English Woman's Journal - EU verurteilt Bemühungen des IOC um Russland und Belarus

EU verurteilt Bemühungen des IOC um Russland und Belarus


EU verurteilt Bemühungen des IOC um Russland und Belarus
EU verurteilt Bemühungen des IOC um Russland und Belarus / Foto: DENIS BALIBOUSE - SID

Die Europäische Union (EU) hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) dafür verurteilt, Wege für russische und belarussische Athleten zu erkunden, um an den Olympischen und Paralympischen Spielen 2024 in Paris teilzunehmen. Eine entsprechende Resolution wurde mit 444 Ja-Stimmen, 26 Nein-Stimmen und 37 Enthaltungen angenommen. Dies berichtet der Branchendienst insidethegames.biz.

Textgröße ändern:

In dem Antrag wurde festgehalten, dass eine Teilnahme von Aktiven aus den beiden Ländern, ob neutral oder nicht, "der facettenreichen Isolation dieser Länder zuwiderläuft und von beiden Regimes für Propagandazwecke benutzt wird". Die Resolution markiert den bevorstehenden einjährigen Jahrestag des Krieges, der mit der Invasion Russlands am 24. Februar 2022 begann.

Die 27 Mitgliedstaaten werden aufgefordert, das IOC unter Druck zu setzen, seine Entscheidung, die als "eine Peinlichkeit für die internationale Welt des Sports" bezeichnet wurde, rückgängig zu machen.

Auf seiner Deutschland-Reise Ende Januar hatte Präsident Thomas Bach die IOC-Pläne verteidigt und dabei mit den Menschenrechtsanforderungen der Olympischen Charta wie auch der Vereinten Nationen argumentiert. Athleten "aufgrund ihres Passes auszuschließen", verstoße gegen die Prinzipien. Bach stützte sich dabei auf eine "überwiegende Mehrheit", die er in der Olympischen Bewegung nach "Konsultationsgesprächen" ausgemacht habe. Ende Februar 2022 hatte das IOC den internationalen Verbänden empfohlen, Sportler aus Russland und Belarus von Wettkämpfen auszuschließen.

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba kritisierte das IOC und Thomas Bach persönlich erneut für diesen Kurswechsel. "Die Heuchelei des IOC-Präsidenten und des Komitees ist einfach erbärmlich", sagte Kuleba.

"Ein Land, das eine Aggression begeht, die von der großen Mehrheit der UN-Generalversammlung verurteilt wurde, verliert das Recht, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Das gilt auch für alle Athleten", so Kuleba.

K.Marshall--EWJ

Empfohlen

Nach Dopingsperre: Carl will "zweite Chance" nutzen

Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl hofft kurz vor dem Ende ihrer Dopingsperre auf eine zweite Chance. "Jeder Mensch macht Fehler, und wir sind keine Maschinen. Jeder hat eine zweite Chance verdient, und ich möchte diese nutzen. Darauf trainiere ich hin", sagte die 31-Jährige am Mittwoch in einer Medienrunde.

Struff gewinnt deutsches Duell - nun gegen Djokovic?

Auch Davis-Cup-Kumpel Yannick Hanfmann kann den guten Lauf von Jan-Lennard Struff nicht stoppen. Wenige Tage nach seinem Finaleinzug in Brüssel hat Struff das deutsche Duell beim ATP-Turnier in Basel für sich entschieden. Dank des 6:4, 6:3 steht der Warsteiner im Achtelfinale - wo ein Highlightmatch gegen den Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic warten könnte.

Auch Real entschuldigt sich bei China für Mbappé-Kommentar

Nach dem Wirbel um einen mutmaßlichen Scherz von Fußball-Superstar Kylian Mbappé über Chinas Staatsgründer Mao Zedong hat sich nun auch Real Madrid offiziell entschuldigt. Der Klub wolle sich "beim chinesischen Volk für die Verstimmung entschuldigen, die durch die jüngsten Äußerungen unseres Spielers Kylian Mbappé möglicherweise entstanden ist", teilte der spanische Rekordmeister am Mittwoch mit.

Klaveness: FIFA-Kandidatur "kein wirkliches Thema" für mich

Norwegens Fußball-Verbandschefin Lise Klaveness (45) hat die Hoffnung der Europäer auf eine Alternative zu FIFA-Chef Gianni Infantino unterstrichen und vereinzelte Rufe nach einer eigenen Kandidatur zurückgewiesen. Ihr Verband habe international "eine Rolle gespielt, die nicht der effizienteste Weg ist, um Stimmen zu gewinnen", sagte Klaveness dem britischen Guardian: "Ich denke, wir haben uns sehr deutlich geäußert, deshalb glaube ich nicht, dass das diesmal für mich in Frage kommt, und es war auch kein wirkliches Thema für mich."

Textgröße ändern: