English Woman's Journal - Prevc wieder vorne - Hoffmann und Raimund in Lauerstellung

Prevc wieder vorne - Hoffmann und Raimund in Lauerstellung


Prevc wieder vorne - Hoffmann und Raimund in Lauerstellung
Prevc wieder vorne - Hoffmann und Raimund in Lauerstellung / Foto: Frank Hoermann - IMAGO/SVEN SIMON/SID

Das neue Skisprung-Jahr kann kommen: Felix Hoffmann und Philipp Raimund haben bei der Vierschanzentournee auch in der Qualifikation von Garmisch-Partenkirchen überzeugt. Raimund als Fünfter und der Oberstdorf-Dritte Hoffmann als Achter lösten die Pflichtaufgabe am Silvesternachmittag souverän und hatten dabei noch einige Luft nach oben. Das Maß aller Dinge war erneut der Slowene Domen Prevc, der als hoher Favorit ins Neujahrsspringen am Donnerstag (14.00 Uhr/ZDF und Eurosport) geht.

Textgröße ändern:

Prevc, der in Oberstdorf Qualifikation und Wettkampf gewonnen hatte, sprang vor 7000 Zuschauern auf 139,5 m (150,6 Punkte) und setzte sich vor dem Österreicher Jan Hörl (146,2) durch. Dessen Landsmann Stephan Embacher wurde Dritter (143,2), das Supertalent steigerte 13 Tage vor seinem 20. Geburtstag mit längerem Anlauf den Schanzenrekord um einen halben Meter auf 145,5 m.

Raimund, der auf 135,0 m (141,8 Punkte) kam, und Hoffmann (134,0/139,7) lagen zumindest wieder in Schlagweite zu Platz drei. Gut sprang Pius Paschke, der in Oberstdorf noch den zweiten Durchgang verpasst hatte und nun auf Platz 20 kam.

Die beiden großen deutschen Sorgenkinder verabschiedeten sich ebenfalls deutlich verbessert aus dem Jahr 2025: Andreas Wellinger, 49. in Oberstdorf, zog als 27. in den Wettkampf ein. Karl Geiger, der in der Qualifikation zum Auftaktspringen gescheitert war, schaffte es als 31. ebenfalls souverän unter die besten 50.

Youngster Ben Bayer überzeugte punktgleich mit Wellinger als 27. und kommt damit am Donnerstag zu seinem zweiten Weltcup-Einsatz und seiner Premiere bei einem Tournee-Wettkampf

Nicht den Sprung unter die besten 50 schafften Constantin Schmid (51.), Luca Roth (54.)und Max Unglaube (65.). Für sie dürfte die Tournee damit beendet sein - zu den beiden Springen in Österreich darf Bundestrainer Stefan Horngacher nur noch fünf statt neun Springern mitnehmen.

Unterdessen wurde der nächste Topspringer nach dem Slowenen Timi Zajc in Oberstdorf disqualifiziert. Diesmal erwischte es pikanterweise einen Norweger: Halvor Egner Granerud, Tourneesieger 2022/23, wurde wegen einer um zwei Millimeter überzogenen Beinlänge seines Anzugs disqualifiziert - beim Anzungskandal der Norweger während der WM 2025 fehlte er verletzt.

Überschattet wurde der Qualifikations-Tag von einem schweren Sturz des Esten Artti Aigro. Der 26-Jährige kam im Trainingsdurchgang zu Fall und musste mit dem Schlitten aus dem Anlauf gebracht werden. Aigro zog sich eine Teilruptur des Innenbandes im linken Knie und eine Franktur im linken Fuß zu, ihm droht das Olympia-Aus.

K.Marshall--EWJ

Empfohlen

Sturz in Down Under: Knochenbrüche bei Radprofi Mayrhofer

Der deutsche Radprofi Marius Mayrhofer ist bei der Tour Down Under gestürzt und hat sich mehrere Knochenbrüche zugezogen. Wie sein Team Tudor Pro Cycling mitteilte, sei der 25-Jährige auf der ersten Etappe etwa 40 Kilometer vor dem Ziel in Tanunda zu Fall gekommen. Dabei erlitt Mayrhofer Frakturen am rechten Schlüsselbein, dem Schulterblatt und den Rippen. Die Rundfahrt, die den Saisonauftakt markiert, ist für ihn beendet.

Reisch und Freitag verpassen Podest bei Olympia-Generalprobe

Agnes Reisch Vierte, Selina Freitag Siebte: Die deutschen Skispringerinnen haben bei der Generalprobe für die Olympia-Entscheidung von der Normalschanze das Podest knapp verpasst. Ihren ersten Weltcupsieg holte im japanischen Zao die Österreicherin Lisa Eder, die Weltmeisterin Nika Prevc knapp auf Rang zwei verwies.

Hanfmann nervt Alcaraz - und verliert doch glatt

Yannick Hanfmann gab in der mächtigen Rod Laver Arena alles, er ließ sein Herz auf dem Platz - doch die Sensation blieb aus. Der Tennisprofi hat sein Highlightmatch in der zweiten Runde der Australian Open gegen den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz mit 6:7 (4:7), 3:6, 2:6 verloren. Hanfmann verkaufte sich dabei aber teuer.

Sabalenka und Gauff locker weiter - Raducanu ausgeschieden

Aryna Sabalenka präsentiert sich auf der Jagd nach ihrem dritten Titel bei den Australian Open weiter in Topform. Die Weltranglistenerste machte auch mit der Chinesin Zhuoxuan Bai kurzen Prozess. Zu einem spektakulären Drittrundenmatch gegen die einstige US-Open-Siegerin Emma Raducanu kommt es am Freitag aber nicht, da die Britin überraschend ausschied.

Textgröße ändern: