English Woman's Journal - Furiose Premiere: Wagner leidet - und siegt

Furiose Premiere: Wagner leidet - und siegt


Furiose Premiere: Wagner leidet - und siegt

Die Nachspielzeit war für Sandro Wagner lang wie die Ewigkeit. Mit einem Wutausbruch holte er sich in der 95. Minute seine erste Gelbe Karte als Bundesliga-Trainer ab, dann biss er sich vor Anspannung in die Faust - aber nach elf quälenden Minuten hatte er es endlich geschafft. Die furiose Premiere des früheren Assistenten von Bundestrainer Julian Nagelsmann endete mit einem Sieg seines FC Augsburg beim SC Freiburg.

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Mit dem 3:1 (3:0), das Wagner schließlich in einer Jubeltraube mit seinem Coaching-Staff feierte, vertrieb er auch gleich einen Angstgegner. Der FCA hatte die zurückliegenden zehn Partien (neun Niederlagen) in Freiburg nicht gewonnen. Wagner hatte also allen Grund, seine Spieler gestenreich Richtung Fankurve zu schicken. "Er ist ein guter Trainer. Wir entwickeln uns täglich weiter", lobte Torschütze Marius Wolf.

Dimitrios Giannoulis (32.), Chrislain Matsima (42.) und Wolf (45+2.) trafen für die, die am kommenden Samstag gegen Meister Bayern München antreten. Vincenzo Grifo (58.) per Handelfmeter war für Freiburg erfolgreich.

"Wenn man als kleines Kind Bundesliga schaut, im Stadion war und jetzt hier dabei sein kann, egal in welcher Funktion, dann ist das natürlich schön", hatte Wagner, der es als Spieler auf 180 Bundesliga-Einsätze (44 Tore) gebracht hat, kurz vor dem Anpfiff bei Sky gesagt: "Ich hoffe, dass wir am Ende des Tages erfolgreich sind und viele Spiele gewinnen."

Einen Sieg hat er schon mal - für Freiburg jedoch begann die Saison mit einer Enttäuschung. "Wir haben große Möglichkeiten und kriegen dann die Tore, das war ein richtiges Brett", sagte Sportvorstand Jochen Saier im Sky-Interview. "Ein Kompliment aber mache ich unserer Mannschaft für die Reaktion."

33.600 Zuschauer sahen eine ausgeglichene Anfangsphase. Aufregend wurde es in der 16. Minute - der Treffer des Freiburgers Lucas Höler nach einem kapitalen Fehler von FCA-Neuzugang Han-Noah Massengo zählte aufgrund einer Abseitsposition aber nicht.

Die Freiburger erhöhten die Schlagzahl, Eren Dinkci vergab die erste gute Möglichkeit (24.). Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Der Schuss von Giannoulis wurde von Lukas Kübler unhaltbar für Torwart Noah Atubolu abgefälscht.

Die Freiburger vergaben in der 39. Minute binnen Sekunden zwei Großchancen zum Ausgleich. Und erneut wurde der SC umgehend bestraft: Nach einer Ecke köpfte Matsima ein. Es kam noch dicker, als Wolf nach einem Fehler von Dinkci alleine über den Platz spurtete und überlegt abschloss.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs vergab Johan Manzambi die Gelegenheit, Freiburg zurück ins Spiel zu bringen (51.). Die Mannschaft von Julian Schuster schaffte kurz darauf dennoch den ersten Treffer. Grifo traf vom Punkt, Jeffrey Gouweleeuw hatte ein strafbares Handspiel begangen.

Nach dem Gegentor gerieten die Augsburger massiv unter Druck. Der Freiburger Anschluss schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Die Nachspielzeit aber überstand der FCA clever - auch wenn sie lang war.

R.Wilson--EWJ

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