English Woman's Journal - Zentimeter-Entscheidungen: Kircher will nichts ändern

Zentimeter-Entscheidungen: Kircher will nichts ändern


Zentimeter-Entscheidungen: Kircher will nichts ändern
Zentimeter-Entscheidungen: Kircher will nichts ändern / Foto: Jürgen Kessler - IMAGO/SID

Schiedsrichter-Boss Knut Kircher hält trotz der anhaltenden Diskussionen in der Fußball-Bundesliga um die Zentimeter-Entscheidungen nichts von Änderungen bei der halbautomatischen Abseitserkennung. "Technisch wäre das machbar", sagte Kircher im kicker zum Vorschlag eines Toleranzbereichs von fünf Zentimetern: "Doch rein regeltechnisch gibt es beim Abseits nun mal keine Toleranz."

Textgröße ändern:

Für Kircher gibt es keinen Spielraum. "Würden wir das System jetzt so einstellen, hätten wir fassbarere Bilder, okay. Aber ein Benachteiligter könnte sagen: Auch vier Zentimeter sind Abseits - das geht so nicht. Und damit hätte er recht", sagte der Geschäftsführer der DFB Schiri GmbH: "Wir dürften das von uns aus also niemals einführen, sondern müssen die Technik so genau wie möglich nutzen. Auch wenn ich nachvollziehen kann, wenn jemand sagt: Früher war das gleiche Höhe - und viel schöner."

Im Gegensatz zu den Topligen in Deutschland, Spanien und Italien gibt es in der englischen Premier League eine gewisse Toleranz. Diese wird im Zweifel zugunsten des Angreifers ausgelegt. Grund dafür sind Restzweifel daran, ob die Technologie fehlerfrei ist.

Zuletzt hatte FIFA-Präsident Gianni Infantino eine Reform der Abseitsregel ins Spiel gebracht. "Vielleicht muss der Spieler in Zukunft vollständig vor dem Verteidiger stehen, um als abseits zu gelten", sagte der Boss des Weltverbandes. Auch bei den Regelhütern des International Football Association Board (IFAB) steht das Thema auf der Agenda. Die nächste Versammlung des IFAB ist für den 20. Januar in London angesetzt.

St.Ch.Russell--EWJ

Empfohlen

Barca dominiert Ballon-d'Or-Gala - auch de la Fuente geehrt

Spanische Dominanz beim Ballon d'Or: Fast alle wichtigen Auszeichnungen bei der prestigeträchtigen Ehrung sind in diesem Jahr in das Land des Weltmeisters gegangen. Nationalcoach Luis de la Fuente (65) wurde am Montag in London als Trainer des Jahres ausgezeichnet, er tritt die Nachfolge seines Landsmanns Luis Enrique (Paris Saint-Germain) an.

"Letzte Warnung": DFB greift nach FCK-Randalen im Derby durch

Eine hohe Geldstrafe und ein Fanausschluss auf Bewährung: Die Ausschreitungen seiner Anhänger im Pokalderby bei Waldhof Mannheim kommen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern teuer zu stehen. Das DFB-Sportgericht belegte den FCK mit einer Strafe in Höhe von 300.000 Euro. Dazu müssen die Pfälzer ein Heimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen, die Vollstreckung wird bis zum 31. März 2028 allerdings zur Bewährung ausgesetzt.

Ukraine nennt WM-Vergabe an Russland "skandalös"

Die Ukraine will gegen die Vergabe der Gewichtheber-Weltmeisterschaften 2030 an Moskau vorgehen. Sportminister Matwij Bidnyj kündigte am Montag an, offizielle Beschwerden beim Weltverband IWF sowie beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorzubereiten. Die Entscheidung pro Russland sei "zynisch" und "skandalös".

DTB-Team startet Davis-Cup-Mission mit Zverev und Struff

Alexander Zverev führt das deutsche Tennisteam bei der Titelmission im Davis Cup in Bologna an. Im Kader für das Finalturnier ab 24. November steht auch wieder der formstarke Routinier Jan-Lennard Struff, der zuletzt nicht berücksichtigt worden war. Deutschland trifft zunächst im Viertelfinale des Nationenwettbewerbs auf Großbritannien.

Textgröße ändern: