war sauber, das war stark", sagte der Schweizer. Der Italiener entgegnete, er habe auch von seiner Startnummer 1 profitiert.

Odermatt wurde das berühmte Kernen-S zum Verhängnis, von Allmen patzte in der Canadian Corner. "Es hat mich genervt, weil mir der Trainer noch gesagt hatte, ich solle an der Stelle Geduld bewahren", sagte er im ZDF. Dennoch war er "super happy" über Platz drei.

Bei Jocher spielte auch die nachlassende Sicht eine Rolle. "Aber ich will keine Ausreden suchen", sagte er: "Es war viel zu brav. Ich war nicht ganz so wach und musste mich extrem aktivieren, dass ich es im Kopf vor mir habe."

In Wengen folgt am Samstag (12.30 Uhr) die traditionsreiche Lauberhorn-Abfahrt. Am Sonntag (10.00/13.00 Uhr) steigt der Slalom am Männlichen.

K.Marshall--EWJ

Empfohlen

Kompany über Musiala: "Werden das ganz ruhig angehen"

Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany hat bei Zauberfuß Jamal Musiala (22) einmal mehr um Geduld gebeten. "Wir sind in dieser Phase noch ganz flexibel. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir nur drei Tage weiter sind als gegen Leipzig. Und deswegen werden wir das ganz ruhig angehen", sagte Kompany vor dem Champions-League-Spiel gegen den belgischen Meister Union Saint-Gilloise am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN).

Kronplatz: Dürr bei Brignone-Comeback abgeschlagen

Skirennläuferin Lena Dürr hat die Spitzenplätze beim umjubelten Comeback von Italiens Idol Federica Brignone verpasst. Die 34 Jahre alte Münchnerin kam beim vierten Saisonerfolg der Österreicherin Julia Scheib beim Weltcup-Riesenslalom am Kronplatz nur auf Platz 21. Brignone wurde starke Sechste, Fabiana Dorigo fuhr als 25. zum zweiten Mal in diesem Winter in die Punkteränge.

Bundesliga: Längere Nachspielzeit bringt mehr Nettospielzeit

Die zu Saisonbeginn eingeführte längere Nachspielzeit in den Partien der Fußball-Bundesliga hat zu einer gestiegenen Nettospielzeit geführt. Mit Stand vom 18. Spieltag rollt der Ball im Schnitt 58:29 Minuten pro Begegnung, in der Vorsaison waren es 57:31 Minuten. Die Zahlen präsentierte Schiedsrichterboss Knut Kircher am Dienstag in Frankfurt/Main.

DOSB mit Rekordaufgebot zu Olympia

Eishockeystar Leon Draisaitl, Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß und die Dauersieger im Eiskanal führen das Winter-Rekordaufgebot des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für die Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo an. 183 Athletinnen und Athleten (85 Frauen und 98 Männer) umfasst das Team D bei den Wettbewerben in Norditalien, die am 6. Februar im San-Siro-Stadion eröffnet werden (bis 22. Februar). Vor vier Jahren in Peking gehörten 148 Sportlerinnen und Sportler zum deutschen Team, der bisherige Rekord datiert von 2006 in Turin (161).

Textgröße ändern: