English Woman's Journal - Frust bei Preuß: "Das muss ich erst verdauen"

Frust bei Preuß: "Das muss ich erst verdauen"


Frust bei Preuß: "Das muss ich erst verdauen"
Frust bei Preuß: "Das muss ich erst verdauen" / Foto: Christian Heilwagen - IMAGO/SID

Franziska Preuß war der Frust deutlich anzumerken, als sie nach einem völlig verpatzten Staffelrennen ihr "Wohnzimmer" in Ruhpolding verließ. Entsprechend schwer fiel der 31-Jährigen bei ihrem Heimweltcup auch der Blick nach vorne auf den Sprint am Freitag (14.30 Uhr/ZDF und Eurosport).

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"Das muss ich jetzt erstmal verdauen. Ich hoffe, dass ich das jetzt aus dem Kopf kriege, dass ich wieder so die innere Ruhe finde beim Stehendschießen", sagte Preuß nachdenklich, nachdem sie sich als Schlussläuferin eine Strafrunde geleistet hatte. Anstatt der erhofften Podiumsplatzierung gab es für das ambitionierte DSV-Quartett bei der Olympia-Generalprobe nur einen ernüchternden sechsten Rang.

Nach einem perfekten Liegendschießen hatte Preuß in "ihrer" Chiemgau-Arena im Stehendanschlag Nerven gezeigt. "Es wäre cool, wenn ich mal wieder so ein bisschen das Selbstvertrauen hätte am Schießstand. Dass es kein Hexenwerk ist, dass man trifft, sondern dass es wieder selbstverständlich wird", sagte die Gesamtweltcupsiegerin des vergangenen Winters.

Knapp vier Wochen vor den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar) ist Preuß weiter auf der Suche nach Stabilität. Zwei fünfte Ränge sind bisher die besten Saisonplatzierungen. Dabei träumt Preuß beim Saisonhöhepunkt von einer Einzelmedaille.

Sie mache sich gerade "viele Gedanken", räumte Deutschlands Sportlerin des Jahres ein. In der Staffel seien es gerade "die Nachlader. Die fühlen sich für mich eher als Gegner an und nicht als Hilfe. Dann wackelt es einfach nur noch. Da steht man echt ein bisschen hilflos da." Deshalb wünsche sie sich wieder "eine gewisse Gelassenheit".

In Ruhpolding steht für die Frauen neben dem Sprint noch die Verfolgung am Sonntag auf dem Programm. Dass Preuß angesichts des Staffelfrusts jetzt in ein Loch fällt, glaubt DSV-Sportdirektor Felix Bitterling nicht. "Wir kriegen das hin", sagte er.

Für Preuß gibt es ohnehin nach Ruhpolding noch beim Weltcup in Nove Mesto die Chance, Selbstvertrauen vor Olympia zu sammeln. Im Gegensatz zu vielen (Team-)Kolleginnen wird sie in Tschechien an den Start gehen. "Ich bin ein Fan davon, im Rhythmus zu bleiben", hatte sie vor dem Auftakt in Ruhpolding gesagt und hinzugefügt: "Ich mag mir da einfach meine Form holen." Dies gilt nach "einem Tag zum Vergessen", den Preuß bei ihrer Heimstaffel am Mittwoch erlebt hatte, umso mehr.

M.Stevenson--EWJ

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