English Woman's Journal - Trump wirft Kanada im Streit um Werbung "schmutziges" Spiel vor

Trump wirft Kanada im Streit um Werbung "schmutziges" Spiel vor


Trump wirft Kanada im Streit um Werbung "schmutziges" Spiel vor
Trump wirft Kanada im Streit um Werbung "schmutziges" Spiel vor / Foto: SAUL LOEB - AFP

US-Präsident Donald Trump hat Kanada im Streit um eine Werbekampagne mit Zitaten des früheren US-Präsidenten Ronald Reagan am Freitag ein "schmutziges Spiel" vorgeworfen. Die kanadische Provinz Ontario hatte zuvor angekündigt, den umstrittenen Werbespot mit Äußerungen Reagans zur US-Zollpolitik abzusetzen, allerdings erst am Montag. Unter anderem bei zwei wichtigen Baseball-Spielen am Wochenende sollte die Werbung noch gezeigt werden.

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"Ich wusste nicht, dass sie sie noch ein bisschen laufen lassen. Sie hätten sie heute Abend absetzen können", sagte Trump am Freitag weiter vor Journalisten. "Das ist ein schmutziges Spiel. Aber ich kann noch schmutziger spielen als sie", fügte er hinzu.

Aus Wut über die TV-Anzeige hatte Trump die Handelsgespräche mit Kanada vorerst abgebrochen. Ontario hatte den Beitrag auch in verschiedenen US-Fernsehsendern geschaltet. Darin war zu Bildern von US-Arbeitern und -Familien die Stimme Reagans zu hören, der vor Zöllen auf ausländische Importe warnt. "Auf lange Sicht schaden solche Handelshindernisse jedem amerikanischen Arbeiter und Verbraucher", sagt der frühere Präsident von den Republikanern (1981 bis 1989) in dem Spot.

Für Kritik sorgte der Spot auch bei der Ronald Reagan Foundation. Die Stiftung, die den Nachlass des 2004 gestorbenen Republikaners verwaltet, warf der Provinz eine "selektive" Nutzung des Audio- und Videomaterials aus Reagans Rede vom April 1987 vor und eine "falsche" Deutung der Ansprache. Die Stiftung behielt sich rechtliche Schritte vor.

Kanadas Regierungschef Carney sagte vor seinem Abflug nach Asien, Kanada sei bereit, auf die jüngsten Fortschritte bei den Handelsgesprächen "aufzubauen, wenn die Amerikaner bereit sind". Carney und Trump könnten sich am Rande von Gipfeltreffen der Asean- und Apec-Staaten begegnen, die ab Sonntag in Malaysia und Südkorea stattfinden. Der US-Präsident sagte jedoch, er habe nicht vor, Carney zu treffen.

Trump hatte Anfang April massive Zölle gegen Kanada und zahlreiche weitere Handelspartner weltweit verhängt. Obwohl er eine Reihe dieser Aufschläge später absenkte, leidet das Nachbarland Kanada vor allem unter Zöllen von 50 Prozent auf Stahl und Aluminium, 25 Prozent für Autos und einem kürzlich von Trump verhängten Aufschlag von zehn Prozent auf Holz. Auf Stahl und Aluminium sowie Autos aus den USA hat die Regierung in Ottawa Gegenzölle verhängt.

R.Sutherland--EWJ

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