English Woman's Journal - Lipowitz setzt Akzente - Buchmann in Form

Lipowitz setzt Akzente - Buchmann in Form


Lipowitz setzt Akzente - Buchmann in Form
Lipowitz setzt Akzente - Buchmann in Form / Foto: IMAGO/Fotoreporter Sirotti Stefano - IMAGO/Sirotti/SID

Florian Lipowitz probierte es einfach mal. Knapp zwei Kilometer vor dem Ziel der zweiten Etappe der Tour de France in Boulogne-sur-Mer setzte sich der deutsche Hoffnungsträger mit einem beherzten Antritt vom Feld ab, die Stars um Tadej Pogacar schauten zunächst nur hinterher. Zwar wurde Lipowitz schnell wieder eingefangen, sein großer Mut blitzte aber auf - trotz vorangegangener Schwierigkeiten.

Textgröße ändern:

"Ich muss sagen, ich habe mich den ganzen Tag nicht so gut gefühlt", gestand der 24-jährige Ulmer: "Aber gegen Ende ging es ein bisschen besser. Ich habe gedacht, wenn die vorne rausnehmen, kann ich es mit einer Attacke probieren." Letztlich schnappte sich Mathieu van der Poel vor Titelverteidiger Pogacar den Etappensieg und das Gelbe Trikot.

Nach dem dritten Platz beim Critérium du Dauphiné, der Tour-Generalprobe im Juni, habe er "etwas Pause gebraucht. Das Training lief nie zu 100 Prozent", sagte der frühere Biathlet Lipowitz, der für seine mutige Attacke einen Schulterklopfer von Red-Bull-Teamchef Ralph Denk bekam: "Ich habe die letzten drei Tage vor der Tour mal rausgekommen. Ich brauche jetzt zwei, drei Tage, um wieder reinzukommen."

Der Sportliche Leiter Rolf Aldag will Lipowitz schützen. "Er ist auch nicht doof, er guckt Fernsehen, er liest Zeitung. Und dann ist ihm klar, was da für Erwartungen gewachsen sind", sagte der Ex-Profi: "Als Team versuchen wir, es kleinzuhalten und auch realistisch einzuschätzen. So schön es für alle deutschen Radsportfans ist, zu sagen, wir lassen da jetzt eine große Euphorie ausbrechen, so gefährlich ist es auch für den Sportler Lipowitz."

Letztlich kam Lipowitz auf Rang 24 ins Ziel, im Gesamtklassement liegt er auf dem 22. Platz. Bester Deutscher ist er nicht. Der frühere Tour-Vierte Emanuel Buchmann, der das Lipowitz-Team im vergangenen Jahr geräuschvoll verlassen hatte, landete auf der zweiten Etappe vier Plätze vor Lipowitz und belegt derzeit insgesamt Rang 14. "Es war ein guter Tag. Ich hoffe, es geht so weiter", sagte Cofidis-Profi Buchmann.

D.Findlay--EWJ

Empfohlen

BVB bleibt auf Augenhöhe mit dem FC Bayern

Borussia Dortmund bleibt mit dem FC Bayern auf Augenhöhe. In einem kampfbetonten 141. deutschen Klassiker trotzte die Mannschaft von Trainer Niko Kovac dem deutschen Rekordmeister ein 2:2 (0:1) ab und ist damit nach wie vor punktgleich mit dem Tabellenführer aus München. Fábio Silva (89.) und Serhou Guirassy (60.) trafen vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp jeweils zum Ausgleich für die Gäste, nachdem Konrad Laimer (38.) und Dayot Upamecano (66.) die Bayern zweimal in Führung gebracht hatten.

Zverev unterliegt de Minaur: Traumfinale gegen Alcaraz geplatzt

Ein fahriger Alexander Zverev hat das Traumfinale beim ATP-Turnier in Wien platzen lassen. Der neue Weltranglistenerste unterlag am Samstag in einem ganz engen Match dem Australier Alex de Minaur 4:6, 6:1, 6:7 (4:7) und verpasste damit das erhoffte Endspiel gegen seinen Vor-Vorgänger Carlos Alcaraz. Der Spanier hatte zuvor sein Halbfinale 6:4, 7:6 (7:2) gegen Daniil Medwedew gewonnen.

Nach Russen-Urteil: WM-Rückgabe für DEB eine Option

Die Teilnahme Russlands an der Weltmeisterschaft in Deutschland wird zum Politikum, der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) zieht gar den Worst-Case in Betracht. "Ich möchte keine Schwarzmalerei betreiben, ich möchte auch nicht die WM in Frage stellen", sagte der Vorstandsvorsitzende Frank H. Lutz bei MagentaTV: "Aber natürlich müssen wir uns als DEB mit der Option beschäftigen, dass wir diese WM zurückgeben."

Matchball vergeben: Struff verpasst erneuten Final-Einzug

Tennisprofi Jan-Lennard Struff hat in einem Krimi seinen zweiten Final-Einzug auf der ATP-Tour binnen acht Tagen verpasst. Der 36 Jahre alte Warsteiner vergab im Halbfinale des Hallenturniers von Basel gegen den Tschechen Jiri Lehecka einen Matchball und unterlag trotz einer phasenweise erneut starken Leistung 6:3, 5:7, 4:6. In der Vorwoche hatte er im engen Endspiel von Basel gegen den Niederländer Tallon Griekspoor verloren.

Textgröße ändern: