English Woman's Journal - DFL-Spitze verspricht: Auslandsspiele "keine Option"

DFL-Spitze verspricht: Auslandsspiele "keine Option"


DFL-Spitze verspricht: Auslandsspiele "keine Option"
DFL-Spitze verspricht: Auslandsspiele "keine Option" / Foto: Jürgen Kessler - IMAGO/SID

Die Spitze der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat noch einmal die Austragung von Bundesliga-Punktspielen im Ausland kategorisch ausgeschlossen. "Für uns ist das nicht relevant und keine Option", sagte Co-Geschäftsführer Marc Lenz im Podcast "Spielmacher von 360Media": "Es würde der Zentralvermarktung helfen, ist aber nicht unser Kern und entspricht nicht unserer gesellschaftlichen Verankerung. Wir wollen die Zentralvermarktung durch Internationalisierung auch stärken, aber nicht durch Pflichtspiele."

Textgröße ändern:

Grundsätzlich hat Lenz "Verständnis" für den Schritt der italienischen Serie A und der spanischen La Liga, die jeweils ein Punktspiel der laufenden Saison in Übersee austragen. "Der Mehrwert, den ausländische Ligen sehen, ist nicht zu verneinen", äußerte Lenz. Die konkrete Mehreinnahme für die jeweilige Liga schätzte Lenz auf einen zweistelligen Millionenbereich, der bei der Ausschüttung jedem Klub etwa eine Million Euro bringen dürfte.

Am Montag hatte die Europäische Fußball-Union (UEFA) "widerstrebend" und "ausnahmsweise" die Austragung der beiden Auslandsspiele genehmigt. Die AC Mailand wird am 8. Februar des kommenden Jahres im australischen Perth gegen Como 1907 antreten. Der FC Villarreal trifft bereits am 20. Dezember in Miami im US-Bundesstaat Florida auf den FC Barcelona. Die Entscheidungen haben in Italien und Spanien mittlerweile für massiven Ärger gesorgt.

Hans-Joachim Watzke hatte zuletzt betont, dass ein solcher solcher Schritt für die Bundesliga nicht infrage kommt. "Solange ich bei der Liga in der Verantwortung stehe, wird es kein Pflichtspiel im Ausland geben", sagte der DFL-Präsidiumssprecher: "Das ist nicht interpretationsfähig."

K.R.Jones--EWJ

Empfohlen

BVB holt Teenager Karetsas aus Genk

Der Wechsel von Konstantinos Karetsas zu Borussia Dortmund ist nach SID-Informationen in trockenen Tüchern. Der 18 Jahre alte Grieche kommt vom belgischen Erstligisten KRC Genk zu den Westfalen, wo er im offensiven Mittelfeld die Nachfolge von Julian Brandt antreten soll. Die Ablöse liegt bei kolportierten 30 Millionen Euro plus zwei Millionen Euro Bonuszahlungen, teurer war beim BVB in Summe nur der aktuelle Weltfußballer Ousmane Dembélé im Jahr 2016 (35 Millionen Euro).

England testet Keeper-Regel: Unterzahl bei taktischer Auszeit

Im Kampf gegen "taktische Auszeiten" und nur zum Schein behandelte Torhüter will der englische Fußball offenbar eine kreativen Regel testen. Die Idee: Betritt medizinisches Personal zur Behandlung eines Schlussmanns den Platz, hat der Trainer zehn Sekunden Zeit, einen Spieler zu benennen. Dieser muss das Feld für eine Minute verlassen.

Bericht: Merz holt Ex-Nationalspielerin Keßler ins Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz holt die frühere Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler einem Bericht des Handelsblatts zufolge in sein Regierungsteam. Die 38-Jährige, bisher UEFA-Direktorin für den Frauenfußball, soll demnach als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt auf Christiane Schenderlein folgen. Die Europäische Fußball-Union kommentierte dies auf Anfrage zunächst nicht.

"Um die Ohren fliegen": Klopp erklärt Kongress-Verzicht

Sein Kommen war lange ausgemacht, doch als frischgebackener Bundestrainer wollte sich Jürgen Klopp dann doch nicht auf dem Internationalen Trainer-Kongress an seiner alten Wirkungsstätte Mainz präsentieren. Sein Auftritt dort hätte ihm "in den nächsten Tagen und Wochen um die Ohren fliegen" können, damit entschuldigte sich der 59-Jährige in einer Grußbotschaft für sein Fernbleiben. Klopp wurde von DFB-Sportdirektor Rudi Völler vertreten.

Textgröße ändern: