English Woman's Journal - Versuchte Schumacher-Erpressung: Berufungsprozess in Wuppertal begonnen

Versuchte Schumacher-Erpressung: Berufungsprozess in Wuppertal begonnen


Versuchte Schumacher-Erpressung: Berufungsprozess in Wuppertal begonnen
Versuchte Schumacher-Erpressung: Berufungsprozess in Wuppertal begonnen / Foto: Eric CABANIS - AFP/Archiv

Im Fall der mutmaßlichen versuchten Erpressung der Familie von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hat am Freitag der Berufungsprozess vor dem Landgericht Wuppertal begonnen. Die Angeklagten legten Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts ein - ebenso wie die Familie. Sie will, dass ein früherer Sicherheitsmitarbeiter nicht wegen Beihilfe, sondern als Mittäter verurteilt wird.

Textgröße ändern:

Dem Urteil des Amtsgerichts vom Februar zufolge versuchte der mutmaßliche Haupttäter mit Hilfe seines Sohns, 15 Millionen Euro von der Familie zu erpressen. Dazu habe er mit der Veröffentlichung von privaten Fotos und Videos im Darknet gedroht. Die mutmaßliche Erpressung scheiterte aber, weil die beiden Männer zuvor - im Juni 2024 - festgenommen wurden. Sie räumten die Anklagepunkte weitgehend ein und entschuldigten sich dafür.

Das Amtsgericht verhängte gegen den zum Urteilszeitpunkt 53 Jahre alten Hauptangeklagten eine Haftstrafe von drei Jahren. Der Sohn wurde wegen Beihilfe zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Der dritte Angeklagte ist der ehemalige Angestellte einer Sicherheitsfirma, die mit der Überwachung des Schumacher-Anwesens in der Schweiz beauftragt war. Nach seiner Kündigung soll er dem Haupttäter Festplatten mit den privaten Aufnahmen gegeben haben. Er wurde wegen Beihilfe zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Der Mann bestritt jede Beteiligung an der Tat.

Sowohl die drei Angeklagten als auch die Familie Schumacher wandten sich nach dem Urteil des Amtsgerichts an das Landgericht. Dieses rollt den Fall nun noch einmal auf. Es setzte fünf Verhandlungstermine bis Anfang Dezember fest.

Schumacher hatte bei einem Skiunfall im Jahr 2013 schwere Kopfverletzungen erlitten. Er trat seither nicht mehr in der Öffentlichkeit auf. Die Familie macht zu seinem Gesundheitszustand keine Angaben.

L.Scott--EWJ

Empfohlen

Trump empfiehlt iranischem Team Verzicht auf Fußball-WM-Teilnahme

US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Fußball-Nationalmannschaft den Verzicht auf die Teilnahme an der anstehenden Weltmeisterschaft in Nordamerika nahegelegt. Er begründete dies am Donnerstag auf seiner Online-Plattform Truth Social mit einer Sorge um "Leben und Sicherheit" der Spieler. Noch vor wenigen Tagen hatte Trump laut Fifa-Präsident Gianni Infantino erklärt, dass die Fußballer trotz des Iran-Kriegs in den USA "natürlich willkommen" seien.

Trump: Iran sollte nicht an der Fußball-WM teilnehmen

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran einen WM-Verzicht nahegelegt. "Die iranische Fußballnationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft willkommen, aber ich halte es wirklich nicht für angemessen, dass sie dort sind, im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit", schrieb Trump am Donnerstag im Sozialen Netzwerk Truth Social.

Sprint von Otepää: Biathlet Nawrath auf Podest

Philipp Nawrath hat zum Auftakt des Weltcups in Otepää endlich wieder für ein Ausrufezeichen der deutschen Biathleten gesorgt und das Podest erreicht. Der 33-Jährige (+17,8 Sekunden) belegte im Sprint über zehn Kilometer ohne Strafrunde hinter dem ebenfalls fehlerfreien Tagessieger Sturla Holm Lägreid aus Norwegen und Emilien Jacquelin aus Frankreich (0 Strafrunden/+10,7) den dritten Platz. Für die Männer des Deutschen Skiverbandes (DSV) war es das erst dritte Einzelpodest in diesem Winter.

Kellermann wechselt zu BVB-Frauen

Erfolgsmanager Ralf Kellermann nimmt nach seiner Zeit beim VfL Wolfsburg eine neue Aufgabe bei Borussia Dortmund an. Der scheidende Sportdirektor wird im Sommer in gleicher Position bei den aufstrebenden BVB-Frauen einsteigen, er unterschrieb einen Vertrag bis 2029.

Textgröße ändern: