English Woman's Journal - DOSB-Präsident Weikert bittet um Verzeihung

DOSB-Präsident Weikert bittet um Verzeihung


DOSB-Präsident Weikert bittet um Verzeihung
DOSB-Präsident Weikert bittet um Verzeihung / Foto: Simon Hofmann - SID

Präsident Thomas Weikert hat auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes im Namen des Präsidiums für das "Misstrauen und die Verdächtigungen gegen einzelne Personen" in der Vergangenheit um Verzeihung gebeten. Gleichzeitig warb Weikert in Baden-Baden für mehr Offenheit bei kritischen Auseinandersetzungen im DOSB. Das Vorgängerpräsidium hatte mehrere Gerichtsverfahren angestrengt - auch gegen DOSB-Mitglieder und Journalisten.

Textgröße ändern:

"Manche Wunden der Vergangenheit brauchen Zeit, um zu heilen, auch weil sie manchmal aufgerissen werden, zum Beispiel durch anonyme Briefe", sagte Weikert. Sein Präsidium stehe für einen Verband, "in dem offener und kritischer Dialog auf allen Ebenen auf Augenhöhe möglich ist". Weikert (61) bezweifelte, "ob jeder anonyme Brief zuletzt das alleinige Ziel hatte, Missstände oder Verfehlungen aufzuzeigen", und vermutete "persönliche Interessen" dahinter.

Nach der "Brief-Affäre", in der Weikerts Vorgänger Alfons Hörmann eine "Kultur der Angst" vorgeworfen worden war und die das Ende seiner Amtszeit einläutete, sahen sich auch das neue Präsidium und der Vorstand mit anonymen Schreiben konfrontiert. Die Ethik-Kommission behandelte die Vorwürfe und sah keine Verfehlungen.

Der Vorsitzende Thomas de Maiziere sprach von "einem schwierigen Spagat". Auf der einen Seite sollte es möglich sein, Kritik mit "offenem Gesicht, Namen und Hausnummer" vorzutragen, auf der anderen Seite gebe es in manchen Fällen ein berechtigtes Interesse an Anonymität. Die Kommission berate mit Präsidium und Vorstand, wie in Zukunft mit anonymen Briefen umgegangen werden soll.

E.Brwon--EWJ

Empfohlen

"Letzte Warnung": DFB greift nach FCK-Randalen im Derby durch

Eine hohe Geldstrafe und ein Fanausschluss auf Bewährung: Die Ausschreitungen seiner Anhänger im Pokalderby bei Waldhof Mannheim kommen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern teuer zu stehen. Das DFB-Sportgericht belegte den FCK mit einer Strafe in Höhe von 300.000 Euro. Dazu müssen die Pfälzer ein Heimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen, die Vollstreckung wird bis zum 31. März 2028 allerdings zur Bewährung ausgesetzt.

Ukraine nennt WM-Vergabe an Russland "skandalös"

Die Ukraine will gegen die Vergabe der Gewichtheber-Weltmeisterschaften 2030 an Moskau vorgehen. Sportminister Matwij Bidnyj kündigte am Montag an, offizielle Beschwerden beim Weltverband IWF sowie beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorzubereiten. Die Entscheidung pro Russland sei "zynisch" und "skandalös".

DTB-Team startet Davis-Cup-Mission mit Zverev und Struff

Alexander Zverev führt das deutsche Tennisteam bei der Titelmission im Davis Cup in Bologna an. Im Kader für das Finalturnier ab 24. November steht auch wieder der formstarke Routinier Jan-Lennard Struff, der zuletzt nicht berücksichtigt worden war. Deutschland trifft zunächst im Viertelfinale des Nationenwettbewerbs auf Großbritannien.

DDR-Größe Weber im Alter von 61 Jahren verstorben

Heiko Weber, der letzte Torschütze in der Geschichte der DDR-Oberliga, ist tot. Wie sein früherer Klub Carl Zeiss Jena mitteilte, starb Weber am Montagmorgen im Alter von 61 Jahren. Im Februar hatte er eine schwere Krebserkrankung öffentlich gemacht.

Textgröße ändern: