English Woman's Journal - Fünfter Lombardia-Triumph: Pogacar fährt erneut außerirdisch

Fünfter Lombardia-Triumph: Pogacar fährt erneut außerirdisch


Fünfter Lombardia-Triumph: Pogacar fährt erneut außerirdisch
Fünfter Lombardia-Triumph: Pogacar fährt erneut außerirdisch / Foto: Marco BERTORELLO - SID

Tadej Pogacar hat in seinem letzten Saisonrennen erneut Radsport-Geschichte geschrieben und mit seinem fünften Sieg bei der Lombardei-Rundfahrt den legendären Rekordgewinner Fausto Coppi eingeholt. Der 27 Jahre alte Slowene vom UAE Team Emirates-XRG triumphierte am Samstag beim "Klassiker der fallenden Blätter" nach 241,0 km in Bergamo mit einem weiteren Traum-Solo und ließ der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance.

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Nach seinen jüngsten Alleingängen zum WM-Titel (über 75 km) und zum EM-Gold (66 km) trat Pogacar diesmal 38 km vor dem Ziel am Passo di Ganda an, zog wenig später am lange Zeit als Ausreißer führenden US-Amerikaner Quinn Simmons vorbei und fuhr fortan ein einsames Rennen. 1:48 Minuten betrug schließlich Pogacars Vorsprung auf seinen erneut zweitplatzierten Dauerrivalen Remco Evenepoel. Dritter wurde der Australier Michael Storer (+3:14).

Für Pogacar war es der 20. Saisonsieg - das gesamte deutsche Team Red Bull-Bora-hansgrohe hat nur zwei Rennen mehr gewonnen. Mit seinem zehnten Erfolg bei einem der fünf Radsport-Monumente zog Pogacar am großen Italiener Coppi vorbei, ist nun alleiniger Dritter hinter den Belgiern Eddy Merckx (19) und Roger De Vlaeminck (11). Coppi hatte die Lombardei-Rundfahrt zuvor als einziger fünfmal gewonnen, Pogacar schaffte dies nun als erster in Serie.

US-Meister Simmons hatte sich 82 km vor dem Ziel aus einer Ausreißergruppe abgesetzt, lag an der 50-km-Marke noch drei Minuten vor Pogacar. Als dieser attackierte waren es noch rund zwei Minuten Vorsprung - diese Lücke schloss der derzeit unantastbare Slowene binnen vier Kilometern.

Für Evenepoel, zuletzt schon bei WM und EM Zweiter hinter Pogacar, war bei "Il Lombardia" erneut nur der Slowene zu stark. Immerhin: Im Vorjahr hatte er als Zweitplatzierter noch 3:16 Minuten Rückstand kassiert. Für den belgischen Olympiasieger war es nach sieben Jahren mit 59 Siegen das letzte Rennen für das Team Soudal Quick-Step, ab 2026 fährt Evenepoel für Red Bull. Sein künftiger deutscher Teamkollege Florian Lipowitz hatte seinen geplanten Start in der Lombardei kurzfristig abgesagt und seine Saison beendet.

Ch.McDonald--EWJ

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