English Woman's Journal - "Nicht einstürzen lassen": Nagelsmann fordert Emotionalität

"Nicht einstürzen lassen": Nagelsmann fordert Emotionalität


"Nicht einstürzen lassen": Nagelsmann fordert Emotionalität
"Nicht einstürzen lassen": Nagelsmann fordert Emotionalität / Foto: Marc Schueler - IMAGO/Schüler/SID

Trotz der historischen Blamage von Bratislava will Julian Nagelsmann seine Planungen für eine erfolgreiche Qualifikation zur WM 2026 nicht umwerfen. Der Bundestrainer fordert dennoch künftig deutlich mehr Emotionalität und eine entschlossenere Einstellung. Er habe "schon Vertrauen in die Mannschaft, aber es muss einfach jeder begreifen, dass wir so ein Spiel angehen müssen - auch wenn es total dumm klingt - wie ein Champions-League-Halbfinale", sagte der 38-Jährige am ARD-Mikrofon.

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Beim 0:2 (0:1) gegen die Slowakei, der ersten Auswärtsniederlage einer deutschen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation überhaupt, hätten "vermeintlich" die besten Spieler aus Deutschland gespielt. "Aber vielleicht müssen wir dann tatsächlich weniger auf Qualität setzen, sondern auf Spieler, die einfach nur alles reinwerfen", sagte Nagelsmann. Man könne dennoch nicht davon ausgehen, dass er den Kader bei der nächsten Nominierung radikal verändern werde. "Ich habe ja nicht 150 Deutsche zur Auswahl."

Auch Kapitän Joshua Kimmich sah "einzig und allein" die Einstellung als Problem. "Wenn wir so auftreten, dann wird das sicherlich nichts mit der Qualifikation", warnte der Münchner vor dem zweiten Spiel am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) in Köln gegen Nordirland. Es werde zwar "nicht passieren, dass wir uns gegenseitig zerlegen oder Vorwürfe machen", es müsse aber jeder "spüren, was auf dem Spiel steht". Er glaube nicht, dass das Team daran "zerbrechen" werde.

Emotionalität lautet das Stichwort für Nagelsmann, um das Worst-Case-Szenario einer WM im kommenden Jahr in den USA, Kanada und Mexiko ohne Deutschland abzuwenden. "Ich kann dieses ewige 'Qualität, Qualität' nicht mehr hören. Wir müssen emotional Fußball spielen! In jedem Spiel! Wir haben jetzt noch fünf Spiele, die müssen wir alle gewinnen - und zwar deutlich", forderte der Bundestrainer. Er wolle aber "nicht alles einstürzen lassen, wir haben noch eine gute Chance." Sollte das DFB-Team gegen Nordirland "energetischer" auftreten, "wird es schon ein viel besseres Spiel".

Das Ziel bleibt für Nagelsmann trotz des herben Rückschlags der WM-Titel. "Es zu ändern, wäre unglaubwürdig", sagte der DFB-Coach: "Aber natürlich stehe ich heute nicht überragend gut da, das weiß ich. Aber es wäre ein fatales Zeichen zu sagen, wir wollen nicht mehr Weltmeister werden."

F.Stewart--EWJ

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