English Woman's Journal - Wie im "schlechten Film": Sosna mit Kritik nach Diskus-Finale

Wie im "schlechten Film": Sosna mit Kritik nach Diskus-Finale


Wie im "schlechten Film": Sosna mit Kritik nach Diskus-Finale
Wie im "schlechten Film": Sosna mit Kritik nach Diskus-Finale / Foto: ANTONIN THUILLIER - POOL/SID

Im Diskusfinale der Leichtathletik-WM fühlte sich Mika Sosna wie in einer billigen Komödie - selbstverständlich ohne Happy End. "Es war wie in einem schlechten Film", sagte der deutsche Werfer im Gespräch mit Sport1, nach dem vom Regen beeinträchtigten Wettkampf in Tokio richtete er harte Worte an den Ausrichter.

Textgröße ändern:

"Viele Athleten haben sich danach extrem darüber beklagt, wie man eine Weltmeisterschaft unter diesen Bedingungen durchführen kann", sagte Sosna. Am Finaltag hatte der Himmel über der japanischen Hauptstadt seine Schleusen geöffnet, die sintflutartigen Regenfälle hatten neben einer großen Verspätung und langen Pausen auch für massenweise kuriose Bilder bei der letzten Männer-Entscheidung gesorgt.

"Wir können alle froh sein, dass sich niemand schwer verletzt hat", sagte Sosna, dessen Mitstreiter auf der grauen Betonplatte beinahe reihenweise zu Boden gegangen waren, "jeder Schritt war riskant, jeder Versuch ein Balanceakt".

Halbwegs reguläre Bedingungen konnten auch die zahlreichen Helfer mit unzähligen Handtüchern nicht schaffen. In den Wassermassen von Tokio seien "sämtliche Regeln über den Haufen geworfen" worden, erzählte Sosna, "man durfte mit Straßenschuhen werfen, andere tapten ihre Schuhe, jeder improvisierte". Er selbst probierte es mit der "Socken-Taktik", das Kleidungsstück zog er sich über die Wettkampfschuhe.

Als sonderlich hilfreich auf dem klatschnassen Beton erwies sich allerdings auch das nicht, mit nur 58,60 Metern wurde der 22-Jährige lediglich Elfter und damit Vorletzter. "Bei mir hat nichts davon funktioniert", sagte Sosna, in der Qualifikation hatte er die Scheibe immerhin noch gut sechs Meter weiter geschleudert: "Ich bin damit total überfordert gewesen". Der Schwede Daniel Stahl gewann mit 70,47 m WM-Gold.

O.Wood--EWJ

Empfohlen

Verstärkung für die Defensive: Frankfurt holt Otávio

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt verstärkt sich mit dem brasilianischen Innenverteidiger Otávio. Wie die SGE am Dienstag mitteilte, wechselt der 20-Jährige vom portugiesischen Erstligisten CF Estrela Amadora an den Main. Dort erhält er einen Fünfjahresvertrag.

Italien sucht den Neuanfang - mit Chiellini und Mancini?

Der chaotische Umbruch beim viermaligen Fußball-Weltmeister Italien geht in die nächste Runde. Medienberichten zufolge wird jetzt der frühere Nationalspieler Giorgio Chiellini als neuer Sportdirektor gehandelt, als mögliche neue Nationaltrainer gelten nun wieder die früheren Italien-Coaches Roberto Mancini und Antonio Conte.

Tennis: Maria-Auftaktsieg in Memphis

Die frühere Wimbledon-Halbfinalistin Tatjana Maria (Bad Saulgau) ist mit einem Erfolg in die Hartplatz-Saison gestartet. Die deutsche Nummer zwei besiegte die Australierin Talia Gibson zum Auftakt des WTA-Turniers in Memphis in nur 67 Minuten mit 6:0, 6:3. Zuletzt hatte sie den Rasen-Challenger in Newport gewonnen.

Matthäus sieht bei Musiala "keine Ausreden mehr"

Lothar Matthäus hat Fußball-Nationalspieler Jamal Musiala vor der neuen Saison in die Pflicht genommen. "Irgendwann ist es vorbei mit der schweren Verletzung, die er sich vor über einem Jahr zugezogen hat. Diese muss er nun endgültig aus dem Kopf bekommen", schrieb der 65-Jährige in seiner Sky-Kolumne über den Profi des FC Bayern.

Textgröße ändern: