English Woman's Journal - Sportminister fordern "nachvollziehbare" Olympia-Entscheidung

Sportminister fordern "nachvollziehbare" Olympia-Entscheidung


Sportminister fordern "nachvollziehbare" Olympia-Entscheidung
Sportminister fordern "nachvollziehbare" Olympia-Entscheidung / Foto: PATRIK STOLLARZ - SID

Die Sportministerinnen und Sportminister der Länder haben auf ihrer 52. Konferenz in Heidelberg den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) aufgefordert, im Auswahlverfahren eines Olympiabewerbers verbindliche Richtlinien zu erlassen. Der DOSB solle "alle notwendigen Maßnahmen" ergreifen, damit der Prozess "zu einer nachvollziehbaren, tragfähigen Entscheidung für das international aussichtsreichste Konzept führt", hieß es in einem Beschluss der SMK, die am Donnerstag und Freitag tagte.

Textgröße ändern:

Der DOSB plant, im Herbst 2026 durch die Mitgliederversammlung die Wahl eines Bewerbers zwischen den Städten München, Berlin, Hamburg und der Region Rhein-Ruhr zu treffen. Welche Maßstäbe er dafür anlegt, ist aber noch nicht klar. "Die Mitgliederversammlung 2025 (am 6. Dezember in Frankfurt; d.Red.) wird, so wie es üblich ist, als höchstes Gremium entscheiden, wie das Verfahren für 2026 aussehen wird", hatte der DOSB-Vorsitzende Otto Fricke zuletzt gesagt. Die Sportministerkonferenz erhöhte nun den Druck.

Zu den geforderten Maßnahmen gehören für die SMK "insbesondere die zeitnahe Festlegung und Veröffentlichung transparenter, objektiver Kriterien zur besten Standortauswahl sowie des geplanten Entscheidungsverfahrens und der Entscheidungsberechtigten im DOSB". Das Ziel müsse "eine geschlossene, international überzeugende Bewerbung sein, die für das gesamte Land Mehrwerte schafft".

Die SMK bekräftigte ihre Unterstützung für die Bemühungen um Olympische und Paralympische Spiele. "Die Bewerbung ist eine einmalige Chance, das Land hinter einem positiven Zukunftsprojekt zu vereinen, das auch die Stärkung des Breitensports und den Abbau von Bewegungsdefiziten in der gesellschaftlichen Breite umfasst", hieß es in dem Beschluss.

Die Länder nahmen in ihrer Erklärung neben dem DOSB auch die Bundesregierung in die Pflicht. "Nur wenn der Bund das Projekt als gesamtdeutsches Vorhaben weiterhin entschlossen unterstützt, hat es Aussicht auf Erfolg", teilte die SMK mit: "Die Sportministerkonferenz fordert die Bundesregierung auf, frühzeitig Klarheit über ihre finanzielle Beteiligung an den Kosten für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland zu schaffen."

Der Zusammenschluss der Sportministerinnen und Sportminister tagt seit 1977 mindestens einmal im Jahr und koordiniert die Sportpolitik der Bundesländer. Den Vorsitz hat 2025 und 2026 Baden-Württemberg mit Ministerin Theresa Schopper (Bündnis90/Die Grünen) inne. Der DOSB strebt eine Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 an.

B.Mclean--EWJ

Empfohlen

BVB holt Teenager Karetsas aus Genk

Der Wechsel von Konstantinos Karetsas zu Borussia Dortmund ist nach SID-Informationen in trockenen Tüchern. Der 18 Jahre alte Grieche kommt vom belgischen Erstligisten KRC Genk zu den Westfalen, wo er im offensiven Mittelfeld die Nachfolge von Julian Brandt antreten soll. Die Ablöse liegt bei kolportierten 30 Millionen Euro plus zwei Millionen Euro Bonuszahlungen, teurer war beim BVB in Summe nur der aktuelle Weltfußballer Ousmane Dembélé im Jahr 2016 (35 Millionen Euro).

England testet Keeper-Regel: Unterzahl bei taktischer Auszeit

Im Kampf gegen "taktische Auszeiten" und nur zum Schein behandelte Torhüter will der englische Fußball offenbar eine kreativen Regel testen. Die Idee: Betritt medizinisches Personal zur Behandlung eines Schlussmanns den Platz, hat der Trainer zehn Sekunden Zeit, einen Spieler zu benennen. Dieser muss das Feld für eine Minute verlassen.

Bericht: Merz holt Ex-Nationalspielerin Keßler ins Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz holt die frühere Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler einem Bericht des Handelsblatts zufolge in sein Regierungsteam. Die 38-Jährige, bisher UEFA-Direktorin für den Frauenfußball, soll demnach als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt auf Christiane Schenderlein folgen. Die Europäische Fußball-Union kommentierte dies auf Anfrage zunächst nicht.

"Um die Ohren fliegen": Klopp erklärt Kongress-Verzicht

Sein Kommen war lange ausgemacht, doch als frischgebackener Bundestrainer wollte sich Jürgen Klopp dann doch nicht auf dem Internationalen Trainer-Kongress an seiner alten Wirkungsstätte Mainz präsentieren. Sein Auftritt dort hätte ihm "in den nächsten Tagen und Wochen um die Ohren fliegen" können, damit entschuldigte sich der 59-Jährige in einer Grußbotschaft für sein Fernbleiben. Klopp wurde von DFB-Sportdirektor Rudi Völler vertreten.

Textgröße ändern: