English Woman's Journal - DBS kritisiert Rückkehr von Russen und Belarussen

DBS kritisiert Rückkehr von Russen und Belarussen


DBS kritisiert Rückkehr von Russen und Belarussen
DBS kritisiert Rückkehr von Russen und Belarussen / Foto: dts Nachrichtenagentur - IMAGO/SID

Der Deutsche Behindertensportverband (DSB) hat deutliche Kritik an der Wettkampfrückkehr russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge geübt. "Dass die Teilnahme von Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus beim anstehenden Para Skilanglauf-Weltcup in Finsterau möglich ist, ist für uns nur schwer nachvollziehbar", sagte der neue DBS-Vorstand Idriss Gonschinska. 17 russische und neun belarussische Sportlerinnen und Sportler haben für die am Mittwoch startenden Rennen im bayerischen Wald gemeldet.

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Man habe das zwar "zu akzeptieren", führte Gonschinska aus, "es widerspricht jedoch unserer moralisch-ethischen Grundhaltung, unseren sportlichen Wertvorstellungen – und ist aus unserer Sicht insbesondere für die Teilnehmenden aus der Ukraine unzumutbar". Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hatte Anfang Dezember Klagen aus Russland und Belarus gegen den Internationalen Ski- und Snowboardverband FIS teilweise stattgegeben. Demnach dürfen russische und belarussische Athleten gemäß der Regeln des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) wieder starten.

Da die Generalversammlung des IPC Ende September mit Blick auf die Paralympischen Winterspiele völlig unerwartet die Suspendierungen beider Länder aufgehoben hatte, ist nun sogar ein Start unter eigener Flagge möglich. "Seit dem Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs im Februar 2022 hat sich nichts geändert", betonte DBS-Präsident Hans-Jörg Michels: "Es war ein eklatanter Bruch des ungeschriebenen Gesetzes des bisher weltweit geachteten olympischen und paralympischen Friedens."

Darüber hinaus gebe es "Zweifel an der Transparenz der Klassifizierung sowie an der Verlässlichkeit der Dopingkontrollen in den vergangenen Jahren, zumal Russland bereits vor dem Ausschluss durch systematisches Doping auffällig wurde", sagte Michels weiter: "Ein nachprüfbar fairer und dopingfreier Sport ist für uns unverzichtbar."

Über die Wettkämpfe in Finsterau versuchen sich die Russen und Belarussen doch noch durch die Hintertür für die Paralympics in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 15. März) zu qualifizieren. Auch beim parallel stattfindenden Weltcup der Alpinen im österreichischen Saalbach sind drei russische Teilnehmer gemeldet.

F.Stewart--EWJ

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