English Woman's Journal - Ryder Cup: Team Europa greift nach dem Sieg

Ryder Cup: Team Europa greift nach dem Sieg


Ryder Cup: Team Europa greift nach dem Sieg
Ryder Cup: Team Europa greift nach dem Sieg / Foto: James Marsh - IMAGO/Shutterstock/SID

Team Europa hält der hitzigen Stimmung beim 45. Ryder Cup weiterhin eindrucksvoll stand und greift im ewigen Duell mit den US-Golfern nach dem seltenen Auswärtssieg. Am zweiten Tag im Bethpage State Park von Long Island bauten die Europäer ihre Führung sogar noch aus und gehen mit einem 11,5:4,5 in den entscheidenden Sonntag. Noch zwölf Single-Matches stehen auf dem Programm, die Europa-Auswahl benötigt als Titelverteidiger 14 Punkte für den Sieg.

Textgröße ändern:

Es wäre der elfte bei den vergangenen 15 Ausgaben - ein Triumph im Staat New York wäre zudem der erste Ryder-Cup-Auswärtssieg seit 2012, als die Europäer das "Wunder von Medinah" in Illinois vollbrachten. Entsprechend emotional war das Duell auch am Samstag, das lag auch an der Begleitung durch die für Golfevents ungewöhnlich lautstarken Fans.

Nicht nur Rory McIlroy war durch die Zwischenrufe, darunter auch Beleidigungen, während der Schläge sichtlich genervt. Schon am Freitag hatte der fünfmalige Major-Gewinner sich mit den amerikanischen Fans angelegte, am Samstag empfahl er einigen Zusehenden dann lautstark, die "Klappe" zu halten ("shut up"). Eine ablehnende Stimmung sei "erwartbar, so ist das bei einem Auswärts-Ryder-Cup", sagte der Nordire: "Zwischen den Schlägen sollen sie sagen, was sie wollen, das ist okay. Aber seid so respektvoll, uns schlagen zu lassen, gebt uns die selbe Chance, die die Amerikaner haben."

In den Foursomes, bei denen die Zweierteams jeweils mit einem Ball im Wechsel spielen, gewannen der frühere Masterssieger Jon Rahm (Spanien) und Tyrrell Hatton (England) gegen den zweimaligen Major-Champion Xander Schauffele und Patrick Cantlay mit 3&2. Robert MacIntyre (Schottland) und Viktor Hovland (Norwegen) setzten sich gegen Scottie Scheffler und Russell Henley 1-up durch, und auch McIlroy und Tommy Fleetwood (England) punkteten durch das 3&2 gegen Collin Morikawa/Harris English. Für die USA gewannen am Vormittag nur der zweimalige US-Open-Sieger Bryson DeChambeau und Cameron Young, die sich gegen das schwedisch-englische Duo Ludvig Aberg/Matt Fitzpatrick mit 4&2 durchsetzten.

In den Fourballs, ebenfalls ein Teamduell, bei dem allerdings jeder Golfer seinen eigenen Ball spielt, blieb Europa auf Kurs. Die Engländer Justin Rose und Fleetwood gewannen 3&2 gegen Scheffler/DeChambeau, McIlroy und Shane Lowry (Irland) setzten sich 2-up gegen Justin Thomas und Young durch und Hatton und Fitzpatrick jubelten über ein 1-up gegen Sam Burns und Cantlay. Auch hier gelang den US-Amerikanern nur ein Erfolg, J.J. Spaun und Schauffele bezwangen den Österreicher Sepp Straka und Rahm mit 1-up.

"Ich hätte nicht mit einem so großen Vorsprung gerechnet", sagte der europäische Teamkapitän Luke Donald: "Viele Dinge sind für uns gut gelaufen, aber ich bin sehr zufrieden mit der Stärke unseres Teams, der Schlagkraft, der Intensität – einer Art antifragiler Mentalität."

B.Jamieson--EWJ

Empfohlen

Nach 14 Jahren: Popp verlässt den VfL Wolfsburg

Alexandra Popp wird den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg im Sommer nach 14 Jahren, sieben Meistertiteln und zwei Triumphen in der Champions League verlassen. Das verkündete die langjährige Nationalspielerin am Samstag in einem Instagram-Video, ohne ihre weiteren Pläne zu nennen.

Maier führt offene deutsche Staffel zu Silber

Die deutschen Skilangläufer haben bei den Paralympischen Winterspielen eine weitere Medaille gewonnen. Theo Bold, Sebastian Marburger, Linn Kazmaier und Marco Maier holten in der offenen Staffel Silber, nach spannenden 4x2,5 km fehlten nur 5,4 Sekunden auf die Sieger aus China. Es ist die erste deutsche Staffel-Medaille seit acht Jahren, der Deutsche Behindertensportverband (DBS) steht damit bei den Langlauf-Wettbewerben in Tesero bei dreimal Silber und einmal Bronze.

Rothfuss und Schmiedt deutsche Fahnenträger bei Schlussfeier

Die alpine Skirennfahrerin Andrea Rothfuss und Snowboarder Christian Schmiedt werden bei der Schlussfeier der Paralympischen Winterspiele im Curling Stadium von Cortina d'Ampezzo die deutsche Fahne tragen. Das teilte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) mit. Anders als noch bei der Eröffnungszeremonie sieht das Team D am Sonntag (20.30 Uhr) von einem Boykott ab.

Nur Vierte nach dem ersten Lauf: Forster muss aufholen

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster muss sich für ihr Gold-Triple bei den Paralympischen Winterspielen in Norditalien gewaltig strecken. Die 30-Jährige aus Radolfzell liegt in ihrer Paradedisziplin Slalom nach dem ersten Lauf der sitzenden Startklasse nur auf Rang vier, muss auf dem ungeliebten flachen Hang von Cortina d'Ampezzo gar um eine Medaille bangen. Der entscheidende Durchgang beginnt um 13.00 Uhr.

Textgröße ändern: