English Woman's Journal - Fragwürdiger Elfmeter: Stuttgart dreht Spiel in Köln

Fragwürdiger Elfmeter: Stuttgart dreht Spiel in Köln


Fragwürdiger Elfmeter: Stuttgart dreht Spiel in Köln
Fragwürdiger Elfmeter: Stuttgart dreht Spiel in Köln / Foto: Stefan Brauer - IMAGO/Brauer-Fotoagentur/SID

Der VfB Stuttgart hat auch dank eines höchst fragwürdigen Elfmeterpfiffs den dritten Saisonsieg eingefahren. Beim aufmüpfigen Aufsteiger 1. FC Köln musste der Pokalsieger einem frühen Rückstand hinterherlaufen, gewann durch den Elfmeter von Ermedin Demirovic (28.) und den späten Siegtreffer von Josha Vagnoman (81.) aber doch mit 2:1 (1:1).

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Jakub Kaminski hatte die Kölner vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Müngersdorfer Stadion früh in Führung gebracht (4.), ehe Demirovic nach einem Kontakt im Sechzehner nicht zu Boden ging - und dennoch den Elfmeterpfiff bekam. Stuttgart feierte binnen neun Tagen den dritten Pflichtspielsieg und zog mit neun Punkten in der Tabelle am FC (7) vorbei.

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß wechselte im Vergleich zum 2:1-Auftaktsieg in der Europa League am Donnerstagabend gegen Celta Vigo auf gleich fünf Positionen. Die Nationalspieler Maximilian Mittelstädt und Jamie Leweling bekamen zunächst eine Pause, Kapitän Atakan Karazor kehrte dafür zurück in die Startelf.

Köln musste auf den verletzten Marius Bülter (Achillessehnenentzündung) verzichten, für ihn rückte Ragnar Ache ins Sturmzentrum. Nach zwei Auswärtsspielen in Serie sei es natürlich wieder "ein Vorteil, daheim vor 50.000 positiv verrückten Menschen zu spielen", sagte Kwasniok, der erneut im schwarzen Ausweichtrikot coachte, vor dem erst zweiten Heimspiel der Saison.

Einen Tag nach der Mitgliederversammlung erwischten die Gastgeber vor den Augen des neu gewählten Präsidiums um Präsident Jörn Stobbe den deutlich besseren Start. Ache bekam in der Mitte zu viel Platz, Kaminski musste den Steckpass nur noch an Nübel vorbeischieben. Ache hätte nachlegen können, seinen Heber über Nübel hinweg klärte Luca Jaquez so gerade eben vor der Linie (7.).

Erstmals gefährlich auf der anderen Seite wurde es nach einer Ecke, den artistischen Fallrückzieher von Tiago Tomás lenkte Schwäbe über die Latte (17.). Schwäbe war es auch, der sich im Spielaufbau den Ball zu weit vorlegte und Demirovic mit seiner Grätsche leicht an der Hacke traf. Der Stuttgarter Stürmer blieb jedoch auf den Beinen und spielte weiter, es gab keinerlei Proteste, Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied nach VAR-Hinweis und minutenlanger Überprüfung dennoch auf Elfmeter.

"Wenn ich jetzt sage, was ich denke, dann wird es schwierig", sagte Kölns Co-Trainer Frank Kaspari in der Pause bei DAZN: "Wir müssen das jetzt akzeptieren."

Nach der Aufregung übernahm Stuttgart das Spielgeschehen, Köln hatte in Person von Sebastian Sebulonsen jedoch vor der Pause die beste Gelegenheit auf die erneute Führung (45.+1). Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein Spiel mit offenem Visier. Tomás scheiterte per Hacke (52.) und am Pfosten (70.), bei Köln sorgte vor allem der eingewechselte Said El Mala für viel Betrieb. Stuttgarts Mittelstädt klärte einen Kopfball auf der Linie (78.), dann schlug Vagnoman zu.

P.Mitchell--EWJ

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